Filmvorführung & Diskussion Film is Her Notebook: Shorts curated by Lisabona Rahman

Film is Her Notebook © Ute Aurand

16. November 2019
um 13:00 Uhr

Thai Film Archive, Salaya

Diskussion mit Ute Aurand und der Kuratorin Lisabona Rahman nach der Filmvorführung

2018 recherchierte die indonesische Filmkuratorin und -Archivistin Lisabona Rahman im Berliner Arsenal Film Archiv im Rahmen des Living Archive Residenzprogramms. Der Fokus ihres Interesses lag auf filmischen Arbeiten von Filmemacherinnen. Während dieser Recherche traf sie die Filmemacherin Ute Aurand.
 
Ute Aurand ist seit ihrer Studienzeit 1979 in Berlin als Filmemacherin und seit 1990 als Filmkuratorin tätig. Ihre Arbeiten zeigen Menschen und Landschaften in ihrem Umfeld, wo auch immer sie sich aufhält. Ihre Filme verwenden Farben und Kompositionen wie Gemälde, bewegen sich wie Filme, sammeln persönliche Aufzeichnungen wie Tagebücher und entstehen in einem System, das gekennzeichnet ist von der Praxis des Filmemachens auf Zelluloid.
 
Neben dem Filmemachen kuratiert Ute Aurand Filmprogramme, die die Werke von Filmemacherinnen aus aller Welt dem cinephilen Publikum in Deutschland präsentiert. Ihre kuratorische Arbeit zeigt die vielfältigen Möglichkeiten, wie Filmaufnahmen von Frauen als eine Art Notizbuch zur Erfassung ihres persönlichen Umfelds genutzt werden, später präsentiert in Form eines Films. Das Medium Film hat eine physische Dimension, genau wie ein Notizbuch oder ein Tagebuch, das Aufzeichnungen über das Leben der Filmemacherin und ihre Emotionen enthält. Anders als ein Tagebuch (oder Hobbyaufnahmen) sind diese Filme für die Öffentlichkeit bestimmt und schaffen so eine interessante Mischung aus persönlicher Dokumentation und künstlerischem Ausdruck.
 
Film Programm

“Film is Her Notebook” curated by Lisabona Rahman

Gesamtdauer des Filmprogramms 73 Minuten, gefolgt von einer Diskussion mit Kuratorin Lisabona Rahman. Alle Filme werden im 16mm-Format gezeigt.
 
A Portrait of Ga, Margaret Tait, (1952, 4 Min.)
Porträt einer Mutter aus der Perspektive einer Tochter.
 
Notebook, Marie Menken, (1962, 11 Min.)
Eine Sammlung von Atmosphäre und Geschehnissen wie von der Filmemacherin in New York beobachtet und erlebt.
 
Colour Poems, Margaret Tait, (1974, 11 Min.)
Eine Montage handgemalter und handgekratzer Fotografien und Lyrik als Erinnerung der Filmemacherin an den Bürgerkrieg in Spanien.
 
O-de-ka-ke Diary, Utako Koguchi, (1988, 47 Min.)
Eine mentale Reise durch die körperliche Reise einer Frau durch urbane Räume und Landschaften.
 

15:00 Uhr
“Rasendes Grün mit Pferden” von Ute Aurand
Filmlänge 82 Minuten, gefolgt von einer Diskussion mit Filmemacherin Ute Aurand. Der Film wird im 16mm-Format gezeigt.
 
Für Ute Aurand ist „Rasendes Grün mit Pferden“ eine Sammlung kurzer Beobachtungen und Begegnungen, gefilmt zwischen 1999 und 2018 auf Reisen, zu Hause, mit Freund*innen und allein. Es sind private Gesten, die ihre Aufmerksamkeit wecken, spontan gefilmt jenseits von Erzählung oder Dokumentation.

 
 

Zurück