Vortrag
Postwar: Kunst zwischen Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965

Haus der Kunst (Detail)
Haus der Kunst (Detail) © Maximilian Geuter

MUSEUMS TALK: Aus Deutschland / OKWUI ENWEZOR

İstanbul Modern

Ziel der vom Istanbul Modern ins Leben gerufenen Reihe Museums Talk ist es, eine Plattform zu schaffen für den Austausch zwischen Experten führender internationaler Museen und dem lokalen Publikum. In Fortsetzung der Museums Talk: Aus den USA von 2012-2014 und den Museums Talk: Aus dem Vereinigten Königreich von 2014-2015, steht 2016-2017 Deutschland mit Museums Talk: Aus Deutschland im Fokus, und zwar in Kooperation mit dem Goethe-Institut Istanbul.

Jeder Vortrag soll zu einem Umdenken und einer Umgestaltung der Kunsträume aus verschiedenen Perspektiven einladen. Hauptthemen sind unter anderem das Museum und sein Publikum, Museumsarchitektur und Erweiterungsprojekte, sammelnde und nicht-sammelnde Museen, kuratorische Arbeit und neue Formen der Programmarbeit und der Museumsorganisation.

2017 wird der Museums Talk am 15. Februar durch Okwui Enwezor eröffnet. In seinem Vortrag wird die aktuelle Ausstellung Postwar: Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965 im Haus der Kunst thematisiert, die erstmals in der jüngeren Ausstellungsgeschichte die turbulente und ereignisreiche Nachkriegszeit als ein globales Phänomen untersucht.

Diese eingehende, global ausgerichtete Ausstellung zur Kunst der Nachkriegszeit zeigt Malerei, Plastik, Installationen, Collagen, Performances, Filme, Künstlerbücher, Dokumente und Fotografien. In der Ausstellung werden neben Arbeiten von Joseph Beuys, Willem de Kooning und Jackson Pollock auch Princess Fahrelnissa Zeid’s My Hell aus der Kollektion des Istanbul Modern gezeigt.

Postwar: Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965 wird maßgeblich von der Kulturstiftung des Bundes, der Art Mentor Foundation Lucerne und dem Goethe-Institut unterstützt. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Außenministers der Bundesrepublik, Frank-Walter Steinmeier.
 

Okwui Enwezor
Okwui Enwezor | © Maximilian Geuter
Okwui Enwezor
Der Kurator, Philosoph, Theoretiker und Dichter wurde 1963 in Kalaba (Nigeria) geboren und studierte Literatur und Politikwissenschaften in New York. 1993 gründete er das auf afrikanische Kunst spezialisierte Magazin Nka: Journal of Contemporary Art. Enwezor war Studiendekan am San Francisco Art Institute (2005–2009) und u.a. Gastprofessor an der Art History University in Pittsburgh, der Columbia University New York und Kirk Varnedoe Gastprofessor am Institut für Schöne Künste, New York University.
Die Ausstellung In/sight Afrikanische Fotografen von 1940 bis zur Gegenwart (Guggenheim Museum, New York) im Jahr 1996 war ein wichtiger Wendepunkt in seiner Karriere. Okwui Enwezor wurde zum künstlerischen Leiter zahlreicher Großausstellungen berufen, wie der 2. Johannesburg Biennale, der documenta 11 in Kassel 2002, der 7.  Gwangju Biennale in Südkorea und Hauptkurator der  La Triennale, Paris 2012.  Im Jahr 2015 war er künstlerischer Leiter der 56. Biennale von Venedig. Seit 2011 leitet Okwui Enwezor das Haus der Kunst in München.

Haus der Kunst
Das Haus der Kunst in Müchen ist ein öffentliches Museum ohne eigene Sammlung und ein weltweit führendes Zentrum für zeitgenössische Kunst. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, zu zeigen, dass die Entwicklungslinien der zeitgenössischen Kunst global und vielschichtig verlaufen und nicht durch geografische, konzeptuelle und kulturelle Grenzen einzuschränken sind.  So schafft es einen kritischen Kontext, um die historische Dimension des Zeitgenössischen zu untersuchen, zu definieren und zu vermitteln.
 

Details

İstanbul Modern

Meclis-i Mebusan Cad., Liman İşletmeleri Sahası, Antrepo No: 4, Karaköy
Istanbul

Sprache: Englisch mit türkischer Simultanübersetzung
Preis: Eintritt frei nur mit Reservierung unter: etkinlik@istanbulmodern.org

İstanbul Modern Sinema Salonu