Band des Monats Sabri Tuluğ Tırpan

Sabri Tuluğ Tırpan
Sabri Tuluğ Tırpan | Foto (Ausschnitt): Sabri Tuluğ Tırpan

Der zwischen der Türkei und Österreich pendelnde Pianist und Komponist Sabri Tulug Tırpan ist einer der herausragendsten Pianisten der Türkei. Er veöffentlichte zahlreiche Kompositionen im Bereich Jazz und Klassik und schreibt außerdem Filmmusik.

Der zwischen der Türkei und Österreich pendelnde Pianist und Komponist Sabri Tulug Tırpan ist einer der herausragendsten Pianisten der Türkei. Er wurde 1970 in Istanbul geboren und begann schon ganz früh privaten Musikunterricht in Klavier, Jazz-Improvisation, Jazz Harmonie und Musiktheorie zu nehmen. Ab 1989 studierte er Klavier sowie Harmonie und Kontrapunkt, Komposition, Musiktheorie und Kammermusik an der Bilkent Universität in Ankara sowie am Konservatorium Wien und der Wiener Universität für Musik und Darstellende Kunst.

Tırpan, den man auch als exzellenten Pianisten der Fernando Paiva Group kennt, schreibt sowohl wunderbare Jazz-Stücke, die ihn als hervorragenden pianistischen Techniker mit einem klassisch geschulten Anschlag auszeichnen. Zum anderen arrangiert der Pianist traditionelle türkische Volksweisen und bewegt sich in der klassischen Musik virtuos.

Er konzertierte mit Solo- und Kammermusikkonzerten unter anderem in der Slowakei, Frankreich, Griechenland, Bulgarien, Italien, Polen, der Türkei, Österreich, Deutschland und der Schweiz und nahm an zahlreichen Festivals teil wie beispielsweise dem Mingus Festival, Yehudi Menuhin Live Music und dem Jeunesse Bach 2000. Darüber hinaus stand er auch auf den Bühnen des Miles Davis Jazz Festivals in Polen und dem Cemal Resit Rey Klavierfestivals in Istanbul.

Zu seinen zahlreichen Kompositionen zählen unter anderem das Musical „Hearts“, inspiriert von George Orwells Werk „1984“, das vom Musical Cocktail Magazin als beste Musik in den deutschsprachigen Ländern gelobt wurde.  Darüber hinaus komponierte er eine Jazz-Version des „Figaro“ und das Stück „Mevlana – Alchemist Symphonic Poem“. Tırpan schrieb außerdem die Filmmusik für die preisgekrönten österreichischen Filme Böse Zellen (2003) und Hotel (2004).
Im Jahr 2005 wurde seine erste Solo-CD "My Red Color"  als eins der besten Werke des Jahres in Österreich gekrönt.