Science Slam

Science Slam
Foto ©: Agence La Solution/Abibou Gueye

Sollte eines Tages die Einheit Afrikas eine Realität werden, würde dies nur durch einen kollektiven Willen geschehen.
In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Kamerun hat sich das Goethe-Institut Dakar, indem es den Wettbewerb « Science Slam, über die Grenzen hinaus » organisierte, diese Herausforderung gestellt.

« Science Slam » ist eine Plattform, die Wissenschaftlern ermöglicht, ein für sie charakteristisches Universum auf künstlerischer Art und Weise zu schildern, indem sie in Form von Poesie und freien Versen eine wissenschaftliche Arbeit für ein nichteingeweihtes Publikum vorstellen.

Für seine erste Auflage in Senegal konnte dieses Projekt, das vor zwei Monaten noch im Anfangsstadium war, dank der Anstrengungen und der Entschlossenheit der Direktorin der Bibliothek des Goethe-Institutes Bouya Fall realisiert werden. Bei der Realisation dieses Projektes bat sie den Slamer Kemit um Hilfe, damit er die Workshops für die Vorbereitungen des großen Finales koordiniert.

Nach einer Ausschreibung bewarben sich mehrere Kandidaten und fünf darunter wurden ausgewählt, um an den Workshops für das Schreiben und die Einweihung zur Slamtechnik teilzunehmen. Damit alle das gleiche Vorbereitungsniveau am Tag des Wettbewerbs haben, profitierten die Kandidaten zwei Wochen lang von Kemits künstlerischem Know-how.

In einer zugleich fleißigen und entspannten Stimmung fanden die Workshops Tag für Tag statt. Die Sitzungen der Workshops waren über Themen wie das Sprechen in der Öffentlichkeit, über Aussprache- und Intonationsübungen, die Beherrschung des Atems und das Arbeiten auf Texten.

Im Goethe-Institut Kamerun wurde die Slamerin Lydol beauftragt, die Workshops und die Vorbereitung der Kandidaten zu koordinieren. 

 Am Samstag, dem 14. Mai 2016 fanden am selben Tag die Restitution der Workshops und das Finale des "Science Slam" Wettbewerbs statt.

Für Senegal traten folgende Teilnehmer auf: Trinité Diatta mit dem Thema "l'invasion territoriale en Casamance" (Die territoriale Invasion in der Casamance), Oumar Ndiaye mit "Compétences informationnelles" (Informationelle Kompetenzen) und Joseph Mendy mit "Les maladies dans la Société » (Die Krankheiten in unserer Gesellschaft). Kamerun war mit diesen vier Kandidaten und ihren jeweiligen Themen vertreten: NYOUMA Achille "Étude du potentiel de germination précoce des graines du palmier à huile" (Studie über das frühzeitige Keimen der Palmölkörner), JENGU JENGU Guy Beaudry «Dynamiques de construction de l'agenda de l'Union Africaine en matière de défense et de sécurité: sociohistoire des opérations de maintien de la paix sous mandat de l'union Africaine 2001-2014» (Aufbaudynamik des Agenda der Afrikanischen Union für Verteidigung und Sicherheit: Sozialgeschichte der Friedenssicherungseinsätze der Afrikanischen Union 2001-2014 ». DJAMEN TCHETGNIA Boris «Rente pétrolière, corruption et croissance économique au Cameroun» (Erdöleinnahme, Korruption und Wirtschaftswachstum in Kamerun); TCHOUMEGNI Hugues « Responsabilité sociale des entreprises et création de valeur » (Soziale Verantwortung der Unternehmen und Wertschöpfung).

In Senegal waren die Lehrerin, Schriftstellerin und große Slam-Bewunderin Frau Andrée Marie Diagne Bonané, die viele Fachkräfte in Senegal und in der Diaspora ausgebildet hat, der Journalist und Fotograf Herr Djibril Dramé und die Leiterin der Bibliothek des Goethe-Instituts Dakar Frau Bouya Fall Jurymitglieder. 

 Als die Kameras bereit für die Aufnahme waren und die Internetverbindung stabil war, konnte der Wettbewerb mit Hilfe einer Webcam, die den Kontakt zwischen dem Publikum aus beiden Ländern herstellte, endlich beginnen. Nachdem das Projekt präsentiert wurde, stellten beide Koordinatoren der Workshops zuerst die Finalisten vor, die der Reihe nach auftreten sollten. Nach den Vorstellungen begrüßte sich das Publikum aus Senegal und Kamerun gegenseitig.

Der Auftritt von Kandidat Nr. drei aus Senegal Joseph Mendy löste begeisterte Zurufe beim Publikum und bei der Jury.

Die Wahl fand, wie folgt, statt: Das senegalesische Publikum dürfte sowohl für seine Kandidaten als auch für die aus Kamerun wählen und umgekehrt.

Dann kam es zum Wahlergebnis. Andrée Marie Diagne Bonané, die Frau mit dem ewigen Lächeln, griff das Wort, um die Ergebnisse bekanntzugeben.

Für Senegal ist Joseph Mendy, der das Thema « Les maladies dans la société » präsentierte, Sieger dieser ersten Auflage von Science Slam; Auf Platz zwei ist Trinité Diatta mit "Invasion territoriale en Casamance". In Kamerun gewann Tchoumegni Hughes, der "La responsabilité sociale des entreprises et création de valeur » präsentierte, den ersten Platz dieser dritten Auflage von Science Slam.

Das große Finale wurde von der RTS (Senegalesischen öffentlichen Fernsehanstalt) auf professioneller Weise übertragen. 

In Dakar war das Highlight die Performance (show case) des sehr talentierten Sängers Ombre Zion, der eine noch feierlicher Stimmung auslöste, indem er es schaffte, alle Personen, die in diesem Saal Weimar anwesend waren, wo unsere Gewinner ihren ersten Sieg mit dem Publikum feierten, zum Tanz aufzufordern.

Für diese Premiere kann sich das Goethe-Institut freuen, diese Herausforderung angenommen zu haben. Für die nächsten Auflagen sieht es schon vor, Neuerungen einzuführen, selbst wenn im Grunde genommen, wie Kemit es im Laufe der Workshops immer wieder betonte: "Siegen war nie eine Kleinigkeit gewesen, aber im Leben sind manchmal Begegnungen schöner als Wettkämpfen".