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Beethoven der Wanderer© M. Gökhan Bağcı

Beethoven der Wanderer

„Wie froh bin ich einmal in Gebüschen, Wäldern, unter Bäumen, Kräutern, Felsen wandeln zu können, kein Mensch kann das Land so lieben wie ich – geben doch Wälder, Bäume, Felsen den Widerhall, den der Mensch wünscht.“ So drückte Beethoven den unvergleichlichen Trost und Frieden aus, den er in der Natur fand.
 

Als ihm einerseits das gesellschaftliche Leben immer schwerer fiel, und sein Hörvermögen andererseits nachließ, unternahm er ausnahmslos täglich einen langen Spaziergang in den Wäldern und Weinbergen vor Wien. Außerdem verbrachte er seine Sommer in einem Dorf oder Kurort, um dem Stadtleben fernzubleiben. Die innere Unruhe, die ihn in die Natur trieb, war so stark, dass er in seinem Leben siebzig- bis achtzigmal die Wohnung wechselte, wie Musikhistoriker schätzen.
 
Die erste Violinsonate Beethovens bringt nach einer lebhaften Öffnung eine rollende Basslinie, um mit einem Satz voller sonnenbeschienenen pastoralen Melodien zu enden.
So steht dieses Werk für die Lust am Entdecken des Unerwarteten. Die vierte Cellosonate gleicht einer Wanderung durch die Natur einer Traumwelt. Hier wechseln sich zeitlose Passagen mit einer kampfeslustigen Musik ab, doch geht das Werk in einer festlichen Stimmung zu Ende. Das folgende Klaviertrio entstand im selben Jahr wie die Pastoralsymphonie und enthält eine Fülle von Volksliedern und -tänzen.

Sonate für Klavier und Violine  No. 1 Op. 12 No. 1 (1798)  
Allegro con brio
Tema con variazioni. Andante con moto
Rondo; Allegro
 
Sonate für Klavier und Cello Nr. 4 Op. 102 Nr. 1 (1815)  
Andante - Allegro vivace
Adagio - Allegro vivace
  
12 Variationen für Klavier und Cello über ein Thema aus Händels Oratorium „Judas Maccabeus“ (1796)  
 
Klaviertrio Es-Dur, Op. 70 Nr. 2 (1808)
Poco sostenuto - Allegro ma non troppo
Allegretto
Allegretto ma non troppo
Finale. Allegro
 

Gruppenbild Beethoven der Wanderer © Uğur Kuşat
Ana Albero wurde 1984 in Huesca, Spanien, geboren und erhielt ihren ersten Violinunterricht bei Begoña González und Prof. Juan Carlos Chic Alfonso am Conservatorio Profesional de Música de Zaragoza. Sie schloss ihre Grundausbildung als Schülerin von Juan Luís Gallego am Conservatorio Superior de Música de Aragón mit Auszeichnung ab. 2009 absolvierte sie dort ihr Aufbaustudium bei Prof. Nicolás Chumachenco und Juan Luís Gallego, um 2010 den Abschluss ihres Meisterstudiums im Fach Orchesterspiel unter der Leitung von Axel Wilczok (Staatskapelle Berlin) in Sevilla als Stipendiatin der Barenboim-Said-Stiftung anzuschließen. Außerdem betrieb sie zweijährige Diplomstudien über historische Aufführungspraxis bei der Abbaye aux Dames France im Rahmen der "Formation Supérieure au métier de l'orchestre classique et romantique“. Albero spielte in Meisterklassen von berühmten Interpret*innen wie Juan Luis Gallego, Andras Czifra, Santiago Juan, Yossy Zivoni, Massimo Spadano, Nicolas Chumachenco, Mark Gothoni, Ariadne, Daskalakis, Sergei Fatkulin, Tomasz Tomaszewski, Latika Honda-Rosenberg, Joshua Epstein und Alessandro Moccia und gab Kammermusikkonzerte mit ihnen. Zurzeit ist Ana Albero Mitglied des Orkestra Akademik Başkent in Ankara und seit 2010 des von Daniel Barenboim dirigierten Orchesters „West-Östlicher Diwan“.
Tuncas Musikleben begann 1984 am Staatlichen Konservatorium der Hacettepe Universität und setzte sich an staatlichen Universitäten der Bundesstaaten Louisiana und Florida fort. 2004 kehrte er zurück in die Türkei. Sein Studium in den USA wurde von den Stiftungen Nejat F. Eczacıbaşı und Sevda Cenap And gefördert. Tunca hatte während seiner Musikkarriere die Gelegenheit, mit Prof. Doğan Cangal, Prof. Dennis Parker und Prof. Lubomir Georgiev zusammenzuarbeiten und Solokonzerte mit dem Symphonieorchester des Staatlichen Konservatoriums der Hacettepe Universität, Florida State Philharmonia, Symphonieorchester des Bezirks Bursa, Antalya Symphonieorchester Antalya und Bilkent Symphonieorchester sowie in den Häusern wie Albert Long Hall, İzmir Sanat, Süreyya Operası und Borusan Konser Evi zu geben. Außerdem trat er auf den internationalen Festivals Ankara und Eskişehir mit Konzerten und Vorträgen vor das Publikum. Ozan Tunca gewann 1990 und 1994 den Preis für Konzertinterpretationen des Staatlichen Konservatoriums der Hacettepe Universität. Er erreichte beim vom British Council veranstalteten Wettbewerb „Junger Musiker des Jahres“ 1994 und beim Wettbewerb der Monroe Symphony League für Konzertinterpretationen 1996 das Halbfinale und gewann mit seinem Streichquartett Alla Turca den ersten Preis beim NUMUS Pan-Am Kammermusikwettbewerb 2002 in Kanada. Ozan Tunca engagiert sich für die Verbreitung und ein besseres Verständnis der klassischen Musik in der Gesamtbevölkerung. Hierzu rief er die TV-Sendereihe „Der erste Schritt zur Klassik“ und das Projekt „Klassik kennenlernen“ ins Leben und veröffentlichte das Buch „Klassische Musik in 60 Minuten“. Er gehört zum Lehrkörper des Staatlichen Konservatoriums der Anadolu Universität, Eskişehir.
Cem Babacan wurde 1988 in Ankara geboren. Schon sehr jung genoss er das Lob des englischen Dirigenten Howard Griffiths, ein Musiker zu sein, der „trotz seines jungen Alters sein Instrument meisterhaft beherrscht und eine erstaunliche interpretatorische Kraft besitzt.“ Er gewann beim internationalen Klavierwettbewerb Yves Nat in Frankreich den ersten Preis und gab beim internationalen Klavierfestival im französischen Serignan sein erstes Solokonzert auf europäischem Boden. 2008 wurde er zu einem Konzert in die Steinway Hall in New York eingeladen und erhielt den Yamaha Stipendienpreis. Nach dem er sein Studium am Staatlichen Konservatorium der Hacettepe Universität als bester Student nicht nur der Abteilung, sonder der gesamten Fakultät abschloss, wurde er ins Tschaikowski-Konservatorium, Moskau, aufgenommen und setzte seine Klavierausbildung dort bei Alexander Mndoyants und dessen Assistentin Ekaterina Mechetina fort. Während seiner vierjährigen Ausbildung in Moskau erhielt er bei allen Wettbewerben, an denen er teilnahm, den ersten Preis. Diese waren die Klavierwettbewerbe Kamuran Gündemir (2011), Staatliches Konservatorium der Hacettepe Universität (2012) und Gümüşlük A. A. Saygun (2013). Daran schloss sich der dritte Preis beim Klavierwettbewerb Puigcerda, Spanien, im August 20214 an. Im Frühling 2012 erregte sein „Startkonzert“ in der Tonhalle Zürich Aufsehen bei dem Publikum und der schweizerischen Musikkritik. Nach diesem Solokonzert wurde er vom Brandenburgischen Staatsorchester, Frankfurt an der Oder, als Gastsolist eingeladen. Im Juni 2012 absolvierte er sein Studium in Moskau mit dem „Roten Diplom“, der höchsten Auszeichnung dieser Musikhochschule.
Babacan trat während seiner Karriere außerdem in Konzerten von Häusern wie Steinway Hall (London), Rachmaninov-Saal des Tschaikowski-Konservatoriums (Moskau), Saal des 3. Arrondissements (Paris) und der Konzerthalle Renens (Schweiz) auf und nahm an vielen Festivals teil wie Festival Classics (Schweiz), Klavierfestival Antalya und Internationales Musikfestival Bodrum, Gümüşlük. Seine Soloauftritte wurden begleitet u. a. von den Symphonieorchestern des Staatspräsidiums, Bilkent, Ankara Gençlik, Çukurova Devlet, Hacettepe Üniversitesi, Eskişehir Büyükşehir Belediyesi, İzmir Devlet, Bursa Bölge, Antalya Devlet, der Philharmonie Antalya, dem Orkestra Akademik Başkent, dem Kammerorchester Gazi Gençlik und dem Opernorchester Mersin. Cem Babacan ist Mitglied am Keyboard Charitable Trust, London, und setzt sein Musikleben im In- und Ausland mit verschiedenen Konzerten und Projekten fort.

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