Moodha Okhra teaser © Yacine Labidi

Moodha Okhra

Mode einmal anders.

Eine Initiative des Goethe-Instituts Tunis und des Kollektivs Pontalent, in Partnerschaft mit der Schule Convergence, Creative Tunisia und der Stiftung Indigo.
 
Das Goethe-Institut Tunis und das Kollektiv Pontalent haben gemeinsam das Bildungsprojekt « Moodha Okhra » aufgebaut. Sie reagieren damit auf die aktuelle Situation, in der Umweltschutz, Fast Fashion (also kurzlebige Modeerscheinungen) und vor allem der Umgang mit unverkauften, aber möglicherweise wiederverwendbaren Kleidungsstücken zu vorrangigen und dringenden Herausforderungen werden. Das Projekt « Moodha Okhra » hat das Ziel, eine soziale Wirkung auf die tunesischen Akteur*innen auszuüben, die in Zukunft eine Bewegung für nachhaltige und verantwortliche Mode auslösen wollen.

Hinter dem Projekt « Moodha Okhra » steht die Vision, ein ergänzendes Netzwerk aufzubauen, das sowohl die lokalen Akteur*innen im Modebereich als auch die Zivilgesellschaft in einem gemeinsam aufgebauten Projekt vereint. Dieses Netzwerk hat den Anspruch, eine aktive Gemeinschaft von schöpferischen Kräften, Expert*innen und Persönlichkeiten, die sich für nachhaltige und ethische Mode engagieren, zusammenzuführen und zu sensibilisieren.
Das Projekt startet in zwei aufeinander folgenden Stufen. In der ersten Phase geht es darum, die große Öffentlichkeit für das Thema der nachhaltigen Mode zu sensibilisieren und Erziehungsarbeit zu leisten. In einer zweiten Phase sollen Unternehmer*innen und Projektträger*innen im Bereich der nachhaltigen Mode auf dem Weg zu einer eigenen wiederaufbereiteten Kollektion von Vertreter*innen der Schule Convergence, von Creative Tunisia und Expert*innen begleitet werden. Die unverkauften Kleidungssstücke dafür werden von der Stiftung Indigo gestellt.
 

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6 Projekt in der Mode, 6 unterschiedliche Welten

Entdecken Sie die sechs Kandidaten, die für die erste Ausgabe von Moodha Okhra ausgewählt wurden.

Der Aufruf zu Bewerbungen für das Projekt « Moodha Okhra », ist im Oktober 2020 ergangen. Sechs Projekte sind für das auf « Upcycling », also Wiederverwertung spezialisierte Begleitprogramm ausgewählt worden, das vom Goethe-Institut Tunis und dem Kollektiv Pontalent entworfen wurde und in Partnerschaft mit der Schule  Convergence, der Stiftung Indigo et Creative Tunisia umgesetzt wird.
Jede Kandidatin und jeder Kandidat, die an diesem Programm teilnehmen,  verpflichten sich, einen nachhaltigen Ansatz im Fertigungsprozess zu verfolgen.
 
6 candidats
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  • Über Workshops, die Expert*innen wie Imen Darmanin für Modegrafik, Myriam Dinari und Najah Rassas für Modedesign oder Salah Barka für künstlerische Leitung betreuen, werden die Kandidaten begleitet, die in Zusammenarbeit mit der Schule Convergence eine Upcycling-Kollektion schaffen wollen. 
 
  • Online-Kurse in digitalem Marketing finden über Iziweb oder « Talks » (Diskussionen) statt und werden von verschiedenen Expert*innen wie Mounir Beltaief oder Najen Nature begleitet.
 
  • Ende November haben die sechs Kandidat*innen bei einem Besuch im Lager der Stiftung Indigo eine außergewöhnliche Erfahrung gemacht. Ihre Herausforderung war, innerhalb von nur einer Stunde 30 Kleidungsstücke plus ein Accessoire auszuwählen. Salah Barka hat das Experiment gecoacht. Nach dieser Aufgabe haben die Kandidat*innen die Arbeit der Recherche und des Modedesigns aufgenommen, um aus den 30 ausgewählten Kleidungsstücken jeweils drei Looks auszuarbeiten. 
  • Moodha Okhra organisiert eine Serie von Webinaren unter dem Titel « Les talks autrements » (Gespräche einmal anders), die das Ziel haben, die große Öffentlichkeit für die Themen rund um nachhaltige Mode zu sensibilisieren. Diese Webinare werden engagierte Teilnehmer wie « Fashion Revolution » oder « Clear Fashion » einladen.
 
  • Die verschiedenen Podcasts werden weitergeführt. Außer der Präsenz bei Spotify oder Apple Podcasts wird Moodha Okhra eine Serie unter dem Titel “Designers et marques autrement” (Designer und Marken ganz anders) im tunesischen Dialekt vorbereiten. Die Serie hat als Ziel die Diskussion über nachhaltige Mode im tunesischen Umfeld mit der Teilnahme von Designer*innen und Unternehmer*innen, die Lösungen für das Problemfeld vorschlagen.
 
  • Außerdem werden private Talkrunden für die Teilnehmer*innen vorgeschlagen, zum Beispiel mit Nadia Jandoubi, der Gründerin von Najen Nature, oder ein Besuch in der Werkstatt für Färbung mit natürlichen Mitteln von Mohamed Ghassen Nouira.