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Frankfurter KücheFoto (Ausschnitt): © Uwe Dettmar, Deutsches Architekturmuseum Frankfurt

Margarete Schütte-Lihotzky
Architektin im neuen Frankfurt

1926 holte Ernst May sie ins „Neue Frankfurt“, in die Abteilung für Typisierung. Dort entwarf sie Küchen, Wäschereien und Wohnungen für die berufstätige Frau. Die Frankfurter Küche, die der „Neuen Frau“ Zeit und Wege erspart, wurde in 10.000 Wohnungen eingebaut; sie ist der „Urahn“ aller modernen Küchen. Nicht ganz so beachtet waren ihre Kindergarten-Entwürfe, die sie als Pavillons konzipierte und als Baukastensystem weiter entwickelte.
 

1930 ging sie als Mitglied der Brigade May in die Sowjetunion und war in Moskau und Magnitogorsk an der Errichtung großer Wohnsiedlungen für die sozialistische Lebensweise beteiligt. Nach einer Station in Istanbul kehrte sie 1939 nach Wien zurück, engagierte sich im Widerstand, wurde verhaftet, zu 15 Jahren Zuchthaus in der bayrischen Haftanstalt Aichach verurteilt und kam erst frei, als diese 1945 durch die Amerikaner befreit wurde.

Als überzeugte Kommunistin fiel es ihr schwer, im Wien der Nachkriegszeit wieder Fuß zu fassen. Sie engagierte sich in der Frauenbewegung, schrieb Artikel und ihre Memoiren. Sie starb 2000 kurz vor ihrem 103. Geburtstag.

  • Frankfurter Küche, Frankfurt, 1927 (Nachbau DAM 2011) Foto: © Uwe Dettmar, Deutsches Architekturmuseum Frankfurt
    Frankfurter Küche, Frankfurt, 1927 (Nachbau DAM 2011)
  • The New Frankfurt Kitchen“, London, 1928 Zeitungsausschnitt (Reproduktion) The Feminine Life, 1928 © Universität für angewandte Kunst Wien, Kunstsammlung und Archiv
    The New Frankfurt Kitchen“, London, 1928 Zeitungsausschnitt (Reproduktion) The Feminine Life, 1928
  • Kinderzimmer, 1934–1936 - Wandabwicklung © Aquarell auf Detailpapier (Reproduktion) Universität für angewandte Kunst Wien
    Kinderzimmer, 1934–1936 - Wandabwicklung
  • Wickelkommode - Moskau, 1935–1936 © Aquarell auf Papier (Reproduktion) Universität für angewandte Kunst Wien
    Wickelkommode - Moskau, 1935–1936
  • Hochsessel sowie Tisch und Stühlchen - Moskau, 1935–1936 © Aquarell auf Papier (Reproduktion) Universität für angewandte Kunst Wien
    Hochsessel sowie Tisch und Stühlchen - Moskau, 1935–1936
  • Schreib- und Werktisch - Moskau, 1935–1936 © Aquarell auf Papier (Reproduktion) Universität für angewandte Kunst Wien
    Schreib- und Werktisch - Moskau, 1935–1936
  • Baukastensystem für Kindertagesheime - Wien, 1964/1968 © Blei auf Transparentpapier (Reproduktion) Universität für angewandte Kunst Wien
    Baukastensystem für Kindertagesheime - Wien, 1964/1968
  • Kindergarten für die Siedlung Praunheim Frankfurt am Main, 1930 © Zeitungsartikel (Reproduktion), Das Neue Frankfurt 2/3, 1930 Deutsches Architekturmuseum Frankfurt
    Kindergarten für die Siedlung Praunheim Frankfurt am Main, 1930
  • Kindertagesstätte Frankfurt Praunheim, um 1927 © Modellbau durch Studierende der TU Dresden Deutsches Architekturmuseum Frankfurt
    Kindertagesstätte Frankfurt Praunheim, um 1927
  • Kindertagesstätte Frankfurt Praunheim, um 1927 © Modellbau durch Studierende der TU Dresden Deutsches Architekturmuseum Frankfurt
    Kindertagesstätte Frankfurt Praunheim, um 1927
Margarete Schütte Lihotzky© Foto: Franz Pfemfert, Karlsbad, Universität für angewandte Kunst Wien, Kunstsammlung und Archiv

(1897-2000) Margarete Schütte-Lihotzky

Wie kaum eine andere steht Margarete Schütte-Lihotzky für den Aufbruch in die Moderne. 1915 studierte sie als erste Frau Architektur an der Kunstgewerbeschule in Wien. Die Wohnungsnot nach dem ersten Weltkrieg bestimmten das Thema, das sie Zeit ihres Lebens begleitete: Die Wohnung für unterprivilegierte Schichten. 

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