Au Coeur de la Littérature Fruit de la patience, ein moralisches Werk

Fruit de la patience
Foto (Ausschnitt): Stéphanie Nikolaidis

In seiner Erzählung, die von einer persönlichen Geschichte inspiriert wurde, appelliert El Hadj Amadou Ngom Dièye, der von der Nostalgie der Sitten und Gebräuche der Vergangenheit ergriffen ist, an eine Rückbesinnung auf die  traditionellen Werte in der senegalesischen Gesellschaft.    

Zu Beginn seiner Erzählung präsentiert der Autor die Hauptfigur Mame Sokhna als ein gut erzogenes, vollendet höfliches, fleißiges und frommes Mädchen, das die Jüngste von drei Schwestern ist.

Nach dem Tod ihres Vaters und einer ersten Ehe, die nach einem Jahr scheiterte, heiratete die junge Frau zum zweiten Mal und wird mit den Schwierigkeiten und Ungerechtigkeiten der Partnerbeziehung konfrontiert. Als sie ins Haus der Familie ihres Mannes einzog, musste sie mit dem Missverstehen und dem Zorn der Familie des Ehemannes fertig werden. Um ihre Ehe zu retten, müssen sich Mame Sokhna und ihr Mann sowohl mental als auch in der Basis ihrer Erziehung sammeln, um diese Erlebnisse zu bewältigen.

El Hadj Amadou Ngom Dièyes Erzählung ist eine Verherrlichung, eine Würdigung von Werten wie Respekt, Widerstandskraft und Selbstaufopferung. Tugenden, die, wie er schreibt, „stets als Bezugspunkte und Grundlagen des Fortschritts für den sozialen und beruflichen Erfolg betrachtet werden“.

Schmerzlich bedauert der Autor, dass „wegen der verschiedenen Umwälzungen in der Gesellschaft die Regeln, die ermöglichen, dass Ehen stabil werden, heutzutage nicht mehr existieren. Die gegenwärtige Konjunktur ist der Grund dafür, dass das gegenseitige Verständnis, die Widerstandskraft und die Geduld, die die Grundlage für jede Ehe bilden sollten, nicht mehr verankert sind“.

Er fügt hinzu, dass „die heutigen Ehen bedauerlicherweise durch Lüge, Missverständnis, Materialismus und Untreue gekennzeichnet sind. Diese Merkmale sind Hindernisse (…) und in den meisten Fällen Gründe für Scheidungen“ und er informiert über die Notwendigkeit, dass „die gegenwärtigen und zukünftigen Generationen dank einer Erziehung, die ab dem Jugendalter von den Eltern kontinuierlich angeboten werden soll, eine Kultur der Ehe haben“.

„Ständig kommt es zu Störungen. Am Beispiel von Mame Sokhna, ist es natürlich unsere Angelegenheit, mit letzteren fertig zu werden und diese Hindernisse zu überwinden, indem wir uns auf unsere Werte und unseren Glauben stützen“, schreibt er.