Nach einer Erzählung von Wolof, herausgenommen aus dem Buch „Mamadou und Binéta“ in einer Aufführung nach Marléne Douty und Junior Esseba
„Die Inszenierung von „Omar und die Kalebasse“ war für mich eine große Herausforderung gewesen. Der Text ist Teil einer scheinbar gemeinsamen Geschichte, aber man muss die Knotenpunkte szenisch entwirren, um den Zuschauer durch die geliehenen Dialekte nicht zu verwirren. Die Linie zur Umsetzung und Inszenierung war in meinem Kopf sehr klar. Es sollte ein zeitgenössisches Stück werden, das sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht. Um dieses Ziel zu erreichen, mussten mehrere artistische Disziplinen eingebaut werden. Es war daher notwendig, eine exegetische Lektüre zu entwickeln, die eine gute szenische Umsetzung erlaubt. Um das zu machen, habe ich viele unterschiedliche Techniken angewandt und mit verschiedenen Nuancierungen bis ins Detail gearbeitet. Für mich gibt, kommt nichts ins Theater ohne ihm zusätzliches Leben zu geben. Wir müssen einen neuen und anderen Weg anbieten das Gewöhnliche darzustellen.
Zu Beginn bestand die Arbeit vor allem in der Montage von Materialien, vor allem durch die Auftritte von Komödianten, die ihre Erfindungsgabe gezeigt haben, in dem sie die Tricks der Kindheitsspiele auf die Bühne gebracht haben. Das hat enorm dabei geholfen die Charaktere des Stückes zu formen. Dabei habe ich ihnen Freiheiten gelassen, um ihre Kreativität zu stimulieren und um sie auf der Suche nach ihrer Kindheit voranzubringen. „Omar und die Kalebasse“ bietet den Zuschauern Charaktere, die sogleich stark und schwach, fröhlich und traurig, friedlich und kriegerisch, ruhig und ängstlich, aber vor allem lustig sind. Die Komik mischt sich mit der Melodramatik und nimmt den Zuschauer mit in eine Welt der Behaglichkeit“. Junior Esseba
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