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Einleitung
Humor in der Krise

Ein Mann auf einer Trittleiter und eine Frau hängen eine Zeichnung in ein Fenster.
Installieren der Zeichnung - Olav Westphalen und Simone Schmid | Foto: David Engh-Bongers

Die Bibliothek des Goethe-Instituts ist bis auf Weiteres geschlossen, unsere Veranstaltungen können zur Zeit nicht in der üblichen Präsenzform stattfinden – Covid19 hat in allen betroffenen Ländern auch enorme Auswirkungen auf Kultur und Kulturschaffende. Unsere Arbeit im Goethe-Institut geht dennoch weiter und wir suchen auch jetzt den Publikumskontakt, wenn auch in veränderten, alternativen Formen, in der Verknüpfung von physischer und digitaler Präsenz.

Die Systemrelevanz der Kultur zeigt sich in Krisenzeiten deutlich, aber auch die des Humors: Je schlimmer die Zeiten, desto nötiger die Ventilfunktion und desto schwärzer der Humor. Humor als Distanznahme, als das Betrachten der Dinge von außen und damit auch ihrer kurzzeitigen Kontrolle ist gerade in Zeiten großer Kalamitäten eine befreiende Kulturtechnik - Angst, Verunsicherung und Verzweiflung werden, zumindest für einen Moment, abgelöst durch Lachen: Die Anspannung lässt nach.

Gemeinsam mit dem Künstler und Cartoonisten Olav Westphalen arrangieren wir daher eine Schaufensterausstellung, die sich humoristisch mit der Krise am aktuellen Beispiel des Coronavirus auseinandersetzt.

„Wir genießen es, über die Welt zu lachen, anstatt uns daran zu quälen“, so Westphalen in einem Aufsatz über dysfunktionale Comedy. „Im Lachen, treten die Lachenden, selbst wenn sie tief in Alltagsprobleme verstrickt sind, einen Schritt zurück und verweigern sich der Dringlichkeit des Praktischen, der Ethik, der unbezahlten Rechnungen, ihres gierigen Egos, der sozialen Ungerechtigkeit, des kränkelnden Körpers, etc.“

Insgesamt neun Cartoons des Künstlers werden ab Anfang Mai nach und nach an den Außenfenstern unserer Bibliothek angebracht, die dadurch zur Freiluftgalerie wird.
Die Ausstellung wird gleichzeitig in digitaler Form kommuniziert (Website, Facebook, Instagram), durch einen Podcast mit Olav Westphalen begleitet und im Laufe des Projekts durch verschiedene Texte zum Thema angereichert.

Enthüllung jeweils einer neuen Zeichnung ab 4. Mai jeden Montag, Mittwoch und Freitag. Die vollständige Ausstellung bleibt bis zum 18. Juni installiert.

Ort: Goethe-Institut, Bryggargatan 12A, Fenster der Bibliothek, sichtbar von der Straße.
Sprache: Schwedisch (in den Fenstern) und Deutsch (in digitaler Form)

Kontaktinformation: Christiane Lahusen, Leiterin Literatur, Information & Bibliothek
christiane.lahusen@goethe.de
 

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