Band des Monats Ah!Kosmos

Ah!Kosmos
Ah!Kosmos | Ilgın Deniz Akseoğlu

Sensationellen Klanglandschaften, entrückte Beats, lebendige Sounds, irgendwie anorganisch wirkt die Musik einer der interessantesten Electro- Musikerinnen der Türkei. „So wie Planeten und der Kosmos funktionieren“ eben. Hinter AH! KOSMOS verbirgt sich die Istanbuler Produzentin und Musikerin Başak Günak, die schon mit Musikern wie DARKSIDE, James Holden oder Two Door Cinema Club spielte. Neben Konzerten und Produktionen  komponiert sie und macht Sound-Design unter anderem auch für zeitgenössischen Tanz und Theaterstücke, Kurzfilme, Site-Specific Performances und Installationen.

Wie würden Sie selbst Ihre Musik beschreiben?

Ich möchte sie eigentlich gar nicht beschreiben, sondern  ziehe es vor, dass sich die Hörer ihre eigene Erfahrung mit meiner Musik macht. Einer der Gründe, warum ich so angetan bin von dem Wort “Ah!” ist, dass es ein großes Potential hat und soviel Gefühle ausdrücken kann, je nachdem, wie man es betont.
 
Wie finden Sie die Ideen zu Ihrer Musik?


Alles kann mich inspirieren. Ich versuche einfach nur mein Innerstes zu reflektieren und alle meine Gefühle, die durch etwas ausgelöst werden, so klar wie möglich auszudrücken. Eine Begegnung, eine Bewegung, oder einfach etwas, das ich nicht in Worte fassen kann. Das versuche ich dann mit meiner Musik.
 
Jemand hat mal über Sie gesagt: Başak Günak macht das Nichts hörbar. Was sagen Sie dazu?

Das ist wundervoll. Ich möchte demjenigen für diesen wohlwollenden Satz, dieses Kompliment danken.
 
Sie produzieren viel in Ihrem Studio, performen aber auch sehr viel live auf der Bühne. Was macht Ihnen mehr Spaß?

Es sind sehr unterschiedliche Dinge, andere Denkweisen. Ich mag es sehr, wenn ich beides kombinieren kann. Beides zu haben wirkt wie ein Aufputschmittel auf mich. Darüber hinaus begeistert es mich, wenn ich für andere Projekte produzieren oder komponieren kann, die gemeinsame Arbeit mit Künstlern aus anderen Disziplinen bereichert mich sehr.
 
Zur Zeit machen Sie Ihren zweiten Master. Haben Sie noch weitere Pläne für die Zukunft?


Ich mache gerade meinen zweiten Master in Cultural Studies mit Schwerpunkt Sound. Konkrete Pläne gibt es dazu allerdings noch nicht. Ich versuche mich im Moment einfach auf das zu konzentrieren, was ich tue. Ich habe zum Beispiel die Musik für  das Stück “Die Lächerliche Finsternis“ von Wolfram Lotz, das im Stadttheater Bakırköy aufgeführt wurde. Im Moment arbeite ich an einer Soundinstallation, die im Elhamra Han in Istanbul ausgestellt wird.