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Dokumentation
Isabelle Ståhl im Gespräch mit Sabine Hark

Gespräch: "Unterscheiden und Herrschen" Sabine Hark und Isabelle Ståhl
Foto: Goethe-Institut

Sabine Hark (D) und Isabelle Ståhl (S) über die Verflechtungen von Feminismus, Sexismus und Rassismus im gegenwärtigen Diskurs und im Kontext der Kölner Silvesternacht 2015. 

In der Silvesternacht 2015 wurden in der Innenstadt Kölns zahlreiche Frauen Opfer von sexuellen Übergriffen und Gewaltakten. Die Täter waren v.a. junge Männer nordafrikanischer Herkunft. Ähnliche Vorfälle wurden auch aus anderen europäischen Städten gemeldet, die Geschehnisse von Köln stachen jedoch in ihrer Massenhaftigkeit eindeutig hervor. Seitdem ist „Köln“ in der Diskussion um Frauenrechte und das Sexualstrafrecht zur Chiffre für die Vorfälle der Silvesternacht geworden. „Köln“ hat den öffentlichen Diskurs stark geprägt. Feministische Anliegen fanden unmittelbar nach „Köln“ deutlich stärker Gehör als zuvor. Beispielsweise wurde über das veraltete Sexualstrafrecht debattiert und dieses auch reformiert. Gleichzeitig wurden die Vorfälle auch dazu verwendet, den Feminismus gegen Migration in Stellung zu bringen.
 
Sabine Hark ist Professorin für Soziologie und leitet seit 2009 den Lehrstuhl des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der Technischen Universität Berlin. In ihrem kürzlich erschienenen Essay „Unterscheiden und Herrschen“ (2017, zusammen mit Paula-Irene Villa) untersucht sie die ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus, welche in der Diskussion über „Köln“ besonders sichtbar wurden.
„Köln“ hat heute in der Integrationsdebatte die Funktion eines Emblems, das Erstarken rechtspopulistischer Parteien wird oftmals auch auf „Köln“ zurückgeführt.

Die nachfolgenden Videos präsentieren einen einführenden Vortrag von Sabine Hark (deutsch), gefolgt von einer Diskussion zwischen Sabine Hark und der schwedischen Schriftstellerin Isabelle Ståhl.
Sprache: Deutsch und Englisch.
 


 
 

 
 

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