Film Tage des deutschen Films: "Jakob der Lügner"

Jakob der Lügner © Jakob der Lügner

Mi, 18.10.2017

Goethe-Institut Ljubljana

Mirje 12
1000 Ljubljana

Jakob der Lügner

R.: Frank Beyer, DE 1974/75, Blu-ray, Farbfilm, 100'

1944, in einem polnischen Ghetto: Jakob Heym schnappt zufällig die Meldung auf, dass die Rote Armee auf dem Vormarsch sei. Die Nachricht könnte den Hoffnungslosen im Ghetto neuen Mut machen. Um sie zu verbreiten, muss Jakob lügen, denn die wahren Umstände, unter denen er zu seinem Wissen kam, sind viel zu unwahrscheinlich, als dass sie jemand glauben könnte. Sie stammt aus dem Quartier der Gestapo, Jakob hätte sie niemals mitbekommen dürfen. Er behauptet, er habe bei sich ein Radio versteckt. Von da an muss er notgedrungen weitere Nachrichten erfinden; die Opfer im Ghetto schöpfen neue Hoffnung, die Zahl der Selbstmorde geht zurück. Doch Jakobs Erfindungsreichtum kann die Deportation am Ende nicht verhindern.

Jakob der Lügner ist der einzige DEFA-Film – und so auch die einzige Produktion der gesamten Filmgeschichte der DDR – der 1977 für den Oskar nominiert wurde. Nicht nur das; Als 1975 Berlinale sein Silberjubiläum feierte, wurde der Film für den Wettbewerb ausgewählt und der tschechoslowakische Hauptdarsteller Vlastimil Brodský mit dem silbernen Bär ausgelobt.

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