Band des Monats Perera Elswhere

Perera Elsewhere
Perera Elsewhere | Foto: Perera Elsewhere

Einige kennen Sasha Perera sicherlich noch von dem Konzert im Frühjahr 2011 im Roxy-Club in Istanbul. Damals trat die 1979 in London geborene Künstlerin zusammen mit Oren Gerlitz als „Jahcoozi“ auf. Ende 2013 hat die Sängerin, die als Tochter sri-lankesischer Eltern über Umwege wie Singapur und Köln nach Berlin kam, mit der wunderschönen tiefen, souligen Stimme und dem eigenwilligen Styling ein Solodebüt-Album als Perera Elsewhere veröffentlicht.

Auf »Everlast«, das bei Friends Of Friends Music erschienen ist, singt sie über die Zerrissenheit zwischen Desillusion und Hoffnung. Die Texte spiegeln alle Höhen und Tiefen wieder, die das Leben mit sich bringt. Bei ihrer Musik verzichtet sie, anders als Jahcoozi, auf Sampling und trommelt stattdessen beispielsweise in ihrer Küche mit Salatlöffeln auf Müsli-Schüsseln herum. Das ganze nahm sie dann mit einem alten Samsung auf.

Als „retro“ bezeichnet sie selbst ihre Musik, weil sie so „Lo-Fi“ sei, und sie den Klang des Raums, in dem er aufgenommen wurde, gleich mit eingefangen hat, ganz so, wie Aufnahmen früher klangen. Gleichzeitig haben die Stücke etwas futuristisches, weil es alles ist und sein kann: bunt und psychodelisch, melodisch und sanft, ganz ohne Beats, unvorhersehbar.
 


Die Emotionen, die sie mit ihrem Sound und ihren Texten hervorruft, lassen die Grenze zwischen Traum und Realität verwischen: Eine mitunter sehr reduzierte, fast enigmatische Variation eines weltumspannenden Sounds. Man ist als Hörer immer gespannt, was als nächstes kommt, wie auf einer dunklen, abenteuerlichen Reise in unbekannte Gebiete, geschützt aber durch ihre vertrauensvolle, besänftigende Stimme.