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Poesiewettbewerb zum Gedenken an Paul Celan

Zum 100-jährigen Geburtstag von Paul Celan, der vor 50 Jahren starb, arrangieren das Goethe-Institut Schweden, das Rumänische Kulturinstitut und die Zeitschrift Ponton einen Poesiewettbewerb. Der Wettbewerb richtet sich an Schüler der „Högstadie- und Gymnasialstufe“, die in Schweden wohnen.

Levitation© Paul Benney

​POESIEWETTBEWERB ZUM GEDENKEN AN PAUL CELAN (1920-1970)

Zum 100-jährigen Geburtstag von Paul Celan, der vor 50 Jahren starb, arrangieren das Goethe-Institut Schweden, das Rumänische Kulturinstitut und die Zeitschrift Ponton einen Poesiewettbewerb. Der Wettbewerb richtet sich an Schüler der „Högstadie- und Gymnasialstufe“, die in Schweden wohnen.

Paul Celans Biografie

Paul Celan (1920-1970) wurde als Paul Ancel (Antschel) in Cernăuți (Czernowitz) in der damaligen rumänischen Bukovina geboren und stammte aus einer deutschsprachigen jüdischen Familie. Im Jahr 1938 reiste er nach Paris, um Medizin zu studieren, kehrte jedoch vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nach Rumänien zurück. Er musste eineinhalb Jahre im Arbeitslager verbringen, während seine Eltern in Konzentrationslager deportiert und dort ermordet wurden. Celan wurde im Zusammenhang mit dem Kriegsende befreit, zog nach Bukarest und später nach Wien, bevor er sich in Paris niederließ, wo er bis zu seinem Lebensende blieb. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Übersetzer und Lektor für Literaturwissenschaft und Deutsch an der École Normale Supérieure. Obwohl Paul Celan in einem französischen Umfeld lebte und vom französischen Surrealismus beeinflusst war, schrieb er seine bahnbrechenden Gedichte in deutscher Sprache. Schon bald entwickelte er sich zu einem der einflussreichsten Dichter der Nachkriegszeit und erhielt eine Reihe bedeutender Preise.

Wiederkommende Themen in Paul Celans Gedichten

Celans Poesie ist stark mit seiner Biographie und seinen Kriegserfahrungen verbunden. Wichtige Motive sind Verlust, Flucht und Exil, die Erinnerung an Verlorenes, aber auch Liebe.

Was heißt eigentlich Verlust?
Was bedeutet es, auf der Flucht zu sein?
Wie geht man mit der Erinnerung und der Trauer um Verlorenes um? Was hilft einem Menschen, der all dies erlebt hat? Liebe? Gemeinschaft? Kunst? Ausdrucksvermögen?

Hier eine Auswahl von Gedichten Paul Celans‘ 
 
Paul Celan und die Sprache

Paul Celan war ein Sprachkünstler und ist dafür bekannt, ganz eigene Worte zu erfinden, die es in der alltäglichen Sprache nicht gibt. Beispielsweise verwendete Celan die in der deutschen Sprache mögliche Variante der Wort-Zusammensetzungen, was man auch im Schwedischen tun kann. Seine Gedichte verfasste er auf Deutsch, obwohl dies die Sprache der Täter des Zweiten Weltkrieges war. Um die Sprache trotzdem schreiben zu können, wollte er seine eigene Sprache und Ausdrucksweise innerhalb des Deutschen finden, um mit dem Holocaust und all den Kriegsverbrechen umgehen zu können. Paul Celan dehnte die Grenzen der Sprache: In seinem Werk zeigt sich der Konflikt zwischen der Sprache der Lyrik, der Sprache des Tätervolkes und der Sprache des Alltäglichen.

Beschreibung des Wettbewerbs

Zielgruppe sind Schüler der Högstadie- und Gymnasialstufe die in Schweden wohnen. Schreibt ein Gedicht auf Schwedisch von maximal einer Seite man darf allerdings nur eine Beitrag einsenden!

  • Das Gedicht kann einen Titel haben, muss es aber nicht
  • Dein Gedicht sollte von den üblichen Themen in Paul Celans Lyrik ausgehen: Erinnerung, Verlust, Flucht, Liebe, Trauer. Freies Assoziieren ist erwünscht!
  • Dein Gedicht kann in gereimter, ungereimter oder in freier poetischer Form verfasst sein. Über Stil und Ton entscheidest du selbst.

Die drei besten Beiträge werden von einer Jury ausgewählt, Du kannst einen Büchergutschein über SEK 3000, 2000 oder 1000 gewinnen. Die Jury besteht aus Anders Olsson (Literturwissenschaftler und Celan-Übersetzer), Hanna Rajs Lundström (Poetin), Björn Sandmark (Schriftsteller und Celan-Übersetzer), Christiane Lahusen (Leiterin des Literturbereichs am Goethe-Institut Schweden) und Arina Stoenescu (Grafikerin, Illustratorin und Verlegerin).
 
Die Beiträge, die gewonnen haben, werden in der Zeitschrift Ponton veröffentlicht und sowohl ins Rumänische wie Deutsche übersetzt. Wenn möglich, werden sie auch in einer rumänischen bzw. Deutschen Literaturzeitschrift abgedruckt.

Bitte schicke deinen Beitrag bis spätestens 30. September 2020 als docx-oder pdf-Dokument an christiane.lahusen@goethe.de

Die Gewinner geben wir im Herbst im Rahmen einer Veranstaltung  - wo wir die Preise verleihen und die Gedichte vortragen werden -  im Goethe-Institut in Stockholm bekannt.


 

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