Film mit anschließender Diskussion
Ein Film, geschrieben und realisiert von Jürgen Ellinghaus und Hubert Ferry.
Frankreich & Deutschland/ 2005 bis 2006/ 86 Minuten.
Zur Zeit der Kapitulation 1940 nahm sich ein französischer Infanterist im Dorf von Housseras das Leben. Vier Jahre später wurde er als Soldat DOBLIN, Vincent identifiziert. Aber seine wahre Identität, sein Leben und seine Geschichte wurden erst später entdeckt: Es war der Mathematiker Wolfgang Döblin, ein Sohn des berühmten deutschen Schriftstellers Alfred Döblin („Berlin Alexanderplatz“), der als Nazi-Gegner und Jude im Jahre 1933 mit seiner Familie aus Deutschland fliehen musste. Eingebürgert im Jahr 1936 setzte Wolfgang Döblin während seines Militärdienstes und während der extremen Bedingungen des ungeheuren Kriegs seine Recherchen zu den zufallsbedingten Bewegungen in der Wahrscheinlichkeit fort. Seine letzten Manuskripte („Über die Gleichung des Kolmogoroff“), verwahrt als versiegelter Umschlag an der Akademie der Wissenschaften in Paris im Februar 1940, wurden bis ins Jahr 2000 nicht untersucht. Seine Arbeiten wurden heute wiederentdeckt: Seiner Zeit weit voraus wird Wolfgang Döblin zu den großen Pionieren der modernen Wahrscheinlichkeitsrechnung, den Mathematikern des Zufalls, gezählt.
Bild: Philippe Costantini, Thomas Keller, Arlette Girardot.
Ton: Jean-Pierre Fénié, Damien Turpin.
Schnitt: Nicolas Barachin, Françoise Arnaud, Anne Lagarde.
Produktion: AMIP
Koproduktion : RBB-ARTE.
Vertrieb: Doc & Films / K-Films
Im Anschluss findet eine Diskussion mit einem der Regisseure statt.
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