Regie: Felix Denk, Robert Lambert, Sven von Thülen (2014) | OmeU, Farbe, 58 Min.
Als am 9.11.1989 die Mauer fällt, finden in Berlin ost- und westdeutsche Jugendliche zusammen. In unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Todesstreifen tanzen sie in illegalen Clubs zu einer rauen Maschinenmusik. Die neuen Klänge verstärken das Freiheitsgefühl der Wendezeit. Der Film schildert die Entstehung der ersten gesamtdeutschen Jugendbewegung.
Techno wird das große Freiheitserlebnis der Wendejugend. Nirgends verdichtet sich das Gefühl grenzenloser Möglichkeiten stärker als in Berlin. Als die Mauer fällt, kollabiert auch die Verwaltung in Ostberlin. Plötzlich werden im ehemaligen Todesstreifen leer stehende Heizkraftwerke, Seifenfabriken und Hochbunker zugänglich. Schnell werden diese zu Clubs umfunktioniert, manchmal nur für eine Nacht, und meistens illegal.
DJs, Partygänger und Künstler kommen zu Wort, ihre Erinnerungen, Gedanken und Einordnungen werden entlang der historischen Ereignisse gruppiert. Sie erzählen von Clubs und Partys, vom Zusammenwachsen Ost-West. Die Töne werden mit zeitgeschichtlichem Material kollagiert, darunter zahlreiche noch nie im Fernsehen gezeigte Aufnahmen von legendären Partys.
Der Film fängt den Geist der Wendezeit ein und macht spürbar, wie eng Pop-Geschichte und politische Geschichte zusammenhängen. Im Schnitt folgt der Film seinem Thema: schnell, hart, trocken.Die Grundlage für den Film ist das Interview-Buch „Der Klang der Familie – Berlin, Techno und die Wende“ (Suhrkamp) von Felix Denk und Sven von Thülen.
+ AFTERPARTY
Mamba | Kimihurura
Free Entrance
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