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The Burden of Memory

Wir freuen uns bekannt zu geben, dass das Projekt "More about Richard Kandt (MARK)" von Kivumbi King für den Burden of Memory Project Fund ausgewählt wurde. 

Als direkte Reaktion auf die Schrecken des Zweiten Weltkriegs wurden die Vereinten Nationen als internationales Forum für Friedenskonsolidierung und Konfliktlösung geschaffen. Am 24. Oktober 1945 trat die UNO-Charta in Kraft. Anlässlich des 75. Jahrestages dieses Tages haben der ruandische Poet und Sänger Kivumbi King und sein burundischer Musikerkollege Kaya Free eine künstlerische Zusammenarbeit Geiste der Charta sowie im Gedenken an die Opfer von Kriegen, Staatsverbrechen und politischer Gewalt erarbeitet. Besondere Aufmerksamkeit widmen die Künstler der Kolonialherrschaft in Deutsch-Ostafrika, dem heutigen Tansania, Ruanda und Burundi. Während Tansania mit dem Gedenken an fast 300.000 Tote an die traumatisierenden Jahre des deutschen Kolonialismus erinnert, spielt der deutsche Einfluss in Ruanda und Burundi in der Erinnerungspraxis bisher kaum eine Rolle. Die Künstler setzen sich mit dieser Diskrepanz auseinander, indem sie das Leben und die Zeit von Richard Kandt, der zwischen 1907 und 1914 im Auftrag des deutschen Kaisers in Ruanda lebte, unter die Lupe nehmen. Es wird berichtet, dass der Entdecker zu seiner Zeit eine charismatische Persönlichkeit war. Tatsächlich genießt er in Ruanda bis heute hohes Ansehen und seine ehemalige Residenz in Kigali ist heute ein nach ihm benanntes Naturkundemuseum.

Das Schaffen King's and Kaya's reflektiert Kandts Arbeit vor dem Hintergrund der zerstörerischen Folgen des deutschen Kolonialismus in Afrika. Ihr kulturelles Schaffen trägt den Titel "More About Richard Kandt" (M.A.R.K.) und ist bestrebt, neue Wege der Zusammenarbeit zu erkunden, um eine Zukunft zu gestalten, die sowohl die koloniale als auch die postkoloniale Denkweisen verändert.

M.A.R.K. wird durch den Projektfonds "Burden of Memory" ermöglicht, der von den Goethe-Instituten in Kamerun und Namibia zur Verfügung gestellt wird. Der Fonds unterstützt Kulturschaffende aus Afrika, die in ihren Ländern an der Konfrontation mit der deutschen Kolonialvergangenheit arbeiten, und bietet an, sich mit den negativen Folgen des deutschen Kolonialismus in Afrika auseinanderzusetzen.  Im Jahr 2020 wurden von der internationalen Jury, der Chantal Djedje (Côte d'Ivoire), Rose Jepkorir Kiptum (Kenia) und Jay Pather (Südafrika) angehörten, sechs Projekte aus ganz Afrika ausgewählt. Mehr über das Projekt "Burden of Memory" finden Sie here.

Das Video können Sie sich hier ansehen:

 
Kaya Free and Kivumbi King. Picture by Valery Scheuerpflug Valery Scheuerpflug
Kaya Free and Kivumbi King. Picture by Valery Scheuerpflug

 

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