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„Zukunftsmusik“:
Das Forumtheater in der Jugendanstalt

Foto: Miteinander e. V. - Aufführung 2016

Drei Autostunden von Berlin entfernt. Zu dieser Vorstellung kommen Zuschauer aus ganz Deutschland angereist. Das einzige, was man mit in den Raum nehmen darf, ist der Personalausweis, der am Eingang ins Gebäude hinterlegt werden muss. Zugang zur Vorstellung – nur nach vorheriger Anmeldung. Die Angereisten drücken sich unbeholfen auf der Straße herum und begegnen den Blicken der anderen, die ebenso auf das erlösende Hereinwinken warten.

Mit den bunten Kleiderhaken, Stühlen und Tischen aus Holz erinnert das Gebäude von innen an eine normale Schule oder Hochschule. In den Vitrinen stehen Auszeichnungen und hölzerne Basteleien von Schülern. Allein das verspiegelte Glas über die ganze Wand (ganz wie in amerikanischen Polizeifilmen) sowie der Wachmann, der einen auf Schritt und Tritt begleitet, erinnern daran, dass man unter ständiger Beobachtung steht.

Am Saaleingang empfängt uns der künstlerische Leiter Till Baumann (1). Er bittet alle Zuschauer näher an die Bühne heran. Als ich nach vorne gehe, merke ich, dass die anderen Zuschauer es nicht eilig haben, mir nach vorne zu folgen, und sich lieber gleich ganz hinten hinsetzen. In der Mitte des Raumes klafft ein Loch, während die ersten beiden Reihen bereits von identisch gekleideten jungen Männern besetzt sind. „Aha, die sind wohl von hier“, wird mir klar, und so setze ich mich in die zweite Reihe, wobei ich einen Platz zwischen mir und dem Jugendlichen mit den schulterlangen offenen Haaren freilasse. Die Jungs drehen sich nach mir um, flüstern und kichern. Ich bemühe mich weiterhin um eine gleichgültige Mine, warte aber innerlich darauf, dass die Vorstellung endlich beginnt und die Aufmerksamkeit auf die Bühne gelenkt wird.

Till Batman begrüßt die Zuschauerinnen und Zuschauer, die für diese Vorstellung nach „Jugendanstalt Raßnitz” gekommen sind. Das ist keine gewöhnliche Vorstellung, das ist Forumtheater. Das beutet, dass Till nach der Szene die Zuschauer fragen wird, was man an der Geschichte verändern könnte, die sie gleich sehen werden. Das Stück „Zukunftsmusik“ beginnt. Die Wandprojektion aus weißen Würfeln zeigt Videoaufnahmen von durch ihre Routineart zum Alltag gewordener Gefängnisarbeit: Arbeit, Raucherpause, Arbeit, Appell, Raucherpause, Arbeit, Raucherpause... Zur Choreografie dieser einfachen Tätigkeiten werden sich die jungen Schauspieler hinter der Wand bewegen, während wir ihre Bewegungen und statischen Posen über einen Online-Stream verfolgen. Wir sehen ihre Gesichter nicht und sie unsere. Zwischen uns ist eine Wand.

Zack – und die Wand teilt sich entzwei. Wir sehen Tom, einen jungen Mann mit Baseballkappe und einem Rucksack, der halb auf dem Rücken hängt. Er steht an der Grenze zwischen den zwei Welten, winkt seinen Freunden zu, die sich von ihm verabschieden, und wendet uns in seiner Unentschlossenheit das Gesicht zu. „Was wird dein erster Schritt sein?“, „Bist du froh, wieder in Freiheit zu leben?“, „Was willst du?“, „Wo wirst du leben?“ „Wie wirst du Geld verdienen?“, hallen die Projektionen von hunderten von Fragen auf dem Körper des Protagonisten wider, während der die Antworten in unseren Blicken sucht.

Das Bühnenbild ändert sich, die Jugendlichen werfen sich die weißen Würfel nun über die ganze Bühne zu. Projektionen und Elektromusik begleiten die Übergänge von einem Raum in den anderen. Einige Szenen spielen sich wortlos ab, den Sinn verstehen wir aber durch die Inszenierung gewöhnlicher, für die eine oder andere Lebenssituation typischer Handlungen. In anderen Szenen lauschen wir Dialogen, die die Zuschauer durch ihre Authentizität in Ausführung und Klang in ihren Bann ziehen. Die Jungs in der ersten Reihe prusten zunächst kindisch los, als sie ihre Leute auf der Bühne spielen sehen, verstummen aber mit fortschreitender Handlung nach und nach.

Der Protagonist Tom trifft seinen alten Freund Guido, bei dem alles gut ist: Er hat einen Job, Frau und Familie. Nach unzähligen Versuchen, einen Job in einer Bank oder einem Fitnessstudio zu finden, bittet Tom seinen Freund schließlich um Hilfe. Der soll Tom einen Job in der Holzwerkstatt besorgen, in der er selbst arbeitet, vor allem, weil Tom in der Jugendanstalt bereits Erfahrung an der Werkbank gesammelt hat. Guido hat zunächst Zweifel, willigt aber schließlich ein, mit seinem Vorgesetzten zu sprechen. Die Geschichte nimmt ein trauriges Ende: Sobald Guidos Vorgesetzter erfährt, dass Tom eingesessen hat, lehnt er jedes weitere Gespräch mit ihm ab, und auch die anderen Werksarbeiter sind mit Guido unzufrieden, in einem Anflug von Gutmütigkeit einen ehemaligen „Knacki“ als neuen Kollegen vorgeschlagen zu haben.

Wieder tritt Till Baumann auf die Bühne und fragt die Zuschauer, ob so eine Situation realistisch sei. Die ersten Reihen verneinen. Ein junger Mann beteuert besonders vehement, dass man jemanden doch nicht einfach nicht einstellen kann, weil er „eingesessen“ hat. Die hinteren Reihen der zur Vorstellung extern Angereisten bestätigen traurig nickend, dass dies eine durchaus realistische Situation sei. Daraufhin schlägt der Moderator (oder im Fachjargon des Forumtheaters, der „Joker“) vor, die Vorstellung kurz mit dem Sitznachbarn zu diskutieren und gemeinsam darüber nachzudenken, wie man die Situation anders hätte gestalten können, damit der Protagonist einen Job findet.

Ich wende mich meinem Nachbarn zwei Sitze weiter zu. Schüchtern rückt er einen Platz näher an mich heran, wir machen uns bekannt und beginnen die Diskussion. Mein Nachbar schlägt vor, dass Tom zusammen mit seinem Freund zu dem Gespräch mit dem Vorgesetzten gehen soll. Dann könnten sie gemeinsam eine Front bilden und einander unterstützen. Ich für meinen Teil schlage vor, dass Guido seine Kollegen abends auf ein Bier einlädt, ihnen Tom vorstellt und sie diesen so von seiner menschlichen Seite kennenlernen können, bevor Guido mit Tom zu seinem Vorgesetzten geht. So würden sie Toms Bewerbung womöglich vor dem Chef unterstützen und ihn eher ins Team aufnehmen.

Nun beginnt die gemeinsame Diskussion unter Tills Moderation, die im Forumtheater einen festen Bestandteil des Stückes bildet. Verschiedene Strategien und Taktiken menschlichen Verhaltens werden hier erkennbar. Auf den Vorschlag eines Zuschauers hin, „die Vorstrafe vor dem Chef geheim zu halten“, dreht sich ein Jugendlicher aus der ersten Reihe um und schüttelt vorwurfsvoll den Kopf. Das Leben in Freiheit mit einer unmoralischen Handlung beginnen? Mit einer Lüge? Und wenn die Wahrheit später ans Licht kommt, wird doch alles nur noch schlimmer! Der „externe“ Zuschauer, von dem dieser Vorschlag kam, wendet ein, dass das keine Lüge, sondern eine günstige Anordnung der Fakten sei, genau so wie man im Lebenslauf die eigenen positiven Eigenschaften hervorhebt und die negativen unter den Tisch fallen lässt. Die Jugendlichen aus der ersten Reihe beteiligen sich aktiv am Gespräch. Es sind inzwischen nicht wenige Handlungsalternativen zusammengetragen worden – Zeit für die erste „Intervention“.

«…die Bühne als einen Ort nutzen, wo man darum kämpfen kann, seine Zukunft zu ändern».

Eine Intervention bedeutet im Forumtheater, dass ein Zuschauer, der eine Lösung vorgeschlagen hat, auf der Bühne die Rolle einer Figur einnimmt (in der Regel des Protagonisten oder eines seiner Unterstützers). Die Szene beginnt ab dem Moment, in dem der Zuschauer einen Eingriff für nötig hält. Die Schauspieler behalten ihre Rollen und Umstände bei, der eingewechselte Zuschauer aber muss nun versuchen, ihr Verhalten und den Ausgang der Geschichte durch seine Taten und Worte zu beeinflussen. „Als Joker ist es mir besonders wichtig, das Gleichgewicht zu halten: Wenn die erste Intervention von einem Jugendlichen aus Raßnitz kam, dann muss die zweite von einem Externen kommen, oder umgekehrt“, erklärt Till Baumann mir nach der Vorstellung. „Danach kann man eine offene Diskussion starten.“ Andernfalls könnte eine der Gruppen ihre Meinung als nicht gewertschätzt oder nicht expertenhaft genug einschätzen, um sie zu äußern. Dies gilt es für den die Vorstellung moderierenden Joker zu vermeiden.

Der Reihe nach betreten die Zuschauer aus der ersten und der letzten Reihe die Bühne und probieren ihre Vorschläge in der Praxis aus. Einer von ihnen nimmt Toms Platz ein und bittet seinen Freund, ihm einen „anständigen Anzug“ zu leihen, um einen guten ersten Eindruck beim Chef zu hinterlassen. Danach versucht er, letzterem seine Fähigkeiten direkt im Werk vorzuführen. Ein anderer nimmt Guidos Rolle ein und versucht energischer, Kollegen wie Vorgesetzten auf seine Seite zu ziehen, indem er für Tom bürgt und darauf hinweist, dass es im Werk bei den vielen Aufträgen an helfenden Händen mangelt. Die jungen Schauspieler improvisieren virtuos auf der Bühne, immer neue Argumente denken sie sich aus, warum der ehemalige Häftling nicht mit ihnen im Werk arbeiten sollte. „Ich will den Typen in Aktion sehen, der vorgeschlagen hat zu lügen!“, ruft ein junger Mann aus der ersten Reihe. Das Publikum applaudiert jedem Mutigen auf seinem Weg zur Bühne. Der Versuch, den Vorgesetzten zu täuschen, scheitert allerdings an den Gerüchten über den Ex-Häftling, die per Mundpropaganda wie ein Lauffeuer die Runde gemacht haben. Mein Sitznachbar rutscht unruhig auf seinem Stuhl herum. „Letzte Chance!“, ruft Till Baumann. „Willst du vor?“, frage ich ihn. „Ja, ich will die Szene in der Bar spielen“, antwortet er. „Du kannst das, los, auf geht’s!“ Entschlossen schnellt seine Hand in die Höhe, er will diese letzte Chance nutzen, die Situation zu verändern, seine Situation und diejenige aller Jugendlichen, die wie er in den uniformen Hosen und Pullis hier in den ersten Reihen sitzen; Situationen, denen sie sich sehr wahrscheinlich in der Zukunft werden stellen müssen. Er will die Bühne als einen Ort nutzen, wo man darum kämpfen kann, seine Zukunft zu ändern.

Innerhalb der 90 Minuten, die seit Beginn der Vorstellung vergangen sind, sind die von weither angereisten, externen Zuschauer und die Zuschauer aus dem benachbarten Korpus zu einem einzigen Ganzen verschmolzen. Dieses Ganze lacht über gelungene Improvisationen und unerwartete Vorschläge aus dem Saal, es applaudiert, urteilt, diskutiert und sucht mit aller Kraft nach Alternativen für die Lösung des Problems, das nicht nur die Insassen der Jugendanstalt betrifft, sondern uns alle. Wie nehmen wir als Gesellschaft entlassene Inhaftierte auf? Geben wir ihnen wirklich eine Chance auf Rehabilitation? Würden wir auf die Bitte unseres alten, „eingesessenen“ Freundes um eine Empfehlung an unserem Arbeitsplatz reagieren oder davor zurückschrecken, aus Angst, unseren Ruf zu verlieren? Würden wir einen Menschen einstellen, dessen Lebenslauf von einer Strafe zeugt, die in einer erzieherischen Anstalt abzusitzen war? Und wenn nicht, was für eine Zukunft gestalten wir auf diese Weise, für uns und für diese jungen Männer, die etwa 18 –19 Jahre alt sind? Die Bühne, ein Ort, ein Versuch, gemeinsam unsere Zukunft zu ändern. Die Bühne, der Ort, wo wir Argumente zu finden versuchen, um uns selbst zu überzeugen, denn Toms Antagonisten sind schließlich wir selbst.

Das Forumtheaterprojekt „Zukunftsmusik“ wurde bereits vor drei Jahren in der Jugendanstalt Raßnitz ins Leben gerufen, obwohl Till Baumann bereits jahrzehntelange Erfahrung mit dem Forumtheater in verschiedenen Gefängnissen und in Zusammenarbeit mit dem Verein „Miteinander“ e.V. hat. 2014 arbeitete das Team von Theaterleuten an zwei Projekten gleichzeitig: in der Jugendanstalt Raßnitz (Sachsen-Anhalt) und in der Justizvollzugsanstalt Herford (Nordrhein-Westfalen). Beide Inszenierungen beschäftigten sich mit dem Thema Zukunft und den Herausforderungen, die nach ihrer Freilassung auf die jungen Leute warten. Die Teilnehmer hatten zwei verschiedene Szenarios entworfen, standen aber über Texte, Fotos und per Video fortwährend miteinander im Dialog. Nach der Vorführung des Forumtheaters trafen sich die jungen Männer schließlich persönlich in einer der beiden Anstalten zu einem gemeinsamen Workshop. Ein Teilnehmer von 2015 spielte auch 2016 wieder mit, andere wiederum hatten die Anstalt schon verlassen. Die Inszenierung, der ich beiwohnen durfte, entstand in 20 abendlichen Probesitzungen à vier Stunden. Die Teilnehmer nahmen freiwillig an dem Projekt teil und bekamen keinerlei Vergünstigungen dafür.

Im Projekt arbeiteten Till Baumann (Künstlerische Leitung), Pascal Kleßen (Regieassistenz/Produktionsleitung), Anaïs Héraud (Visuelle Gestaltung) und Thomas Niederlohmann (Technik) mit. Die Musik komponierte Lukas Schmidt-Wiegand. Die Projektleitung bei Miteinander e.V. lag bei Ricarda Milke, Mitarbeit: Christoph Beyer. Gemeinsam arbeiteten sie mit den Jugendlichen, die von der Anstaltsleitung als „durchsetzungsschwache“ bezeichnet werden. Sie leben getrennt von den anderen Arrestanten, auch bei der Arbeit kreuzen sich ihre Wege nicht so oft. Sogar als Zuschauer wurden nur diejenigen Jungs zum Forumtheater zugelassen, die mit den Schauspielern in einem Gebäude wohnen. Man will sie auf diese Art vor möglichen Konfrontationen und Übergriffen von Seiten anderer Gefangenen schützen.

«Wir brauchen einhundert weiße Kartons und einen Projektor».

Zuschauer, die großflächige künstlerische Raumlösungen mögen, mag die karge „Gefängnis“-Inszenierung enttäuschen. Allein gibt es dafür eine einfache Erklärung: Kleidung oder Gegenstände aller Art mit in die Anstalt zu bringen, gestaltet sich als äußert schwierig. Jedes einzelne Objekt wird eingehend kontrolliert und braucht eine Sondergenehmigung zur Einfuhr. „Deshalb haben wir gesagt: Wir brauchen einhundert weiße Kartons und einen Projektor“, erzählt mir Till Baumann. „Während der Proben saßen wir auf ihnen und haben über unterschiedliche Wege nachgedacht, sie auf der Bühne einzusetzen. Das bot sehr viel Raum für Kreativität.“

Das Thema Zukunft, also die Zeit nach der Entlassung, war den Teilnehmern seit der ersten Probe bekannt. Nichtsdestotrotz entwickelte man das weitere Szenario gemeinsam mit dem künstlerischen Team weiter und entschied sich auch gemeinsam für eine konkrete Handlung. Am Anfang sollten die Teilnehmer anhand von Standbildern auf die Frage antworten, wie eine Situation, die mich glücklich oder zumindest zufrieden macht, in einem Jahr, fünf oder zehn Jahre (nach Entlassung) aussehen soll. In kleinen Gruppen bereiteten die Jugendlichen Szenen und Überschriften vor, um sie dann den anderen Teilnehmern zu präsentieren. Zu den beliebtesten Themen gehörten Arbeitsplatz, Familie, Kindesgeburt, aber auch Silvester, Fußballspielen mit Freunden oder das Haus am Meer. Das sind Bilder einer Wunschzukunft, wie sie nach Plan läuft. Die nächste Etappe bestand aus der Diskussion der Frage nach den möglichen Schwierigkeiten, die nach der Freilassung aufwarten könnten, sowie der Ausarbeitung einer Forumtheater-Szene anhand der Vorschläge. Die Methode des Forumtheaters geht auf den brasilianischen Regisseur Augusto Boal zurück, der zu Lebzeiten selbst mit dieser Methode mit Gefangenen gearbeitet hatte. Boal zufolge kann Theater im Gefängnis einen Raum bilden, in dem Menschen ihren Erinnerungen, Gefühlen, Gedanken über Vergangenheit und Zukunft und ihrer Vorstellungskraft freien Lauf lassen und ihre Zukunft gestalten können, anstatt einfach auf sie zu warten.

Das Ende der Vorstellung in der Jugendanstalt Raßnitz wurde von einem langen Applaus der zu einem Ganzen verschmolzenen Publikumseinheit begleitet, der allen Schauspielern und Zuschauern galt, die sich auf die Bühne getraut hatten, um Lösungen für Toms Problem in der Praxis auszuprobieren. Wir applaudierten dem künstlerischen Team, wir applaudierten allen Sponsoren und Partnern des Projekts, wir applaudierten sogar der Gefängnisverwaltung. Wir applaudierten so lange, bis ein Mann in Uniform die Bühne betrat: „Und jetzt die ersten beiden Reihen zur Tür links, der Rest zur Tür rechts raus.“ Mein tapferer Nachbar und ich sahen uns an, nickten uns zum Abschied zu – und das war’s. Das war das Finale. Vielleicht sehen wir uns in der Zukunft wieder. Wenn wir sie selbst gestalten.


"Zukunftsmusik" ist ein Projekt von Miteinander e. V.


Text: Ada Mukhina
Übersetzung: Angelina Gußew

Copyright: Goethe-Institut Russland

Oktober 2017



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(1) Till Baumann – Theatermacher, Musiker, Pädagoge. Studium der Erziehungswissenschaft, Lateinamerikanistik und Politikwissenschaft in Berlin. Forschte und lernte Ende der 1990er Jahre an Augusto Boals Theaterzentrum CTO (Theater der Unterdrückten) in Rio de Janeiro. Arbeitet seit 2000 mit Boals Theater der Unterdrückten in Europa und Lateinamerika. Künstlerischer Leiter von Forumtheaterprojekten in Schulen, Jugendeinrichtungen, Gefängnissen und Theatern. Leiter von Fort- und Weiterbildungen für MultiplikatorInnen zu Boals Theater und seinen Anwendungsmöglichkeiten in Konflikttransformation, Friedenspädagogik und Menschenrechtsarbeit. Herausgeber und Übersetzer der neuen Ausgabe von Augusto Boals Übungen und Spiele für Schauspieler und Nicht-Schauspieler. Mitarbeit in der Theaterwerkstatt KURINGA, im Paulo Freire Institut Berlin, im Team von Kreativ im Konflikt sowie im künstlerischen Team von Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V.











Foto: Miteinander e. V. - Aufführung 2016





















Foto: Miteinander e. V. - Aufführung 2016





















Foto: Miteinander e. V. - Aufführung 2016




























Ada Mukhina. Foto: Felix Gaedtke

Mukhina Ada ist Regisseurin, Kunstkuratorin, Gründerin des Theaterprojekts "Vmeste" ("Zusammen"). Sie ist Regisseurin der Dokumentar-Stücke u.a. Seit mehr als sieben Jahren führt sie Workshops zur informellen Weiterbildung für Schüler und Studierende durch. Sie ist Gründerin des Projekts „Schule für Dokumentartheater“ für Jugendliche, in dem das Dokumentartheater als Lehrmethodik eingesetzt wird.