Seminar für DaF-Lehrkräfte DaF-Mosaik

Best Practice Seminar © Colourbox.de

Sa, 13.03.2021

Best Practice Seminar

Best Practise Beispiele

Das Best-Practise-Seminar "DaF-Mosaik" ist im März 2020 coronabedingt ausgefallen, deswegen werden die gelichen Inhalte vom vorigen Jahr angeboten.  

Es handelt sich um ein Seminar an dem slowenische Deutschlehrkräfte aus dem Primar-, Sekundar- und Tertiärbereich ihren Kolleginnen und Kollegen in Form von Simulationen verschiedene Unterrichtseinheiten in der Klasse präsentieren.

Der Erfolg Ihres Deutschunterrichts und die Motivation Ihrer Schülerinnen und Schüler hängen eng miteinander zusammen. Aufgrund Ihrer jahrelangen Berufserfahrung wissen Sie, was bei Ihren Schülerinnen und Schülern „am besten ankommt“. Gleichzeitig würden Sie aber gerne wissen, ob es andere, vielleicht noch bessere Lösungen für Ihren Unterricht gibt? Das Seminar liefert im Rahmen eines kollegialen Erfahrungsaustausches Best-Practise-Lösungen aus der Praxis.

Zielpublikum:
-DeutschlehrerInnen an Grundschulen
-DeutschlehrerInnen an Berufs-und Fachmittelschulen bzw. Gymnasien
-DeutschlehrerInnen an Fachhochschulen und Fakultäten
-DeutschlehrerInnen an Sprach- und Volkshochschulen 

Teilnehmerzahl: mindestens 10; höchstens 20 Personen

Teilnahmebedingung: Teilnahme am ganzen Seminar.
 
Teilnahmebestätigung: Wird nach dem Seminarende ausgestellt und an Teilnehmende per Post geschickt.

Programm: Referent*innen und ihre Beiträge:

Wie kann ich das Thema "Digitale Spuren" in meinem DaF-Unterricht schülerorientiert behandeln: Marjetka Marko (Goethe-Institut Ljubljana)
Ist es sinnvoll, Kindern bzw. Jugendlichen den Zugang zum Internet und allen Online-Diensten zu verbieten bzw. diesen einzuschränken bzw. zu überwachen? Oft gelingt es nicht, weil Digital Natives mit digitalen Technologien aufgewachsen sind und in ihrer Benutzung geübt sind,  denn z. B. schon Kleinkinder bekommen von Eltern ein Handy in die Hand gedrückt.
Deswegen lohnt es sich – meiner Meinung nach – unsere Schüler dazu anzuregen, ihr digitales Image zu überdenken, um (verantwortungs)bewusster ins Netz zu gehen bzw. alle Online-Dienste altersangemessen und vernünftig zu nutzen. Im Workshop werden wir vorerst den eigenen digitalen Fußabdruck erkunden und uns dann mit weiteren damit verbundenen Themen auseinandersetzen. Im Netz geht nämlich nichts verloren, daher ist Sensibilisierung der Schüler*innen für eine überlegte Nutzung von digitalen Technologien u. a. der erste Schritt zum guten Ruf online.

Alles nur Theater - Dramapödagogik für Schüler*innen: Nina Strašek (Goethe-Institut Ljubljana)
Wozu das ganze Theater? Schon der Schweizer Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi behauptete, dass ein effektives Lernen nur mit Kopf, Herz und Hand erfolgreich sein kann. Heute nennen wir diese lebendige Unterrichtsmethode in der Fremdsprachendidaktik Dramapädagogik, performatives Lernen oder einfach gesagt: Theater spielen im Unterricht. Diese Methode, die heute von den Neurowissenschaften positiv belegt wird, setzt die körperlich akzentuierte Lernkultur in ein neues und lebendiges Licht. In diesem Workshop werden folgende Themen angesprochen und an Beispielen aktiv ausprobiert und erfahren:

• die Spiellust bei Lernenden wecken
• die non– und verbale Sprache im Unterricht
• aus verschiedenen Texten Spielszenen gestalten
• wie man aus einem Raum eine einfache Bühne gestaltet
• Ausdrucks– und Darstellungsübungen
• und natürlich Material zum selbst weiter arbeiten und ausprobieren

Junge Erwachsene und ihre Zukunftsperspektiven - Das Tagebuch der Anne Frank: Dr. Jolanda Lazar (Grundschule Šalovci)
CLIL ist ein pädagogischer Ansatz, der das Thema mit einer Fremdsprache verbindet und neue Lernprozesse auslöst – auf den Grundlagen des Konstruktivismus (Dewey, Piaget und Vigotski), der eine ganzheitliche Sicht auf das Lernen als eine kognitive und emotional-motivierende und soziale Aktivität vermittelt.
Bei diesem pädagogischen Ansatz ist es von größter Bedeutung, den Ausgangszustand der Fach- und Sprachkenntnisse zu diagnostizieren und Feedback zu geben (formatives Begleiten und Bewerten). Dabei ist es wichtig, die Schüler einzubeziehen um einen selbstkritischen Ansatz zu entwickeln.
In meinem Workshop stelle ich eine Unterrichtseinheit (Deutsch als erste Fremdsprache) vor, in der fächerübergreifend geplant, unterrichtet und gelernt wird; in der die Schüler relevante Fakten lernen, in der sie ihre Meinung, Perspektive und gelebte Mehrsprachigkeit zum Ausdruck bringen können.
Als Ausgangstext habe ich das Tagebuch der Anne Frank auf Deutsch gewählt. Zuvor habe ich die Lehrpläne für Deutsch, Geschichte und Slowenisch in der 9. Klasse der Gesamtschule gründlich studiert.
Wir werden uns intensiv mit dem Prozess der Unterrichtsplanung auseinandersetzen.

"Ich will erzählen. Also spreche ich": Mojca Velušček (Grundschule Medvode)
TREND BEIM DEUTSCHLERNEN: Lernen genießen, Spaß am Sprechen haben, Herausforderungen, Erlebnisse. Ohne Hausaufgaben, Leistungsdruck, Langeweile. Und zum Schluss werden NATÜRLICH (gute) Resultate erwartet. (Wie) Geht das? – Ja, aber … Möglichst viel  »Auf Deutsch, bitte. ;-)«. 
Im Workshop testen wir die Mnemotechniken, bei denen der Schüler nach der Lernstunde mithilfe der Kodierung fähig ist, eine neue Kurzgeschichte zu erzählen. Solche Lernsituationen sind ein soziales Erlebnis: Die Lernenden helfen sich untereinander und sind füreinander verantwortlich. Der Schüler lernt also gemeinsam mit andern Gruppenmitgliedern die Geschichte/das Lied von Wort und Satz bis zum Text selbstbewusst zu präsentieren.
Ausprobiert werden folgende Unterrichtssituationen:
  • eine Geschichte kodieren,
  • diese Geschichte mit Codes zu erzählen,
  • die Geschichte in Paaren oder in Gruppen präsentieren;
  • eine Bildergeschichte vorlesen,
  • Bilderlieder singen oder deklamieren.
Am Ende gibt es eine interaktive Prüfung.  Voraussetzung: Handy mit mobilem Internetzugang zur Webseite: https://kahoot.com/ 

Anmeldung  Bitte schicken Sie das ausgefüllte Anmeldeformular bis zum 6. März 2021 per E-Mail oder Post an:
Goethe-Institut Ljubljana
Katja Bradač
Mirje 12
SI-1000 Ljubljana
Tel: 00386-1-3000312
katja.bradac@goethe.de   

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