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NEW SPACES - Cultural Policies

Der politische Wandel seit Anfang des Jahres 2019 eröffnete im Sudan neue Wege, um Kunst, Kultur und Diskurse in die Öffentlichkeit zu tragen. Zuvor gab es nur gering Einflussmöglichkeiten für Kunst- und Kulturschaffende wie sie zukünftig in ihrem Land arbeiten wollen. Mit dem Projekt NEW SPACES Cultural Policies möchte das Goethe-Institut eine Plattform für einen bereits entstehenden Diskurs bieten, sodass sich vermehrt zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure in kulturpolitische Entscheidungsprozesse einzubringen können.

Zurück zu Dialog und Wandel
NEW SPACES - Cultural Policies© Goethe-Institut / Mohamed Faisal

Seit Anfang des Jahres 2019 durchlebt der Sudan einen massiven politischen Umbruch: In monatelangen Protesten, die sich zunächst gegen gestiegene Brotpreise sowie einen Mangel an Benzin und Bargeld, jedoch bald gegen das Regime richteten, wurden die Forderungen „Freiheit, Friede, Gerechtigkeit“ charakterisierend. Im April 2019 wurde Langzeitpräsident Omar al-Baschir vom Militär abgesetzt. Nach diesem Umbruch gab es zum ersten Mal Möglichkeiten zur freien Meinungsäußerung auch über eine kulturelle Neuausrichtung des Sudan.

Mit der Einberufung des Kabinetts am 5. September 2019 begann schließlich auch politisch eine neue Phase im Land. Diese geht mit einer schrittweisen Demokratisierung von Entscheidungsfindung und einem vermehrten Einfluss unabhängiger zivilgesellschaftlicher Akteurinnen und Akteuren einher. Es eröffnet sich so zum ersten Mal die Möglichkeit für Künstlerinnen und Kulturakteure sowie Kulturorganisationen und -zusammenschlüssen sich in politische Entscheidungsprozesse einzubringen.

Aufgrund des Mangels an Einflussmöglichkeiten vor allem unabhängiger Kulturorganisationen sowie -akteurinnen und akteuren während des früheren Regimes, besteht großer Nachholbedarf an Diskussionen, wie Künstlerinnen und Künstler und Kulturschaffende in Zukunft im Land arbeiten wollen und welche Unterstützung sie von politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern erwarten. An diesem Punkt setzt das Projekt NEW SPACES Cultural Policies an.

Das Projekt will eine Plattform für einen bereits entstehenden Diskurs über Kultur und Kunst im Sudan, deren Einfluss auf die Gesellschaft und die Möglichkeiten, wie Kultur und Kunst von politischen Entscheidungsträgern unterstützt werden können, befördern. Dieser soll dabei möglichst breit und inklusiv im ganzen Land geführt werden. Zunächst dient hierfür eine umfangreiche Umfrage zur aktuellen Situation von Kunst- und Kulturschaffenden im ganzen Land dazu die drängendsten Probleme und Anliegen der Kunst- und Kulturschaffenden zu identifizieren.

Um einen Diskurs über diese Themen anzuregen, organisiert das Goethe-Institut verschiedene Diskussionsforen, in denen sich Kulturakteurinnen und -akteure über die wichtigsten Themen austauschen können. Als Perspektiverweiterung bringen sich auch internationalen Expertinnen und Experten aus dem Gebiet der Kulturpolitik mit ein: Besonders durch Einblicke aus anderen Transformationskontexten soll ein Lernen von erfolgreicher und weniger erfolgreicher Kulturpolitik nach Umbruchsituationen in anderen Ländern möglich werden. Die Diskussionsforen werden in verschiedenen Teilen des Landes übertragen und sollen so einen breiten Diskurs ermöglichen. Letztendlich leisten die Diskussionsforen auch einen wertvollen Beitrag zur Vernetzung der verschiedenen Akteurinnen und Akteure, sodass langfristig eine nachhaltige Zusammenarbeit gefördert wird.

„NEW SPACES Cultural Policies“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts, gefördert durch das Auswärtige Amt.

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