Das Schweigen brechen
Oury Jalloh

Von Gloria Ssanyu Mukasa

Seit 2005 beginnt das neue Jahr für viele Menschen in der afrikanischen Diaspora in Deutschland nicht fröhlich.
Am vergangenen Freitag ware deutsche Straßen mit Menschen gefüllt, die in Wut, Trauer und im Gedenken an Oury Jalloh protestierten.

Seine verbrannte Leiche wurde am 07. Januar in der Zelle einer deutschen Polizeistation in Dessau gefunden. Er war ein afrikanischer Asylbewerber, der am selbigen Tag in Gewahrsam genommen wurde.

Die deutsche Justiz geht davon aus, dass Jalloh sich selbst umgebracht haben muss. Weitere Untersuchungen von Initiativen und unabhängigen Expert*innen belegen dagegen einen brutalen Mord. Sie sehen das Motiv in struktureller, rassistischer Polizeigewalt - ein Problem, mit dem viele Menschen in Deutschland, die nicht weiß sind, täglich konfrontiert sind.
Immer noch.

Bis heute hat das Schicksal von Oury Jalloh keine Gerechtigkeit gefunden.

Als Institution, die globale Diskurse aus Kultur und Gesellschaft fördert, wollen wir den Menschen, die ungehört bleiben, eine Plattform geben und das Schweigen zu diesem Thema brechen.

Die Leben Schwarzer Menschen gehören seit jeher zu Deutschland und zählten nicht nur während der wieder erstarkten BLM Bewegung in 2020.

Informieren Sie sich, um mehr über den Fall Oury Jalloh und die Vielfalt und Geschichte der deutschen Kultur zu lernen.

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