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Beethoven der Dramaturg© M. Gökhan Bağcı

Beethoven der Dramaturg

Beethoven war mit der Erwartung ausgebildet worden, er möge der neue Mozart werden und dessen Operntradition weiterführen. Doch er konnte nur ein Opernwerk vollenden, Fidelio. Beethoven war als junger Mann ein Literaturliebhaber, und dies prägte seine stetige Suche nach passenden Texten, um sie zu vertonen. Er kannte sich bei Shakespeare exzellent aus, wie sein Nachlass beweist: eine durch und durch mit Anmerkungen versehene Gesamtausgabe der Stücke von Shakespeare.
 

Seine Lieblingsoper war die Zauberflöte von Mozart. Beethoven selbst war in Bonn als Schüler des Freimaurers Neefe, deshalb bestens unterrichtet darin, Musik durch die Verwendung von Symbolen auszudrücken. Damals war es gang und gäbe, Texte mit der Musik nachzubilden, und das Publikum liebte es, Vermutungen über den Text anzustellen, der das Musikstück inspiriert haben könnte.
 
Sosehr Freunde Beethovens gewisse Parallelen zwischen seinen Werken und bestimmten Szenen in Shakespeare‘schen Stücken bestätigen mögen, überließ der Komponist die Deutung strikt den einzelnen Zuhörer*innen. Zum Beispiel wird behauptet, dass die Geisterszene in Macbeth Beethoven zu seinem Geistertrio inspiriert habe. Zur Untermauerung dieser These wird auf die Entwürfe einer Opernbearbeitung dieses Stücks hingewiesen. Außer einigen wenigen namentlich genannten Werken bildeten für das kammermusikalische Werk Beethovens nicht nur die ernste und unterhaltende Literatur, sondern auch sein eigenes Leben und seine Freundschaften Inspirationsquellen. Doch der Komponist schwieg lieber über solche Bezüge.

Sieben Variationen für Cello und Klavier über das Thema “Bei Männern, welche Liebe fühlen” aus der Oper „Die Zauberflöte“ von Mozart, 
WoO 46

 
Sonate für Klavier und Violine Nr. 3 Op. 12  Nr. 3 
Allegro con spirito
Adagio con molta espressione
Rondo; Allegro molto
 
Allegretto für Klaviertrio, WoO 39
  
Sonate für Klavier und Violine Nr. 4 Op. 23
Presto
Andante scherzoso, più Allegretto
Allegro molto
 
Klaviertrio in D-Dur, Op. 70 Nr. 1, „Geistertrio“ 
Allegro vivace e con brio
Largo assai ed espressivo
Presto
 

Gruppenbild Beethoven der Dramaturg © Uğur Kuşat
Özgecan Günöz wurde 1986 in İzmir geboren. Sie begann 1996 ihr Violinstudium am Staatlichen Konservatorium der Hacettepe Universität und lernte dort bei Prof. Cengiz Özkök und Prof. Reyyan Yücelen Başaran. Ab 2000 wechselte sie zum Staatlichen Konservatorium der Dokuz Eylül  Universität und schloss ihr Studium als Schülerin von Kartal Akıncı 2005 ab, wobei sie ein Jahr übersprang. 2000 hatte Günöz bereits den ersten Ägäis-Regionalpreis und landesweit den Jury-Sonderpreis beim Wettbewerb des Lions Club erhalten. 2004 bekam sie beim von Yamaha und dem Staatlichen Konservatorium der Dokuz Eylül Universität gemeinsam veranstalteten Streicherwettbewerb den dritten Preis.
Sie arbeitete 2006 mit David Salness an der Universität Maryland, USA, und begann 2007 am Staatlichen Konservatorium der Istanbul Universität als Schülerin von Venyamin Warshawski ihr Meisterstudium, das sie 2010 abschloss. Günöz war Mitglied des internationalen Jugendsymphonieorchesters Bremen und des Anadolu Jugendorchesters, gab Konzerte in verschiedenen Ländern und nahm an mehreren Festivals und Meisterklassen teil. Sie arbeitete u. a. mit Walentyny Jakubowskiej, Igor Oistrakh, Gerhard Schulz, Jerrold Rubenstein und Joshua Epstein zusammen und absolvierte den Violin- und Kammermusikkurs von Elise Kuder, der Violinistin des US-Kammermusikensembles Apple Hill. Aufgrund ihres Erfolges in diesem Kurs wurde sie als Vollstipendiatin zum Kammermusikfestival Apple Hill eingeladen und konnte dort mit Rohan Gregory, Troy Stuart, Kate Vincent und Miranda Dale zusammenarbeiten.
2007 bestand Özgecan Günoz die Aufnahmeprüfung des Präsidentiellen Symphonieorchester. Sie spielt seit 2011 im Staatlichen Symphonieorchester Istanbul, seit 2016 als stellvertretende Konzertmeisterin. Gleichzeitig ist sie Mitglied des Borusan İstanbul Filarmoni Orkestrası, gibt weiterhin Solokonzerte und arbeitet im Bereich der Kammermusik im Bosphorus Trio.
Çetin wurde 1985 in Edirne geboren. Er begann mit dem Cellostudium am Staatlichen Konservatorium der Trakya Universität. 1999 wurde er in die Klasse von Prof.  Reşit Erzin an der Mimar Sinan Universität für Schöne Künste aufgenommen und schloss 2006 sein Bachelor und 2009 sein Masterstudium ab.
Çetin war zuvor, 2004 und 2006, zum Festival Pergine Spettacolo Aperto in Italien eingeladen worden, hatte dort bei mehreren Kammermusikkonzerten gespielt und im Festivalorchester PSA die Funktion des Stimmführers der Cellisten übernommen. Er spielte auch in Klangkörpern wie Staatliches Opern- und Balettorchester Istanbul, Staatliches Symphonieorchester Istanbul, Symphonieorchester Şişli, Symphonieorchester Cemal Reşit Rey, Filarmonia İstanbul, Kammerorchester Istanbul und fungierte als Stimmführer im Pergine Spettacolo Aperto Youth Orchestra, Kammerensemble Bakırköy, İstanbul Sinfonietta unter Gürer Aykal und im Orchestra’Sion. Zwischen 2000 und 2014 gab er viele Solokonzerte mit dem Jugendorchester und dem Symphonieorchester der Mimar Sinan Universität für Schöne Künste, mit dem  Symphonieorchester Trakya Universität, dem Kammerensemble Bakırköy Oda Orkestrası und dem Orchestra’Sion. Çetin gehörte von 2012 bis 2015 dem Lehrkörper des Staatlichen Konservatoriums der Kocaeli Universität an und erteilte Cellounterricht in der Stiftung „Musik für den Frieden“, die den Türkei-Zweig von El Sistema darstellt.
Im September 2016 bestand Çağlayan Çetin die Aufnahmeprüfung des Borusan Filarmoni Orkestrası, dessen Mitglied er seitdem ist. Darüber hinaus spielt er als Solo-Cellist im Orkestra‘Sion und macht weiterhin Kammermusik im Bosphorus Trio.
In Ankara geboren, begann Özgür Ünaldı seine Klavierausbildung als Schüler von Prof. Seçkin Gökbudak. Von 1998 an studierte er als Stipendiat an der Fakultät für Musik und Bühnenkünste der Bilkent Universität in der Klasse von Gülnara Aziz, unter deren Führung er 2006 das Klavierstudium mit der besten Leistung auf der Ebene seines Faches und der Fakultät absolvierte. 2007 bestand er die Prüfung des Staatlichen Tschaikowski Konservatoriums für ein Promotionsstudium und wurde in die Klavierklasse der russischen Staatskünstlerin Prof. Irina Plotnikova aufgenommen. Sein Moskauer Studium bestritt er mit einem Ausbildungsstipendium der Stiftung Dr. Nejat F. Eczacıbaşı und absolvierte es im Juni 2010 mit den besten Noten.
Ünaldı trat in vielen Städten in der Türkei und im Ausland auf, darunter Istanbul und Ankara, Varna, Kiew, Bukarest, Orlando, Rom, Sanginesio, Poertschach, Sarajevo und Moskau. In seinen Solokonzerten wurde er u.a. vom Bilkent Senfoni Orkestrası, Borusan İstanbul Filarmoni Orkestrası, vom Präsidentiellen Symphonieorchester oder dem  Bursa Devlet Senfoni begleitet. Auch spielte er unter Dirigenten Tüzün, Şensoy, Kalkan, Metin, Sobolev, Bushkov und Goetzel. Gekic, ein prominenter Klaviervirtuose unserer Zeit, beschrieb Ünaldıs Spiel einmal mit folgenden Worten: „Eine vollkommene Musikalität, die mit hinterfragendem Verstand und sensibler Tonumsetzung lebendig wird, dazu Leidenschaft und Energie.“ 
Özgür Ünaldı erhielt bei vielen nationalen und internationalen Wettbewerben zahlreiche Preise, darunter den zweiten Preis beim 17. Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb im September 2010 in Österreich. Er führt seine Solistenkarriere im In- und Ausland aktiv fort.
 

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