Future Africa Visions in Time

Installation "My mother's mother" by Syowia Kambi
(c) Jacques Nkinzingabo

Ausstellung #FAVT: FUTURE AFRICA VISIONS IN TIME
15.11-31.12.2019
Kandt House Museum
Eintritt: frei

Die Ausstellung "FAVT: Future Africa Visions in Time" erkundet Zukunftsvisionen aus Afrika und seinen Diaspora-Gemeinden. Folgende Fragen werden adressiert: Welche Konzepte von Zukunft werden in Zeiten von Unsicherheit und Zerrüttung entwickelt? Wie formen soziale Mobilität, alternative Lebensstile und Auffassungen von Identität und Zugehörigkeit heute die Zukunft? Wie klingt die Vergangenheit in der Zukunft? Und wie werden Zukunftsformen on künstlerischen und kulturellen Praktiken präsentiert und herausgefordert? 
FAVT entstammt dem diskursiven Zusammenwirken zwischen internationalen Künstler*innen und Forscher*innen, die an der Bayreuth Academy of Advanced African Studies ansässig sind, sowie Iwalewahaus. Beides sind seit 2015 Institutionen der Universität von Bayreuth, deren innovative Forschung von ästhetischen und akademischen Ansätzen durchzogen ist. Durch intensiven Austausch konnten künstlerische Darstellungen und konzeptuelle Positionen entwickelt werden, die sich mit dem allgemeinen Motiv und den Konzepten von "Future Africa Visions in Time" kritisch auseinandersetzen, sie reflektieren, interpretieren, stören, invervenieren, übersetzen und sie sich vorstellen.
Eine Reihe von Schlagwörtern wurden als "modes of futuring" entworfen und in Symbole übersetzt, die für die Ausstellung als Werkzeuge der Abbildung fungieren. Für die Edition in Kigali wurden "healing/remembering" und "optimizing" ausgewählt. Sie sind im ruandischen Kontext besonders relevant, da sie markante Themen wie Gender, sozioökonomische Hierarchien, Stabilität und kulturelle Dynamiken im heutigen Ruanda umfassen.

Der thematische Fokus richtet sich daher auf die Steigerung der eigenen Achtsamkeit mit Bezug auf die Vergangenheit, ein Neubetrachten der Vergangenheit, um uns sowohl selbst zu vervollkommnen als auch auf eine bessere Zukunft vorzubereiten.
Die Ausstellung ist schon in viele Länder gereist - etwa Brasilien, Kuba, Südafrika, Namibia, Zimbabwe, Kenia, Burkina Faso und Uganda, immer mit Unterstützung des Goethe Instituts und einschlägigen kulturellen Zentren vor Ort.
Kigali ist die letzte Station: FAVT wird der Öffentlichkeit von 15. November bis 31. Dezember 2019 offen stehen. Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm begleitet. Ein Workshop zu "Decentralizing power" will über die Nutzung neuer ökonomischer Systeme, die lokalen Gemeinden stärken. Künstlerin und Kuratorin Ingrid LaFleuer, Gründerin von Afrotopia in Detroit (Michigan, USA) wird diesen Workshop leiten. Außerdem laden Dr. Katharina Fink (Iwalewahaus, Universität Bayreut) und Dr. Nadine Siegert (Goethe Institut Johannesburg) zu einem von Kuratorin Gloria Igabe moderierten interaktiven Workshop ein, der kuratorische Modelle in der ruandeischen Kunstszene überdenkt.
Eine geführte Tour und eine Finissage im Dezember inklusive einer Performance, die Tanz, Musik und Literatur kombiniert, runden das Programm ab, welches die letzte Station der FAVT-Ausstellung markiert.
Das Projekt FAVT Kigali wurde durch die Partnerschaft von Iwalewahaus, der Universität Bayreuth, dem Goethe Institut Kigali und dem Gastgeber für die Ausstellung, dem Kandt House Museum, das Teil der National Museums of Rwanda ist, möglich gemacht.
Kuratiert von Gloria Igabe (Universität Bayreuth) wird die Ausstellung neben Kunstwerken von früheren FAVT Editionen auch neue Arbeiten von ruandischen Künstler*innen, namentlich Christa Uwase, Chris Schwagga und Cedric Mizero beinhalten.

(c) Gloria Igabe, Kuratorin
Übersetzung: Jennifer Brunner, Goethe Institut Kigali


Fotos der Eröffnung am 15. November 2019

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