Interview Milena Kipfmüller & Klaus Janek

Milena Kipfmüller & Klaus Janek
© Chris Schwagga

DigiTales across Borders 2.0 – ein Workshop, bei dem Künstler*innen aus Ruanda, Burundi, der DR Kongo sowie Deutschland und Frankreich zusammengearbeitet  und gemeinsam eine Performance aus Musik und Story Telling kreiert haben.
Mit dabei waren Milena Kipfmüller und Klaus Janek (sounding situations), zwei Musik-, Sound-und Theater-Künstlern aus Berlin, die an dem Projekt als Schnittstelle zwischen Inszenierung, Radio- und Klangkunst mitwirkten.

 

Wie war die künstlerische Arbeit für euch in Ruanda?

Wir hatten einen tollen Ort zum Proben, die RAI-Rwanda Art Initiative und haben zum Glück ein paar Tage Zeit gehabt wirklich mit den Kollegen etwas entwickeln zu können, so dass wir etwas neues ausprobieren konnten. Sehr spannend!

Wie waren die Begegnungen mit den verschiedenen Künstler*innen für euch? Und wie war die Zusammenarbeit mit Ihnen?

Wir haben uns eine nicht ganz einfache aber spannende Aufgabe gesetzt. Nämlich mit den Kollegen vor Ort innerhalb einer Woche eine Art improvisatorisches Kollektiv zu formen, in dem auch während der Aufführung jeder im Sinne der gemeinsam Performance eingreifen kann. Es gab kein Textbuch oder genaue Abmachungen, sondern alle sieben Beteiligten haben, mit dem was jeder an Wissen und Können zur Verfügung hatte, gemeinsam gespielt. Da alle wirklich tolle Künstler sind, mit teilweise jahrzehntelange Erfahrung in ihren Metiers, hat das hervorragend funktioniert - auch wenn das Format neu war und wir uns erst einmal kennenlernen mussten. Wir hatten gemeinsam wirklich großen Spaß, was das Publikum in der Aufführung ja auch gesehen und gespürt hat!

Ihr beiden wart bereits im Januar für zwei Wochen in Ruanda. Auf was habt ihr euch bei eurem zweiten Besuch besonders gefreut?

Das Klima ist durchaus ein Faktor, perfekte Temperierung. Gefreut haben wir uns aber vor allem diejenigen zu treffen, die mittlerweile Freunde geworden sind.

Was war für euch eine Herausforderung während eurer Zeit hier?

Die größte Herausforderung war, ein Setting zu entwickeln, in dem alle Beteiligten unabhängig von ihrem kulturellen und künstlerischen Background selbstverantwortlich agieren und das Stück gleichzeitig und in real time erschaffen.
 
Was ist euer nächstes Projekt?

Wir sind kommende Woche bei den Operadagen in Rotterdam eingeladen mit einem Projekt, das wir letztes Jahr gemacht haben, an dem wir aber noch weiter arbeiten.  Eine mobile Stadtraum Oper, die sich mit Musikern und Radiosystem durch die Stadt bewegt. Und dann bereiten wir die Tour mit den „Rwandan Records“ vor, mit denen wir hoffentlich kommendes Jahr auch wieder nach Ruanda kommen werden.
 

Vielen Dank und weiterhin alles Gute!