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Webinar Übersetungswerkstatt© Harman Şaner Çakmak

Begriffliche Grundlagen, methodische Orientierungen und Anwendungen
Online Seminar Übersetzungswerkstatt

Ist Übersetzungswissenschaft eine eigenständige Wissenschaftsdisziplin mit Anspruch auf institutionelle Ausgestaltung in Form eigener universitärer Fachbereiche, Institute und Seminare oder „nur“ eine Interdisziplin als fachbereichsfreies Forschungsfeld? Was ist überhaupt eine Übersetzung? Wie ist eine „gute“ Übersetzung möglich? Was sind Eigenheiten, Voraussetzungen und Anforderungen des Übersetzens und Dolmetschens?

Mit dem Online Seminar "Übersetzungswerkstatt" möchte das Goethe-Institut in Kooperation mit der Hacettepe Universität, Abteilung für Deutsche Sprache und Literatur und unter Leitung von Prof. Dr. Musa Saglam, die Gelegenheit schaffen, die Übersetzungsarbeit wissenschaftlich zu fundieren. Einerseits werden grundlegende theoretische und methodologische Fragen und Herausforderungen der Übersetzung vorgestellt und diskutiert, andererseits aber entsprechende Translationstechniken anhand von praktischen Beispielen von namhaften Übersetzer*innen aus Deutschland und der Türkei vermittelt.

Das Online Seminar findet zunächst im Juni statt und umfasst Online-Live-Sitzungen von jeweils einer Stunde.

Interessierte (angehende) Übersetzer*innen und Dolmetscher*innen mit weit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen können ortsungebunden und bequem teilnehmen und sich laufend und kostenlos online fortzubilden.


Die Termine

Musa Yaşar Sağlam ist Professor an der germanistischen Abteilung der Hacettepe Universität in Ankara und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Übersetzung deutschsprachiger Literatur. Parallel zu nachgewiesenen Übersetzungen deutschsprachiger Literatur in die türkische Sprache (Übersetzungspraxis) beschäftigt sich Prof. Sağlam mit theoretischen und methodologischen Fragen der Übersetzung von literarischen und sonstigen Texten. Zusammen mit Angelika Gillitz Acar und Gerhard Meier war Sağlam Moderator der deutsch-türkischen Übersetzungswerkstatt in Istanbul-Büyükada. Außerdem war er drei Jahre lang im Berater- und Bewertungsausschuss des TEDA (Projekt zur Unterstützung von Übersetzungs- und Publikationstätigkeiten) im Kulturministerium der Türkei tätig. Er war Mitglied der Jury in Berlin (Übersetzerpreis 2012 und 2013 in Tarabya).
Die Praxis der Übersetzung ist fast so alt wie die Menschheitsgeschichte. Obwohl die Geschichte der Übersetzung so lange zurückreicht, hat sie sich als wissenschaftliche Disziplin sehr spät gebildet. Die ersten theoretischen und wissenschaftlichen Ansätze über das Übersetzen fangen erst spät in den sechziger Jahren an.Vor dem historischen Hintergrund werden im Webinar zuerst die Gründe für die verspätete Entwicklung dargestellt und anschließend erklärt, wann und von wem die ersten Ansätze und Theorien des Übersetzens als Produkt und Prozess vertreten wurden. Es wird gezeigt, dass eine Übersetzung nur gelingen kann, wenn auch „textexterne“ Faktoren wie Kultur, Ideologie, Globalisierung und Geschichte berücksichtigt werden. Abschließend werden verschiedene Paradigmen vorgestellt, die die Entwicklung der Translationswissenschaft geprägt haben.

Faruk Yücel studierte Germanistik an der Hacettepe Universität in Ankara; 1991-2000 war er Lektor für Deutsch an der Universität Ankara; 1999 promovierte er in Germanistik an der Universität Ankara mit der Arbeit "Zivilisationspessimismus im Expressionismus: Der Roman ‚Tropen’ von Robert Müller“; 2008 habilitierte er in Übersetzungswissenschaft; seit 2010 ist er als Leiter der Abteilung für Übersetzen und Dolmetschen der Universität Ege (İzmir) und seit 2014 als Professor in dieser Abteilung tätig. Von 2016-2018 war er Direktor an der Hochschule für Fremdsprachen der Universität Ege. Seine Forschungsschwerpunkte sind Übersetzungstheorien und -geschichte sowie literarische Übersetzung.
Im Fokus des Online Seminars steht die Übersetzungswissenschaft als ein "praxisorientiertes" Feld. Behandelt wird dabei ein vielfach vernachlässigtes Problem: Wie ist das Verhältnis zwischen dem Übersetzungswissenschaftler und dem Übersetzer? Welche Auswirkungen hat dieses Verhältnis auf die Übersetzungsarbeit? Wie ist dabei Übersetzung zu definieren? Wie ist eine „gute“ Übersetzung möglich? Und gibt es Begriffe, die „unübersetzbar“ sind?

İsmail İşcen ist Professor am Fachbereich für Übersetzung an der Fakultät für Natur- und Literaturwissenschaften der Universität Mersin. Er hat mit einer Arbeit zum Thema "Stil-, Form- und Stoffaspekt der Tragödie" (1995) promoviert und beschäftigt sich u. a. mit Grundproblemen der Übersetzungswissenschaft.
In Deutschland und in der Türkei ist die Nachfrage nach gut ausgebildeten Dolmetscher*innen im Bereich der Simultan- und Konsekutivübersetzung groß. Vor diesem Hintergrund sollen angehende Dolmetscher*innen über die Anforderungen informiert werden, die in der Ausbildung und später im professionellen Berufsleben an sie gestellt werden. Anhand von praktischen Beispielen sollen Arbeits- und Trainingsmethoden vorgestellt werden, wie Fähigkeiten ausgebaut und gesteigert werden können und wie man sich auf einen konkreten Einsatz umfassend und professionell vorbereiten sollte.

Seda Naz Yangaç studierte deutsche Sprache und Literatur an der Hacettepe Universität in Ankara und legte eine Dissertation zum Thema Konsekutivdolmetschen mit dem Schwerpunkt Notizentechnik vor. Sie arbeitet seit 2007 als Dolmetscherin bei der Deutschen Botschaft Ankara. Aufgrund ihrer zahlreichen Dolmetscheinsätze für das Auswärtige Amt, das Bundespräsidialamt, das Bundeskanzleramt oder den Bundestag besitzt sie profunde Kenntnisse in diesem Bereich.

Anmeldung und Voraussetzungen

Sprache des Online Seminars Deutsch/Türkisch (abhängig vom Referenten; Teilnehmer*innen müssen beide Sprache beherrschen)
Voraussetzung für die Teilnahme Sehr weit fortgeschrittenes Sprachniveau (nach Möglichkeit C2)
Kurzes Motivationsschreiben und Lebenslauf
Anmeldung (kostenlos) Für die Teilnahme melden Sie sich bitte bei ahmet.terkivatan@goethe.de  an. Die Zugangsdaten zum virtuellen Raum werden Ihnen nach Anmeldung zum Online Seminar per Link zugeschickt.
Technische Voraussetzung für die Teilnahme Zur Teilnahme am Online Seminar benötigen Sie das Programm Adobe Connect auf Ihrem Computer oder die Adobe Connect Mobile App auf Ihrem Tablet oder Smartphone, ein stabiles Internet und ein evtl. ein Headset.
Zertifikat Ein Zertifikat über die Teilnahme wird bei Bedarf ausgestellt.

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