Band des Monats Hundreds

Hundreds
Hundreds | Foto: Hundreds

Eva und Philipp Milner sind nicht nur Geschwister, sondern bilden auch zusammen die Band Hundreds. Das Hamburger Duo macht eigenwilligen Elektro-Pop, bei dem Folk und Indierock, Tanzmusik und experimentelle Klänge nahtlos ineinander übergehen.

Philipp programmiert und spielt Klavier, während Eva mit ihrer fragilen Stimme für den Gesang, das Glockenspiel und die Autoharp zuständig ist. Die Entstehungsgeschichte von Hundreds ist kaum bekannt und das ist durchaus gewollt, denn sie möchten ihren Songs Raum geben und nicht mit biographischen Fakten langweilen. Fest steht jedoch, dass ihre musikalische Leidenschaft bei Familienfeiern begann, auf denen beide zusammen Musik machten. Der ältere Bruder absolviert später ein Piano-Jazz Studium und findet im warmen Organ seiner Schwester Inspiration zu eigenen Kompositionen.

2009 spielen sie ihr erstes Konzert in einer Hamburg Kaschemme, wo das bekannte Berliner Indie-Label Sinnbus auf sie aufmerksam wird. Kurze Zeit später folgt ihr Debütalbum »Hundreds«, das ein riesen Erfolg wird. Es folgen Konzerte, Festivals und eine Tournee. Die Single „Happy Virus“ ist einer der ersten Songs, den beide zusammen performen: Er an Computer, Synthesizer und Piano, sie textet und singt. Leicht und melancholisch – poppig und doch elektronisch – alles fein arrangiert mit einer ausgeprägten Liebe zum Text. So bekennen sich Hundreds mit dem Stück „I love my harbour“ beispielsweise zu ihrer Heimatstadt Hamburg, ihrer Liebe zum Hafen, zur Weite und zur Wehmut des Fernen. Das schwingt auch in der Musik mit und bündelt sich in Eva Milners zarter Stimme.

Ein Jahr später folgt das zweite Album »Variations«: ein Remix-Album und eine Hommage an die Band. Erst vier Jahre später, nach ausgedehnten Tourneen und etlichen Konzerten, folgt im Frühjahr 2014 das Album »Aftermath«: positiv, aufgewühlt und ambivalent –„total in your face“, so beschreibt es die Künstlerin Eva Milner selbst. Wer Bands wie „The Notwist“ oder „Console“ mag, wird Hundreds lieben.