Moskau│Ausstellung Carola Neher:
Schicksal einer deutschen Schauspielerin

Carola Neher memo.ru

Di, 12.12.2017 -
Fr, 16.11.2018

Internationale Gesellschaft „Memorial“

Karetnyj rjad 5/10
Metro: Majakowsakja
127006 Moskau

Kuratorinnen: Irina Scherbakova, Maria Schilova

Vom 1. Juli bis zum 31. August läuft die Ausstellung im Sommermodus: mittwochs, donnerstags und samstags von 11:00 bis 19:00 Uhr.

Im Rahmen der Ausstellung „Carola Neher - Schicksal einer deutschen Schauspielerin“ finden jeden Mittwoch die Autorenführungen statt.

Die Rundführung wird von der Kuratorin der Ausstellung Irina Scherbakowa geleitet.
Beginn um 16:00 Uhr, Dauer - 1 Stunde.

Verbindliche Anmeldung unter www.memo.ru

Führungen für Schulklassen werden im Herbst fortgesetzt.
 
Die Ausstellung ist dem Leben und Schaffen einer der berühmtesten Schauspielerinnen der Weimarer Republik gewidmet: Carola Neher. Sie repräsentierte das deutsche Theater der 1920er-Jahre wie keine andere und war die Lieblingsschauspielerin von Bertolt Brecht, in dessen „Dreigroschenoper“ sie die Polly und damit die weibliche Hauptrolle spielte.

Carola Neher war nicht nur das Gesicht des neuen experimentellen Theaters, sondern verkörperte auch die neue, moderne Frau: Sie machte aktiv Sport, fuhr selbst Auto und war Pilotin. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten emigrierten Carola Neher und ihr Mann, der Kommunist Anatol Becker, in die Sowjetunion, wo sie 1936 aus politischen Gründen verhaftet wurden. Anatol Becker wurde erschossen und Carola Neher zu 10 Jahren Haft verurteilt. Die Bühne sollte sie nie wieder betreten: Eine der talentiertesten Schauspielerinnen in der Geschichte des deutschen Theaters starb 1942 im Lager Sol-Ilezk. Ihr Sohn, der im Alter von zwei Jahren ins Waisenhaus gekommen war, fand erst viele Jahre später nach langer Suche heraus, wer seine Eltern gewesen waren.

„Carola Neher - Schicksal einer deutschen Schauspielerin“ ist die erste Ausstellung in Russland, die ihrem tragischen Leben gewidmet ist. Der Besucher trifft auf einzigartiges Material: Dokumente, Fotos, Video- und Audioaufnahmen aus deutschen und russischen Archiven, aus dem privaten Archiv der Nachkommen der Schauspielerin und der Museumssammlung der Menschenrechtsorganisation „Memorial“.

Kuratorinnen: Irina Scherbakova, Maria Schilova  
Architektur: Kirill Ass, Nadja Korbut
Grafik-Design: Igor Gurovich
 

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