Theater Le fil noir

Ein Text von Charles Manian, inszeniert von Joël Amah Ajavon, assistiert von Babatoundé Paraiso. Interprétation: Follykoué Adanlété und Marléne Douty. © Compagnie Carrefour

Donnerstag, den 22. Juni 2017; 19:00Uhr

Goethe-Institut Lomé

Theater, Le fil noir

Theater

Ein Text von Charles Manian, inszeniert von Joël Amah Ajavon, assistiert von Babatoundé Paraiso. Interprétation: Follykoué Adanlété und Marléne Douty.
Nach ein paar Wochen öffnete sie ihm die Tür. Er tritt ein, auf seinen Lippen ein Lächeln, breit und undurchdringlich. Heiß wie die Äquatorsonne, dicht wie ein Regenwald, Jahrhunderte der Geschichte mit sich tragend. Der Schmerz ist eingraviert wie ein Tattoo. Sie legte ihren Kopf auf seinen schwarzen Bauch und hoffte. Das Lied, entsprungen aus der Tiefe, war wie das eigene. Die bittere und brutale Einsamkeit, sagte sie sich, ließ sie zusammenrücken. Sie hatten die gleiche Farbe,  das gleiche Unglück (einer Kurve folgend wie in Bumerang), den gleichen Abgrund, wenn der Morgen seine Lider öffnete. Sie waren aus der Peripherie, aus einem Land einer anderen Welt.
 „Le fil noir ist ein Text, der zeigt, welch Gewalt die aktuelle Welt in sich trägt. Der Ton ist direkt und die Ereignisse sind mit einer ätzenden Einfachheit verbunden. Der Kurs von Ménélik in dieser von Hoffnung und Schmerz durchdrungenen Geschichte entblößt die Illusion des Eldorados. Unsere erste Sorge während des Prozesses war: Wie hinterfragen wir die Blicke auf diese Geschichte? Ich entschied mich für ein Duo, das abwechselnd die Geschichte von Ménélik trägt. Bald Zeugen, bald Erzähler oder selbst Personen, wechseln sie Körper und Kostüme. Das visuelle Universum ist weiß und schwarz. Die Kostüme zeigen im Kontrast dazu symbolisch die Vielfalt. Das heute auf die Bühne zu bringen ist eine Parole, eine Position, um zu verkünden: Le fil noir ist Selbsthilfe und Hoffnung.“
 

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