Freiraum
Ein Freiheitsprojekt

Freiräume © Goethe-Institut Ljubljana

Freiheit in Europa – was ist ihre Basis und wodurch wird sie bedroht?

Für Ljubljana bedeutet das, sich mit folgenden Gedanken zu beschäftigen:
Europa ist im Begriff sich zu verändern. Populistische und nationalistische Parteien finden in vielen Ländern immer mehr Anhänger. Die Skepsis gegenüber der EU ist nicht auf Großbritannien beschränkt. Drastisch strenge Maßnahmen geißeln Portugal, Spanien und Griechenland. Und der Integrationsprozess schreitet mit unterschiedlicher Geschwindigkeit voran, so dass sich Länder wie Rumänien oder Bulgarien an den Rand gedrängt sehen. Kurz gesagt: Europa muss sich mit Herausforderungen auf vielen Ebenen auseinandersetzen und ist auf der Suche nach Lösungen.
In der ersten Phase dieses Projekts entwickelte jede teilnehmende Location eine Frage zum Konzept Freiheit.

„Freiraum“: Ljubljana:




Ljubljana ist eine der 38 Städte, die sich am Projekt „Freiraum“ beteiligen. Während eines Ein-Tages-Workshops, der vom Goethe-Institut Ljubljana organisiert und vom RTV-Journalisten Igor Juric moderiert wurde, warfen Bürger aus Ljubljana und Umgebung Probleme auf, die ihre Auffassung von Freiheit bedrohen und ihre Stadt und ihr Land betreffen. Sie benannten die folgenden Hauptherausforderungen:

Frage 1:
Die slowenische Zivilgesellschaft und NGOs geraten immer wieder mit den staatlichen Behörden aneinander – im Fall von kulturellen NGOs arbeiten wir an einem strukturierten Dialog mit dem Kulturministerium, während die Gesetzgebung in Bezug auf NGOs noch immer nicht implementiert wurde.
Es gibt keinen ausgeglichenen Dialog zwischen gleichgestellten Partnern – auf den die Slowenen schon lange warten.

Frage 2:
Wir sind uns zwar alle der Menschenrechte bewusst, doch viel zu oft werden sie als selbstverständlich betrachtet.  Der Staat berücksichtigt Menschen/Bürger nur, wenn sie gebraucht werden. Um mit Hannah Arendts Worten zu sprechen: Bürger werden zu „frei verfügbaren Menschen“.

Frage 3:
Aufgabe der Slowenen ist es, passende Lösungen zur Umsetzung der Menschenrechte wie Meinungsfreiheit und zur Abschaffung schlechter Arbeitsbedingungen zu finden. Licht auf diese Dinge zu richten.
Um all die Diskussionen auf eine Schlüsselfrage zu bringen, einigte sich die Gruppe auf Folgendes:
Wie können die Slowenen einen ausgeglichenen Dialog zwischen gleichgestellten Partnern mit all ihren Menschenrechten wiederherstellen, ohne als „frei verfügbare Menschen“ im Sinne von Hannah Arendt benutzt zu werden?
 
PARIS – Partner von Ljubljana! Der Bürgermeister von Ljubljana wäre glücklich sagen zu können, dass Ljubljana schöner als Paris ist, stimmt‘s??
Nach dem ersten Treffen mit allen 38 am Projekt beteiligten Mitgliedern in Brüssel – einem Algorithmus mit einem Kriterium: die jeweiligen zwei Partnerstädte dürfen nicht mehr als 1000 km Entfernung (Luftlinie) voneinander entfernt sein – wird Ljubljana als Projektpartner von Paris gewählt:
Die Arbeitsgruppe findet sich nun zusammen. Das erste Treffen der Gruppe Ljubljana-Paris wird Ende Februar sein. Dann geht es darum, den ersten Grundsatz des Projekts der nunmehr bilateralen Projektgruppe festzulegen.