Schnelleinstieg:

Direkt zum Inhalt springen (Alt 1) Direkt zur Hauptnavigation springen (Alt 2)
Tasawar Curatorial Studios© Goethe-Institut

Tasawar Curatorial Studios

Über die Kunst des Kuratierens in Tunesien.

Das einjährige Programm richtet sich an Künstler*innen, Kurator*innen, Kunstvermittlende und Kulturproduzierende, Kunstwissenschaftler*innen und Autor*innen, die daran interessiert sind, kuratorisches Handeln in ihre Praxis zu integrieren. Das Kurrikulum umfasst eine Reihe von theoretischen und praktischen Grundlagen für die kuratorische Praxis, diskursive Module zur Förderung von konzeptionellem Denken und Handeln, sowie eine Reihe von Forschungs- und Lernaufgaben, die sowohl individuelle wie kollektive Schlüsselkompetenzen fördern. Schwerpunkte dabei sind Moderieren, Vortragen und Schreiben.
 



Tasawar ws © Zayene Bechir


Mehr Informationen zum Projekt

Offene Lernumgebung

Das Programm zielt darauf ab, kuratorische Positionen zu entwickeln oder zu fördern, die an die bereits vorhandenen Expertise der Teilnehmenden anknüpft. TASAWAR ist ein Programm, das sich an Interessierte richtet, die hoch motiviert sind, die sich eigenständig organisieren können und die in der Lage sind, eigenverantwortlich innerhalb einer offenen Lernumgebung zu navigieren. Von den Teilnehmenden wird erwartet, dass sie sich in der Lerngemeinschaft engagieren und diese mitgestalten.

Online / Vor-Ort

Das internationale Programm umfasst sowohl Online- als auch Vor-Ort-Aktivitäten. Den Kern des Programms bilden 14-tägige Online-Workshops, die sogenannten "Studios". Sie sind eingebettet in eine Vielzahl von Co-Working-Einheiten und gemeinsame Praxisprojekte. 

Programm

TASAWAR Curatorial Studios umfasst Vorträge, Diskussionen und Trainings mit lokalen und internationalen Expert_innen für kuratorisches Handeln. Der Lernprozess zielt auf die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen für inhalts- und konzeptorientiertes Ausstellung-Machen sowie von Fähigkeiten in Kunstvermittlung und Publikumsentwicklung. Das Curriculum ist so angelegt, dass es Kompetenzen in der Analyse, Debatte und Kritik zeitgenössischer Kunstausstellungspraktiken fördert.

Die Forschung

Integriert in das Programm ist ein kollektives Forschungsprojekt zur zeitgenössischen Kunst in Nordafrika und Südwestasien (SWANA). Es umfasst auch Aktivitäten wie Atelierbesuche, Ausstellungsprojekte, Networking-Events und informelle Zusammenkünfte wie z.B. fachlicher Austausch im Café oder während eines Essens. Gemeinsam erkunden die Teilnehmenden die regionale Kunstszene, diskutieren die Bedingungen der zeitgenössischen Kunst auf dem afrikanischen Kontinent und in Südwestasien und erforschen Best-Practice-Projekte weltweit.
 

Die Praxisfelder

Das Programm beinhaltet drei kollektive Praxisprojekte und ein optionales Einzel- oder Teamprojekt. Die Praxismodule sind ein Ausstellungsprojekt, eine Konferenz und eine Publikation.

Die Website

Der gesamte Prozess des Programms wird auf der TASAWAR-Website abgebildet und die Website fungiert als interaktiver Treffpunkt. Auf der Online-Lernplattform stellen sich die Lehrenden und die Teilnehmenden vor. Zugleich finden sie hier das Programm und seien Updates, die aktuellen Aufgaben in Verbindung mit den Studios sowie die Vorbereitungen für die Praxisprojekte. Auf der Lernplattform werden auch die Lernmaterialien bereitgestellt, interessante Projekte geteilt und Lernerfolge publiziert. Die Website ist auch die Schnittstelle zu den Social-Media-Kanälen des Programms.

Die Sprache

Aufgrund der internationalen Ausrichtung des Studienprogramms ist Englisch die Hauptsprache. Zur Förderung des aktiven Austauschs zwischen den Sprachen und Dialekten der Teilnehmenden gibt es eigenständige Module, die “Moving Between Languages” heissen.

Die Aufgaben und Werkzeuge

Im Laufe des Studienjahres müssen die Teilnehmenden Interviews führen und dokumentieren, Ausstellungskonzepte entwickeln, kuratorische Statements schreiben, Vorträge vorbereiten und Kunstvermittlung betreiben. Das Programm beinhaltet auch wichtige Projektmanagement-Tools, von der Erstellung von Tabellenkalkulationen für die Budgetplanung bis hin zu Kommunikation und Website-Design. 

Das Arbeitspensum

TASAWAR-Stipendiaten müssen dem Programm mindestens 12 Stunden/Woche für Forschung, Studium und Experimente widmen. Während der Praxisprojekte steigt das Arbeitspensum auf 40 Stunden/Woche.

Die Kosten

Das gesamte TASAWAR-Programm wird als Stipendium gewährt, selbst müssen die Teilnehmenden die Kosten für Infrastruktur (Computer/Internet), Reise und Aufenthalt für die Praxisprojekte tragen. Jegliche Art von eigenständigen Finanzierungsanträgen der TASAWAR-Teilnehmenden wird vom TASAWAR-Team unterstützt.

Die Entwicklung des Programms

Die international tätige Kuratorin, Autorin und Hochschullehrerin Lehrerin Bettina Pelz entwickelte das Konzept und das Programm von TASAWAR, basierend auf ihren Erfahrungen, die sie in den letzten Jahren weltweit gesammelt hat. Seit 2014 arbeitet sie sehr regelmäßig in Tunesien. Ihre kuratorische Praxis hat einen starken Fokus auf Kunst-im-Kontext-Projekte, ihre Erfahrungen haben das Konzept des Programms geprägt. In den Händen von Emily Sarsam vom Goethe-Institut Tunesien wurde aus der Idee ein Programm. Seit 2020 ist Salma Kossemtini die Koordinatorin des Programms. Sie kümmert sich um den Informationsfluss, organisiert die Co-Working-Sessions und gewährleistet eine produktive Lernkultur.


Tasawar Curatorial Studios

Tasawar Curatorial Studios ist ein postgraduales Studienprogramm, das seit 2019 vom Goethe-Institut Tunesien realisiert wird. Dank der Unterstützung des Goethe-Instituts Rabat, des Goethe-Instituts Amman und des Goethe-Instituts Saudi-Arabien wird es ab 2021 zu einem regionalen Projekt ausgebaut.

Top