Thema der dritten Woche
Schwarze Geschichte(n) und Deutscher Kolonialismus


  • Black during German Colonialism © GI Kigali
  • Erinnerungskultur © GI Kigali

Kolonialismus ist ein Thema, mit dem sich die meisten von uns in der Schule beschäftigt haben. Viele Regionen dieser Erde haben entweder eine Geschichte über das Kolonialisieren, der Kolonialisierung oder beide.

Von Gloria Ssanyu Mukasa

Der Kolonialismus erzählt die Geschichte der Besetzung und Kontrolle von Menschen durch fremde, gesellschaftliche Gruppen. Für einige Regionen dieser Welt ist der Kolonialismus kein Kapitel der Vergangenheit, sondern der Gegenwart.

Dass wir heute 54 Länder auf dem afrikanischen Kontinent zählen können, ist ein Ergebnis der Kolonialgeschichte - genauer gesagt das Ergebnis einer Veranstaltung, die vom 15. November 1884 bis zum 26. Februar 1885 im ehemaligen Deutschen Reich stattfand: Sie ist bekannt als die Berliner Konferenz.
Jene wurde unter der Leitung von Reichskanzler Otto von Bismarck organisiert und brachte alle europäischen Kolonialmächte an einen Tisch. Ziel war es, zu besprechen, wie der afrikanische Kontinent unter ihnen aufgeteilt werden sollte.

Äußerst problematisch.

Probleme wie die Entwurzelung von Identitäten und Kulturen, ungleiche Machtverhältnisse, Gewalt, systematische Unterdrückung oder soziale Spaltung bestehen bis heute.

Der Kolonialismus hat die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Systeme in Afrika nachhaltig verändert.
So hat sich auch Deutschland durch seine dreißigjährige Kolonialgeschichte verändert, was sich in der heutigen deutschen Gesellschaft und ihrem globalen Einfluss widerspiegelt.

Eine Verantwortung, der sich Deutschland heute stellt, besteht darin, seine Erinnerungskultur und die globalen Machtverhältnisse zu verhandeln.

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