Vortrag
MUSEUMS TALK: AUS DEUTSCHLAND

İstanbul Modern

Ausstellung  © © Alec Crichton Ausstellung „Phonce Calls from the Cemetry" © Alec Crichton
Ziel der vom Istanbul Modern ins Leben gerufenen Reihe Museums Talk ist es, eine Plattform für den Austausch zwischen Experten führender internationaler Museen und dem lokalen Publikum zu schaffen. In Fortsetzung der Museums Talk: Aus den USA von 2012-2014 und den Museums Talk: Aus dem Vereinigten Königreich von 2014-2015, steht 2016-2017 Deutschland mit Museums Talk: Aus Deutschland im Fokus, in Kooperation mit dem Goethe-Institut Istanbul.

Jeder Vortrag lädt ein zu einem Umdenken und einer Umgestaltung der Kunsträume aus verschiedenen Perspektiven. Hauptthemen sind unter anderem das Museum und sein Publikum, Museumsarchitektur und Erweiterungsprojekte, sammelnde und nicht-sammelnde Museen, kuratorische Arbeit und neue Formen der Programmarbeit und der Museumsorganisation.
 
Am 24.05.2017 spricht Dr. Ekaterina Degot, künstlerische Leiterin der Akademie der Künste der Welt Köln, über Entkolonialisierung vs. Vielfalt: Eine deutsche Kunstinstitution im postkolonialen Feld. Die Akademie der Künste der Welt hinterfragt den monoethnischen Charakter der deutschen Kulturlandschaft ebenso wie kulturelle Hegemonien, die weltweit bestehen. Als Institution mit diskussionsorientiertem Selbstverständnis setzt sich die Akademie mit den Ursprüngen und Auswirkungen europäischer Dominanz auseinander. Sie unterstützt postkoloniale Bestrebungen in Deutschland dort, wo die koloniale Vergangenheit und ihre bis in die Gegenwart reichenden Folgeerscheinungen einer tiefer greifenden Reflexion bedürfen.
 
Dr. Ekaterina Degot © © Alec Crichton Dr. Ekaterina Degot © Alec Crichton
Dr. Ekaterina Degot


Die 1958 in Russland geborene Kunsthistorikerin, Kunstpublizistin und Kuratorin setzt sich in ihrer Arbeit kritisch auseinander mit ästhetischen und soziopolitischen Aspekten der Kunst in Russland und Osteuropa, besonders der post-sowjetischen Ära. Degot arbeitete als Kunstjournalistin für die Tageszeitung Kommersant und schreibt regelmäßig Beiträge für die Kunstmagazine Artforum, Frieze und e-flux.


Sie war leitende Kuratorin in der Staatlichen Tretjakow-Galerie, Gastprofessorin an verschiedenen US-amerikanischen und europäischen Universitäten und hat zurzeit einen Lehrauftrag an der Alexander-Rodtschenko Schule für Fotografie und Neue Medien in Moskau. Sie kuratierte unter anderem den Russischen Pavillon auf der Biennale in Venedig 2001 und verfasste mehrere Bücher, unter anderem Terroristic Naturalism (1998), Russian 20th-Century Art (2000) und Moscow Conceptualism (mit Vadim Zakharov, 2005).
 
 

Details

İstanbul Modern

Meclis-i Mebusan Cad., Liman İşletmeleri Sahası, Antrepo No: 4, Karaköy
Istanbul

Sprache: Englisch mit türkischer Simultanübersetzung
Preis: Eintritt frei nur mit Reservierung unter:

etkinlik@istanbulmodern.org