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Beethoven der Improvisator© M. Gökhan Bağcı

Beethoven der Improvisator

Beethoven ist zwar als einer der größten Komponisten bekannt, aber er war zu seiner Zeit auch einer der größten Meister in der Improvisation. 
 

Er trat gegen seine Rivalen zu Improvisationsduellen vor dem Publikum an, bei geselligen Anlässen porträtierte er seine Freunde und Prominente der Zeit improvisierend am Klavier und spielte herrliche Variationen von damals beliebten Liedern. Seine Freunde haben auch berichtet, dass Beethoven vorbeikam, wenn sie krank oder betrübt waren, und ihnen mit eigens für sie improvisierten Stücken Trost spendete. Wenn wir diesen Zug des Komponisten kennen, können wir uns auch seine grenzenlose Fülle an neuen Ideen vorstellen und seine Vorliebe für die Form der Variation verstehen, die wir überall in seiner Musik antreffen. Zwei Werke in unserem Programm sind Variationen über Themen aus den komischen Opern der damaligen Zeit. Die Nähe Beethovens zur Improvisation könnte ihn auch zu der ihm eigenen, ganzheitlichen Technik inspiriert haben, kleine Motive so zu verbinden, dass sie zu Bausteinen für die große Form werden. Diese Technik beherrscht, wie in der schönen Violinsonate Nr. 6, Beethovens Werke ab der Mitte seiner Schaffenszeit. Das Klaviertrio op. 38 ist ein Arrangement seines berühmten Septetts und steckt voller fröhlicher Themen gleich einem Divertimento. Von ihm selbst für Klarinette und Violine sowie für ein Septett arrangiert, zeigt dieses Werk, wie flexibel und anpassungsfähig Beethoven seine Musik gestalten konnte.

10 Variationen für Klaviertrio über „Ich bin der Schneider Kakadu“ op. 121a (1816)
 
Sonate für Klavier und Violine  Nr. 6, Op. 30- 1 (1802)
 
12 Variationen für Klavier und Cello über das Thema „Ein Mädchen oder Weibchen“ aus Mozarts „Zauberflöte“, Op. 66 (1798)
 
Klaviertrio in Es-Dur, Op.38 (1799 -1803)
 

Künstlerfoto © M. Uğur Kuşat
Geboren in einer musikalischen Familie der Stadt Schumen, Bulgarien, begann Özcan Ulucan bereits mit sechs Jahren, Unterricht in Violine und Solfeggio zu nehmen. Er begann sein Violinstudium zunächst in der Musikschule in Schumen und Varna und setzte es später in den Konservatorien der Universität Mimar Sinan und der Hacettepe Universität fort. Als Stipendiat der Stiftungen Türk Eğitim Vakfı und Eczacıbaşı Vakfı absolvierte er ein Masterstudium an der Guildhall School of Music London bei den Lehrer*innen Zdravka und Veselin Spirov, Greta Burova, Yfrah Neaman, Viktor Pikaizen und Joshua Epstein.

2000 bis 2004 war Ulucan Schüler von Maxim Vengerov an der Hochschule für Musik Saar, deren „Solistendiplom“ er dann im Fach Violine und Bratsche erhielt. Hier bildete er sich auch in der Kammermusik bei Eduard Brunner, in der Barockmusik bei Mechthild Blaumer und in Jazz-Improvisation bei Georg Ruby weiter.  Er gab Konzerte mit Maxim Vengerov, Mstislav Rostropovitsch, Ayla Erduran, Isabelle van Keulen, Christian Poltera, Marta Gulyas, Tatyana Mazurenko, Ellen Jewett, Richard Rozsa, Laszlo Fenyö. Mehrfach führte er mit seinen Schwestern, der Pianistin Birsen Ulucan und der Violinistin Ayşen Ulucan Konzertprojekte durch und nahm mit ihnen die Alben Bir Ağaç Gibi [Wie ein Baum] und Saga für das Istanbuler Label Lila Müzik auf. Ulucan ist Gründungsmitglied der Gruppe für Neue Musik Hezarfen Ensemble, mit der er mehrere Alben eingespielt hat. Neben seiner Tätigkeit als Solist und Kammermusiker unterrichtet Özcan Ulucan am Staatlichen Konservatorium der Universität Mimar Sinan in den Fächern Violine, Bratsche und Kammermusik.
Poyraz Baltacıgil wurde 1994 in Istanbul geboren, und begann mit fünf Jahren, Violine zu spielen. Er schloss 2015 sein musikalisches Studium am Staatlichen Konservatorium der Universität Mimar Sinan  ab, bevor er an der Musikhochschule in Freiburg i. Br. ein zweijähriges Masterstudium absolvierte.

Baltacıgil erhielt viele Preise von seinem 16. Lebensjahr an und trat mit vielen verschiedenen Orchestern als Solist auf, um bemerkenswerte Werke des Cellorepertoirs zu interpretieren. Er hatte die Gelegenheit, mit Cellisten wie Yo-Yo Ma, Alexander Rudin, Natalia Gutman, Steven Isserlis, Martin Ostertag, Johannes Moser, Maria Kliegel, Wolfgang Boettcher, Christoph Henkel, Gustav Rivinius und Martti Rousi zusammenzuarbeiten. 2015 nahm er an der Konzertreihe „Aufscheinende Stars“ des Kulturzentrums İş Sanat mit einem Solokonzert teil, trat im Saison-Eröffnungskonzert dieser Organisation 2015/16 in Begleitung des durch Sascha Goetzel dirigierten Istanbul Borusan Filarmoni Orkestrası auf und spielte mit der Violinistin Hande Küden und dem Pianisten Ferhat Can Büyük das Triokonzert von Ludwig van Beethoven.

Zurzeit gibt Poyraz Baltacıgil regelmäßig Konzerte mit dem Kammermusikensemble Trio Likya. Er ist auch als Vize-Prinzipal am Istanbul Borusan Filarmoni Orkestrası und als Cellolehrer am Staatlichen Konservatorium der Universität Mimar Sinan tätig.
Eren Aydoğan begann seine Musikausbildung mit sieben Jahren, indem er Klavierunterricht bei Fahri Pekiner nahm. Später wurde er ins Staatliche Konservatorium der Universität Istanbul aufgenommen und wurde hier Schüler von Prof. Ova Sünder.

Sein erstes Konzert als Solist mit Orchesterbegleitung absolvierte er mit dem 1. Klavierkonzert von Liszt, als er 15 Jahre alt war. Mit 16 Jahren schloss er sein Studium mit Auszeichnung ab und interpretierte im selben Jahr das 2. Klavierkonzert von Rachmaninov in Begleitung des Staatlichen Sinfonieorchesters Istanbul im Kulturzentrum Atatürk. Er setzte sein musikalisches Studium als Vollstipendiat am Trinity College London fort, wobei er Schüler von Yonty Solomon war.

Aydoğan erhielt viele Preise in nationalen und internationalen Wettbewerben und spielte mit Pianisten wie Sergio Perticaroli, Gary Graffman und Stephen Kovacevich zusammen. Im Rahmen des von den Schwestern Pekinel initiierten Projekts „Junge Talente auf Weltbühnen“ arbeitete er an der Buchmann-Mehta-Schule in Tel Aviv mit Prof. Arie Vardi weiter. Aydoğan trat im In- und Ausland in zahlreichen Kammermusik- und Orchesterkonzerten mit Cihat Aşkın, Dilbağ Tokay, Sergio Silva Neves, Stjepan Hauser, Lana Trotovsek, Nikolas Trieb, Menahem Breuer und Trio Hermias auf.
Zurzeit setzt Eren Aydoğan seine Arbeit mit Prof. Arie Vardi in Tel Aviv fort und lehrt am Staatlichen Konservatorium der Universität Mimar Sinan in Istanbul.
 

 

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