Theater „Wir Schwarzen müssen zusammenhalten“ – Eine Erwiderung

„Wir Schwarzen müssen zusammenhalten“ – Eine Erwiderung  (Filmstill © Eike Zuleeg) Filmstill © Eike Zuleeg

Sa, 24.04.2021

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Nancy Mensah-Offei, Komi Togbonou, Michael Pietsch und Martin Weigel (v.l.n.r.) in „Wir Schwarzen müssen zusammenhalten“ – Eine Erwiderung (Filmstill © Eike Zuleeg)

Eine bayerisch-togoische Zeitreise von und mit E. Agbédjidji, R. Alfa, P. Assem, J. D. Bessoga, O. Ebert, D. Galiao, J.-C. Gockel, D. Kalanféi, J. Kurzweg, N. Mensah-Offei, M. Pietsch, K. Togbonou, M. Weigel, E. Zuleeg

Am Anfang dieser internationalen Stückentwicklung stand die Konfrontation mit einem ungeheuerlichen Zitat von Franz-Josef Strauß aus dem Kontext seiner Freundschaft mit dem ehemaligen togoischen Präsidenten Gnassingbé Eyadéma: "Wir Schwarzen müssen zusammenhalten!". Ein schiefes Bild, das einen Zusammenhalt zwischen dem schwarz-konservativ regierten Bayern und der früheren deutschen Kolonie Togo entwirft und dabei Machtverhältnisse, wirtschaftliche Interessen und die politische Situation in einer Jahrzehnte dauernden Herrschaft überdeckt. Ein Zitat als Symptom verdrängter kolonialer Schuld und postkolonialer Verstrickung Deutschlands, deren Aufarbeitung gerade erst beginnt. Eine Aussage, die einer Erwiderung bedarf.

Lässt sich von hier aus noch von Begegnung, von Dialog, von Zusammenhalt sprechen, und wie?

Im Austausch zwischen togoischen Künstler*innen und einem Team der Münchner Kammerspiele entwickelt, erzählt das doku-fiktionale Mash-up aus Schauspiel, Puppenspiel, Comic und Film die Zeitreise einer futuristischen Geisterjägerin. Sie entlarvt koloniale Phantome und verfolgt sie bis in die heutigen Köpfe.

Livestream:
https://ww1.muenchner-kammerspiele.de/inszenierung/wir-schwarzen-muessen-zusammenhalten-eine-erwiderung-at

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