Ein Text von Samuel Akpene Wilsi
Inszeniert von Akofa Kougbenou
Lichtgestaltung: Daniel Duevi-Tsibiaku
Das Stück
„Ich gehe nach Europa“. Wie oft haben wir diesen Satz schon von Freunden oder Familienmitgliedern gehört? Die Verarmung von afrikanischen Ländern schreitet schnell voran, trotz zweitstelliger Wachstumsraten, welche die Verarmung nur noch mehr betonen und es sogar rechtfertigen. Alle Tricks werden angewandt, um das Ziel zu erreichen, denn das bedeutet mit vollen Taschen zurückzukehren oder zumindest die zurückgebliebene Familie und Freunde finanziell zu unterstützen.
„Die Liebe in G-Dur“, ein Theaterstück geschrieben von Samuel Wilsi, erzählt uns die Geschichte von Hippolyte, einem jungen Togoer, der sich auf den Weg nach Deutschland gemacht hat. Seine Verlobte Sarah wartet auf ihn. Seit Jahren verspricht er ihr, dass sie sich wiedersehen. Den Worten folgen keine Taten und so beendet Sarah die Beziehung im Laufe der Monate, da sie mit einem ihrer Freunde, Fidèle, anbändelt, der sich für sie zu interessieren scheint. Hippolyte kehrt schließlich zurück und man entdeckt, dass er sowohl Sarahs Mutter versprochen hat sie mit nach Deutschland zu nehmen, als auch gegen Geld (ohne dessen Wissen) ihrem Ehemann. Seine Rückkehr löst im Viertel helle Aufregung aus, da die unglaublichsten Menschen dort bereit sind ihm zu folgen.
Um das Ganze noch schlimmer zu machen, vergibt eine Radioshow „Exo FM“ noch Ratschläge zur illegalen und legalen Auswanderung.
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