Interview Jessica Lejowa & Miranda Yuck Da Silva Torres & Amade Buanamade

Lernen Sie unsere Künstler vom KINA-Festival kennen:

Jessica Lejowa aus Botswana und Miranda Yuck Da Silva Torres & Amade Buanamade aus Mosambik.

Gemeinsam erarbeiteten sie eine Performance für das KINA-Festival mit dem Titel "Transform".
Unter der trockenen Erde und dem Staub bleibt das Leben verborgen, bis der Regen kommt. Und wenn sie kommen, verwandelt sich die Erde in Ton und der Ton verwandelt das Leben von drei Freunden!
Die drei Darsteller luden uns ein, dieses Material zu erforschen, das sich ständig verändert.


 

In der Regel arbeitet ihr nicht zusammen an Projekten. Wie seid ihr drei zusammen gekommen?

Wir trafen uns in Kapstadt, Südafrika, wo wir jeweils zur Teilnahme an einem sechswöchigen Inkubator eingeladen waren. Diese Zeit verbrachten wir gemeinsam damit, die Methodik des Magnettheaters zur Schaffung und Aufführung von Theater für ein sehr junges Publikum zu erlernen, unterstützt auch vom Helios-Theater in Deutschland. Am Ende dieser Inkubatorperiode hatten wir gemeinsam ein Stück geschaffen, das wir beim Early Years Theatre Festival aufführten.


Was macht eure Zusammenarbeit so besonders?

Unsere Zusammenarbeit fühlt sich aus mehreren Gründen besonders an. Zuerst kannten wir uns überhaupt nicht, als wir mit der Zusammenarbeit begannen; wir mussten uns gegenseitig kennenlernen und ziemlich schnell unsere Deckung fallen lassen. Außerdem sprachen die Mosambikaner nicht ganz fließend Englisch und die Botswana nicht auf Portugiesisch, so dass unsere Kommunikation in der ersten oder zweiten Woche oft gebremst war. Wir haben gelernt, die Barriere zu überwinden, um die Arbeit zu erledigen. Schließlich hatte keiner von uns zuvor mit jemandem aus unseren jeweiligen Ländern zusammengearbeitet, aber unser Spiel endete mit einer Mischung aus beiden Ländern.


Was macht es für euch so aufregend, für Kinder zu spielen?

Wir stellten fest, dass die Arbeit für jüngeres Publikum viel mehr von uns erforderte, als wenn wir für Erwachsene auftreten würden. Unser junges Publikum ist immer voll in das Stück vertieft, und ihre Reaktionen sind sofort und ungefiltert, so dass wir immer auch präsent sein müssen. Während Erwachsene alle möglichen Gefühle für eine Performance registrieren können, während sie sie sich ansehen, haben sie gelernt, ihre Reaktionen zu filtern und zu kontrollieren. Kinder hingegen zeigen Wunder und Angst und Freude sofort, was es lohnender macht, für sie live zu spielen.


Habt ihr noch Lampenfieber vor euren Auftritten?

Sogar jetzt noch erleben wir Lampenfieber. Wir wissen, dass ein falscher Sprechton zur falschen Zeit ein Kind erschrecken könnte; vielleicht könnte eine bedrohliche Bewegung, von der wir nicht wissen, dass wir sie gemacht haben, ein anderes Kind auflösen. Wir befürchten, dass wir nicht unser Bestes für unser Publikum geben, das vielleicht an den Kanten seiner Sitze sitzt und nur darauf wartet, dass wir anfangen. Und natürlich ist das Theater unser Handwerk und unsere Leidenschaft, und unser Respekt vor ihm bedeutet, dass wir nie zu einem Punkt gelangen können, an dem wir selbstzufrieden sind.

Was macht ihr normalerweise nach einem Auftritt, um abzuschalten?

Amade redet gerne mit dem Publikum und den Eltern, Yuck denkt gerne über Momente nach, in denen er sich sowohl mit seinen Co-Performern als auch mit dem Publikum am meisten verbunden fühlte, und Jessica beendet die Arbeit gerne mit dem Zusammenpacken des Sets. Danach möchten wir eine große, sättigende Mahlzeit voller Geschmack und Vielfalt haben.


Danke für eure tollen Performances und eure Zeit!
 

  • KINA Performance © Goethe Institut Kigali
  • KINA Perfomances © Goethe Insitut Kigali
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