Dokumentarfilm
Film am Mittwoch

Friedland
© Frauke Sandig

Goethe-Institut Istanbul

Friedland
Yönetmen: Frauke Sandig 88 dk., 2015


Dokumentarfilm
 
Nie waren seit dem Zweiten Weltkrieg weltweit so viele Menschen auf der Flucht vor Kriegen und Konflikten wie heute. Für viele, die es bis nach Deutschland schaffen, ist die Ankunft im Lager Friedland der Beginn eines neuen Lebens – oder eine Atempause auf der Flucht.
 
Der idyllische Ort in Niedersachsen hat viele Epochen von Fluchtgeschichten erlebt. Im September 1945 eröffnet die britische Militärverwaltung das Lager. Es ist die erste Station für Millionen deutsche Vertriebene und Kriegsheimkehrer. Heute ist Friedland ein Erstaufnahmelager für Asylbewerber und Flüchtlinge. „Wir haben kein Zuhause mehr. In Daraya sind alle Häuser zerstört. In Syrien haben wir kein Obdach mehr. Nichts.“, sagt Kinaaz Al Habbal, die mit ihrer Familie über den Libanon aus ihrer Heimat geflohen ist.
 
Wir haben Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea, Afghanistan und Pakistan während ihres Aufenthalts im Lager begleitet - und auch mit Deutschen gesprochen, die in der Anfangszeit nach Friedland kamen. Alle haben dramatische Geschichten zu erzählen. „Wenn ich heute in Friedland Kindern begegne, aus Syrien oder anderswo, dann begegne ich immer mir selbst“, sagt Annelie Keil, die 1947 als achtjähriges Flüchtlingskind krank und halb verhungert in Friedland ankam. Wie verschieden und wie ähnlich sind die Gefühle, Erfahrungen und Hoffnungen der Menschen an diesem Ort, an dem sich so viele Fluchtgeschichten kreuzen?
 

Details

Goethe-Institut Istanbul

Yeniçarşı Cad. 32, Beyoğlu
34433 Istanbul

Sprache: Film in Originalsprache, mit englischen und türkischen Untertiteln
Preis: Eintritt frei

fuegen.ugur@goethe.de

Filmsaal