Künstler zu Gast Ein Gespräch mit Pupkulies&Rebecca

Pupkulies&Rebecca
Pupkulies&Rebecca | Foto: Gizem Ariş

Pupkulies&Rebecca spielten am 21. März 2014 zusammen mit dem türkischen Percussionisten Oray Yay ein gemeinsames Konzert in Istanbul. Hier erzählen sie von ihrer Musik, der Erfahrung bei der Zusammenarbeit mit anderen Musikern und über individuelle Emotionen und Bilder verschiedener Sprachen.

Was steckt eigentlich hinter dem Namen Pupkulies&Rebecca?

Rebecca ist klar :) und Pupkulies ist der Mädchenname von Janoschs Mutter welcher somit noch weitergetragen werden konnte. Janosch und Rebecca haben 2006 als Duo das Projekt begonnen.

Wie würdet ihr eure Musik selbst beschreiben?

Songwriting von Chanson bis Folk mit elektronischen Beats und Bytes.

Euer 5. Studioalbum „Tibau“ habt ihr auf den kapverdischen Inseln aufgenommen und verbindet darauf moderne Clubmusik mit traditioneller Weltmusik. Lasst ihr euch als Band gerne von anderen Richtungen inspirieren?

Definitiv. Gerade die verschiedenen musikalischen und auch die instrumentalen Einflüsse machen das Arbeiten an der Musik so spannend. Gerade auch wenn man mit neuen Musikern zusammen spielt.

Auf dem Album sind auch ganz verschiedene Instrumente zu hören. Welche Instrumente faszinieren euch oder welche würdet ihr gerne mal einbinden?

Auf dem neuen Album sticht vor allem die Cavacinho heraus, eine Art Ukulele von den Kap Verden. Trotz dass dieses Instrument so klein ist hat es einen großen Teil in den Songs eingenommen da es durch seine perkussive Spielart und dem Klang sehr gut die Harmonien und die Drums verknüpfen konnte was das Ganze sehr gut aufgelockert hat. Ich würde sehr gern mal mit Bläsern, besonders den tiefen und großen wie Tuba, Posaune und Horn arbeiten.

Von eurem Auftritt mit Oray Yay im Wakeupcall in Istanbul waren wir alle begeistert. Wie ist es aus eurer Sicht gelaufen?

Wir waren auch sehr begeistert. Es ist angesichts der kurzen Bekanntschaft und Probezeit mit Oray sehr gut gelaufen, wobei man auch sagen muss, dass er Vollprofi ist und Percussions ja auch sehr gut zu elektronischer Musik einhergehen. Vor allem der Klang seiner traditionellen Instrumente und sein Können haben uns sehr imponiert.

Habt ihr schon ein nächstes Projekt im Kopf, mit dem ihr liebäugelt?

Wir haben schon wieder neue eigene, traditionelle Pupkulies&Rebecca Stücke und Ideen die uns sehr gefallen und Spaß machen.

Und wie ist das mit den Sprachen? Hat jede Sprache für dich, Rebecca, eine andere Bedeutung? Könntest du dir auch vorstellen, mal auf Türkisch zu singen?

Ja, jede Sprache bringt eine ganz eigene Klangmelodie mit sich, setzt eigene Akzente und Nuancen. Neben den klangästhetischen Aspekten transportiert eine Sprache für mich auch individuelle Emotionen und Bilder. Ich finde es reizvoll mit unterschiedlichen Sprachen zu arbeiten und bin offen für alles-wenn man mir einen nette/n Mentor/in zur Seite stellt...

Könntet ihr euch vorstellen, auch mal ein Album mit türkischen Musikern zu machen?

Klar, warum nicht?

Wie schmeckt oder riecht die Türkei bzw. Istanbul für euch?

Erfrischend, würzig, salzig, süß.

Kommt ihr wieder?

Klaro!