Schnelleinstieg:

Direkt zum Inhalt springen (Alt 1)Direkt zur Sekundärnavigation springen (Alt 3)Direkt zur Hauptnavigation springen (Alt 2)
Beethoven der Fröhliche© M. Gökhan Bağcı

Beethoven der Fröhliche

Wie wir ihn aus Anekdoten und Porträts seiner Zeitgenossen kennen, erweckt Beethoven in uns den Eindruck eines Wüterichs, der, vom Schicksal geschlagen durch die schwere Last seiner Erbschaft und durch den Verlust des Gehörs, keine Regeln kennt.
 

Doch sind seine Werke von einem umfassenden Humor durchzogen, dem die Ironie und der Scherz genauso eigen sind wie Witz und Komik – immer bereit, im Leben das Lustspiel zu entdecken. Als Kind, so lauten die Lebensberichte, war Beethoven eher introvertiert und ernst und als Erwachsener auch nicht betont fröhlich und lustig, doch feinsinnig humorvoll. „Schade, schade, zu spät!“, sollen seine letzten Worte gewesen sein, als ihm im Sterbebett eine Kiste Wein geschenkt wurde.  Sicherlich hat Beethoven viele seiner nicht ausgelebten Gefühle in seiner Musik stattfinden lassen. In seinem zweiten Trio aus der Frühzeit sehen wir deutlich den Einfluss von Haydn, der ein Meister des Scherzens war. Das durchweg heitere und charmante Werk erinnert durch das scherzhaft Verspielte in seinem letzten Satz an die komische Oper. Die 2. Violinsonate lässt sogar eine Karnevalstimmung entstehen und endet mit einem anmutigen Satz voller Witz. Von Berlioz stammt der schöne Kommentar über die 2., einzige von Beethoven selbst kammermusikalisch bearbeitete Sinfonie: „In diesem Werk lächelt alles.“   

Klaviertrio G-Dur, Op. 1 Nr. 2 (1795)
Adagio - Allegro vivace
Largo con espressione
Scherzo Allegro
Finale Presto
 
Sonate für Klavier und Violine  Op. 12 Nr. 2 (1797)
Allegro vivace
Andante, più tosto Allegretto
Allegro piacevole
 
Sinfonie Nr.2 Op. 36 für Klaviertrio (Bearb. von Beethoven) (1802)
Allegro con brio
Larghetto
Scherzo; Allegro - Trio
Allegro molto
 

Beethoven der Fröhliche © M. Uğur Kuşat
Doğukan Keskin wurde 1989 in Balıkesir geboren. Er erhielt 2000 einen Studienplatz am Staatlichen Konservatorium der Hacettepe Universität und wurde hier Schüler von Ludmila Sirotina.

Ab 2003 besuchte er die Violinklasse von Prof. Murat Tamer und arbeitete später mit Prof.Tatjana Masurenko, Ruşen Güneş, Prof. Philip Moll, Ilyia Sirotin, Peter Sheppard Skaerved, Feza Gökmen und Özgür Aydın, wobei er sich immer mehr auf die Kammermusik konzentrierte. Keskin erhielt die Gelegenheit, mit Musiker*innen wie Prof. Thomas Christian, Maxim Vengerov, Ellen Jewett, Ian Jessee, Konstantin Weitz und Vincenzo De Felice zu musizieren, und trat in vielen Konzerten des Hitit Quartetts als zweite Violine und des Sinfonieorchesters Hacettepe als erste Violine auf. Nach dem Abschluss des Konservatoriums der Hacettepe Universität bestand er 2010 die Aufnahmeprüfung der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig und wurde in die Klasse Roland Baldinis aufgenommen.

In seiner Leipziger Zeit spielte Keskin in den Konzerten der Stüba Philharmonie und des Hochschulorchesters, gab zahlreiche Solokonzerte und trat als zweite Violine im Franz Schreker Ensemble auf. 2012 schloss Doğukan Keskin sein Masterstudium ab und wurde nach bestandener Prüfung Mitglied des Staatlichen Opern- und Ballettorchesters Ankara.
Onur Şenler begann seine Arbeit am Cello mit Prof. Çağlayan Ünal Sümer am Staatlichen Konservatorium der Hacettepe Universität und setzte sie als Schüler von Prof. Doğan Cangal fort. Während seines Studiums arbeitete er mit mehreren bekannten Professor*innen wie Peter Bruns, Maria Kliegel, Alexander Rudin und Young-Chang Cho.

Als Solist interpretierte Şenler eine Reihe erlesener Werke des Cellorepertoires mit verschiedenen Staatsorchestern der Türkei. Seine Einspielung des Cellokonzerts C-Dur von Haydn mit dem Sinfonieorchesters der Türkischen Republik von Nordzypern erschien als CD. Şenler legte besonderen Wert darauf, die für Cello und Klavier komponierten Werke türkischer Komponisten zu spielen und hat viele diese Werke uraufgeführt – so auch die Sinfonie „100 Jahre Dardanellen zum Gedenken des 57. Regiments“, die 2015 bei dem Friedensgipfel mit 20 Staatspräsidenten vom Staatlichen Sinfonieorchester İzmir und Onur Şenler als Solisten uraufgeführt wurde - Die Wiederholung dieses Konzertes mit dem Sinfonieorchester Bilkent, Ankara wurde mitgeschnitten und durch den Fernsehsender Mezzo auf Video aufgenommen.  Die Weltpremiere dieser Sinfonie fand im Londoner Saal Cadogan Hall mit dem Royal Philharmonic Orchestra statt und wurde im Februar 2017 von Naxos als CD herausgegeben.

Şenler gab mit dem selbst gegründeten Kammerensemble Ankara Oda Orkestrası und mit dem Streichquartett Ankyra zahlreiche Aufsehen erregende Konzerte in verschiedenen Städten der Türkei. Er gehörte zeitweise der Formation AFO Solistleri des Philharmonieorchesters Ankara und der Camerata Ankara an. Seine kammermusikalische Tätigkeit setzt Onur Şenler seit 2007 mit dem Celloquartett des Präsidentiellen Symphonieorchesters CSO, das er gründete und für dessen Reperoiregestaltung er weiterhin zuständig ist. Mit diesem Klangkörper trat er bei vielen in- und ausländischen Festivals auf.
İlter Vurucu wurde 1987 in Adana geboren. Er begann von seinem achten Lebensjahr an, Klavier zu lernen, und war drei Jahre lang Mitglied des Mehrstimmigen Kinderchors TRT.

1999 bestand er die Aufnahmeprüfung des Staatlichen Konservatoriums der Hacettepe Universität und wurde hier Schüler von Oya Ünler. Während seiner Ausbildung nahm er an den Meisterklassen von Balazs Szokolay in Balassagyarmat, von Jerome Rose in Salzburg, Oxana Yablonskaya und Özgür Aydın in Ankara teil. Er erhielt den ersten Preis beim Wettbewerb der Yamaha-Stipendien in Ankara und trat im November 2007 beim Konzert „Junge Talente“ des 8. Internationalen Klavierfestivals in Antalya auf.

Vurucu schloss im Juni 2008 sein Klavierstudium in Ankara ab, bestand die Aufnahmeprüfung der Musikhochschule Hannover als Erster und wurde dort Schüler von Christopher Oakden. Nachdem er 2011 sein Studium in Hannover im Fach Klavier abgeschlossen hatte, erzielte er im April 2012 beim 1. Nationalen Klavierwettbewerb des Konservatoriums der Hacettepe Universität den zweiten Preis und die Auszeichnung für die beste Pflicht-Interpretation.

Vurucu ging als Solist im April 2013 mit dem Sinfonieorchester Hacettepe unter Dirigent Burak Tüzün auf eine Ungarn-Tournee und spielte ein Jahr später das 1. Klavierkonzert von Tschaikowski mit dem Staatlichen Sinfonieorchester Istanbul unter der Leitung von José Miguel Rodilla.

Im November 2015 wurde er beim internationalen Klavierwettbewerb „Istanbul Orchestra‘Sion“ mit dem dritten, beim 2. Internationalen Klavierwettbewerb des Stadtteils Nilüfer in Bursa mit dem ersten Preis ausgezeichnet. İlter Vurucu gibt weiterhin Konzerte im In- und Ausland, während er sich auf das Staatsexamen bei Oya Ünler vorbereitet.

Top