Vortrag, Diskussion Ethnizität und Maskulinität

Ethnizität und Maskulinität © Goethe-Institut

Do, 28.11.2019

Dostojewski-Bibliothek Moskau

Tschistoprudnyj Boulvard 23
Metro: Tschistye prudy, Turgenewskaja
101000 Moskau

Im Rahmen der Diskursreihe zu Maskulinität „Mann sein“
Anmeldung Im Rahmen der Diskussion „Ethnizität und Maskulinität“ am 28. November in der Dostojewski-Bibliothek erörtern die Genderforscherinnen Gabriele Dietze und Irina Kosterina, welche Verbindungen und Wechselwirkungen zwischen Ethnizität und Maskulinität bestehen. Irina Kosterina illustriert dies am Beispiel der Maskulinität im Nordkaukasus. Gabriele Dietze kommentiert die Ereignisse der Kölner Silvesternacht 2015, in der männliche, vorwiegend muslimische Migranten junge Frauen angriffen und sexuell nötigten. Sie widmet sich der Frage, warum sich daran heftige Kontroversen um Sexismus entzündeten – nicht jedoch um Rassismus. Zur Erläuterung dieser Situation prägte Gabriele Dietze den Begriff des „Ethnosexismus“ als eine Abwehrhaltung gegenüber Migranten, die weniger im fremden, gefährlichen Außen zu suchen ist als im prekären Innen, das eigene Unsicherheiten mit Abschottungs- und Abwehrnarrativen verbindet.

Referenten:
Prof. Dr. Gabriele Dietze, Kulturwissenschaftlerin, Gendertheoretikerin und Autorin
Dr. Irina Kosterina, Soziologin und Genderforscherin, Programmkoordinatorin bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Moskau

Moderation:
Jens Siegert, Politologe, Journalist und Blog-Autor, leitet das EU-Projekt „Public Diplomacy. EU and Russia“ am Moskauer Goethe-Institut und war von 1999 bis 2015 Leiter des Moskauer Büros der Heinrich-Böll-Stiftung

Partner:
Heinrich-Böll-Stiftung, Dostojewski-Bibliothek, Colta.ru, Moscow School for Social and Economical Sciences (Schaninka), Moskau

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