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Einleitung
Bauhaus und Schweden

Bauhaus
pixabay.com

Das Bauhaus feiert 100 Jahre. Und zugegebenermaßen gibt es selten 100-Jährige, die in diesem Alter noch so relevant und zeitgemäß erscheinen wie die legendarische Schule in Weimar/Dessau.

Von Simone Schmid

Das Bauhaus hat wie kaum eine andere Institution Maßstäbe gesetzt für die Entwicklung unseres Formbewusstseins, unserer Wohnkultur, aber auch in Hinsicht auf soziale Zusammenhänge und Pädagogik. Es ist dabei im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einem selbstverständlichen Bezugspunkt für Design, Architektur und Industrieproduktion geworden, dient aber auch als regelmäßige Referenz in der bildenden und darstellenden Kunst.

Das Jubiläum ist ein Anlass zu untersuchen, warum die Ideen, die am Bauhaus entwickelt wurden, auch heute noch hochaktuell erscheinen und wie sie sich von Deutschland aus international verbreitet und Einfluss genommen haben. In einer Artikelserie wollen wir verschiedene Aspekte des Bauhauserbes betrachten, und insbesondere beleuchten, wie die Beziehungen des Bauhauses zu Schweden aussahen und wie das progressive Gedankengut hier aufgefangen wurde.
 
Salka Hallström Bornold untersucht in ihrem Text Das Bauhaus und Wohnideale in Schweden, wie die Ideen der Architekten am Bauhaus das Wohnideal in Schweden im Laufe des 20. Jahrhunderts beeinflusst und verändert haben. Sie analysiert dabei im Besonderen, warum das Streben nach einer neuen Form des Wohnens gerade in hier so intensiv fortgesetzt wurde.
 
Kerstin Wickman gibt uns mit ihrem Die Impulse kamen aus Deutschlandeinen Einblick in die persönlichen Verbindungslinien des Bauhauses nach Schweden, insbesondere im Bereich Textil und Architektur und mit Hinblick auf die „Stockholmsutställning“ 1930, die den Durchbruch des Funktionalismus in Schweden markiert.
 
Cilla Robach beschreibt in Das Bauhaus und schwedisches Design die Grundlagen, auf denen die Formgebung am Bauhaus bauten und zeigt anhand von Beispielen auf, wie diese im Laufe des 20. Jahrhunderts von Designern in Schweden aufgegriffen wurden. Dabei betont sie die Rolle, die der gesellschaftliche Aspekt und das Streben nach der Zugänglichkeit von Design für eine breitere Masse in beiden Ländern gespielt haben.
 
In ihrem Artikel Bauhaus-Schule als Modell beschreibt Kerstin Wickman, wie die Entwicklung des Unterrichtssystems von Konstfack nach dem zweiten Weltkrieg direkten Bezug auf das pädagogische Modell des Bauhauses nahm, um die Schule zu erneuern. Sie weist auf, wie sich Ideen über Generationen und manchmal auf Umwegen fortpflanzen und wie sich auf diese Weise die Impulse des Bauhauses bis heute erhalten.
 
Pia Sira Isaksson und Linda Bergman widmen sich in ihren Text Weibliche Fotografie am Bauhaus und im frühen 20. Jahrhundert in Schweden einer weniger bekannten Seite des Bauhauses, der Fotografie. Sie untersuchen dabei insbesondere, wie sich weibliche Bauhaus-Schülerinnen mit dem damals noch recht neuen Medium auseinandersetzten, und welche parallelen fotografischen Experimente und Arbeiten in Schweden stattfanden.

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