Konzert
Tarabya Ensemble
Tarabya Ensemble
Michael Schiefel / Şan, Elektronik –Vocal, Electronics
Angelika Niescier/ Saksofon – Sax
Engin Recepoğulları / Tenor Sax
Tolga Tüzün / Piyano - Piano
Şevket Akıncı / Gitar- Guitar
Volkan Hürsever/ Kontrabas - Bass
Christian Thomé /Davul - Drum
Tarabya Ensemble ist ein zeitgenössisches Ensemble für komponierte und improvisierte Musik in einer wechselnden deutsch-türkischen Besetzung, zusammengestellt von Christian Thomé.
Die Idee für das Projekt entstand während seiner Zeit als Stipendiat der Kulturakademie Tarabya, mit dem Ziel, eine interkulturelle Gruppe mit deutschen und türkischen Musikern unterschiedlicher kultureller und künstlerischer Herkunft zu gründen. Das Verbindungselement ist dabei die zeitgenössische Improvisation.
Das Projekt steht offen für andere Musiker, die in Zukunft nach Istanbul und in die Kulturakademie Tarabya kommen, um nachhaltig den Austausch zwischen Musikerinnen und Musikern aus Deutschland und der Türkei zu fördern.
Method [ˈmeθəd], die Überschrift des Ensembles, bezieht sich auf den gemeinsamen Ausgangspunkt, den magischen Impuls, der die Gruppe beflügelt auf dem Weg in verschiedene Methoden der Kommunikation, von denen ein paar vielleicht auch heilsame Therapien sein können.
Ein Projekt der Kulturakademie Tarabya und des Goethe-Instituts Istanbul.
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Michael Schiefel
Angezogen von der dort neu entstehenden Jazzszene zog Michael Schiefel Anfang der neunziger Jahre nach Berlin. Seitdem begeistert er mit seinen verschiedenen Solo- und Bandprojekten Jazzfans im In- und Ausland. Bereits 1997 erfuhr seine erste Soloplatte "Invisible Loop" viel Lob von Publikum und Presse. Ebenso positive Resonanz rief Schiefels eher introspektive CD "I Don't Belong" hervor. In Verbindung mit seiner markant virtuosen Stimme experimentiert er mit den Ausdrucksmöglichkeiten von Loop-Geräten und anderer Elektronik. Aus dieser einzigartigen Kombination entstehen so Gefühle der Leidenschaft und Entfremdung. Im September 2006 erschien Schiefels Solo CD "Don't Touch My Animals", deren deutsche und englische Lieder von der Liebe, vom Großstadtleben oder Apfelkuchenköniginnen erzählen.
Aber immer alleine auf der Bühne zu stehen. bereitet auch keinen Spaß: Ob Funk und Pop mit der Band „Jazz Indeed“, Modern Jazz mit David Friedman, Big Band mit „Thärichens Tentett“ oder Balkan-Jazz mit dem deutsch-bulgarischen Quintett „Batoru“ - in jedem Fall kann der Hörer Michael Schiefels vielseitige Stimme immer wieder neu entdecken.
Wenn er nicht gerade als Professor für Jazzgesang in Weimar anstrebende Künstler unterrichtet, begegnet man ihm auf Konzerten und Festivals in aller Welt. Neben zahlreichen Auftritten in Deutschland ist Michael – unter anderem als Gastkünstler des Goethe-Instituts – in Europa, Amerika, Asien und Afrika unterwegs. Er lebt zur Zeit als Stipendiat der Kulturakademie Tarabya in Istanbul.
Angelika Niescier
Die Ausnahme-Musikerin Angelika Niescier ist Trägerin des Echo-Jazz-Preises sowie des Deutschen Jazzpreises 2017. Sie gehört zu jenen außergewöhnlichen, international tätigen Musikerinnen, die seit einiger Zeit der europäischen Jazzszene neue Konturen geben.
Sie ist nicht nur eine zielstrebige Künstlerin mit unbändiger Energie, reichhaltiger Tonpalette und virtuoser Technik, sondern komponiert auch für Theater, Big Band, Ballett und Sinfonieorchester.
Mehrere ihrer CD-Produktionen wurden ausgezeichnet, ua. zweifach dem Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik (für „sublim III“ und „NYC FIVE“, jazzthing CD des Jahres (für „Quite Simply“) und dem Echo Jazz.
Niescier spielte u.a. mit Jazzgrössen wie Joachim Kühn, Gerry Hemingway, Steve Swallow, Gene Jackson, Achim Kaufmann, Jim Black, Simon Nabatov, Nasheet Waits, Ralph Alessi, Tyshawn Sorey.
Sie gastierte mit ihrer Musik auf den wichtigsten Bühnen und Festivals in Europa und tourte mit eigenen Projekten u.a. in Zentralasien (z.T. im Auftrag des Goethe-Instituts), Italien, Griechenland, Kroatien, Ägypten, Mexico, USA, Schweiz, Kanada, Island, Südkorea, Bahrein, den palästinensischen Gebieten, Irak, Libanon, Haiti, Dominikanische Republiken, Vietnam, Russland und Malaysia.
Sie gab wiederholt Konzerte für verschiedene Funk- und Fernsehhäuser (u.a. den Bayerischen Rundfunk, Saarländischen Rundfunk, Radio Bremen, WDR).
Der rote Faden ihrer Werke ist es, komplexe Komposition und Improvisation zu einem organischen Ganzen zu verschmelzen. Dabei begreift sie den Einfluss des Wortes, des (Film-) Bildes, der Bewegung und der bildenden Kunst als wichtige Inspiration. Sie lebt zur Zeit als Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya in Istanbul.
Engin Recepogullari ist ein in Istanbul lebender Tenor- und Sopransaxophon-Spieler. Er begann sein Musik- und Improvisationsstudium bei Ömür Gidel und Ricky Ford, spielte mit Claudio Fasolui und Antonio Zambrinis Open Jazz Orkestra beim Izmir European Jazz Festival und nahm 2006 an den Siena Jazz Workshops teil. Der Musiker spielte mit vielen berühmten Jazzgrößen, darunter mit türkischen Musikern wie Önder Focan, Ozan Musluoğlu, Ferit Odman, Özdemir Erdoğan,Kerem Görsev, Muvaffak Falay, Sibel Köse, Erkan Oğur, Cem Aksel sowie mit internationalen Jazzmusikern wie Kurt Elling, Dee Dee Bridgewater Roy Hargrover, Roberta Gambarini und Jim Rotondi. Engin Recepogullari ist Mitglied der Istanbul Superband und des TRT Jazz Orchesters. Er unterrichtet Saxophon und Improvisation an der Hisar International School.
Tolga Tüzün (Ph.D.) ist ein elektroakustischer Komponist und Performer. Er begann im Alter von elf Jahren mit klassischem Klavierunterricht. Nach seinem BA in Politikwissenschaften studierte er Komposition bei Pieter Snapper und Marc Wingate und fortgeschrittene Orchestration bei İlhan Usmanbaş und Hasan Uçarsu an der Technischen Universität Istanbul, Center for Advanced Music Studies.
Während seiner Promotion in Komposition am CUNY Graduate Center studierte er bei David Olan und Tristan Murail in New York, und bei Philippe Leroux in Paris.
Er trat als Referent zur Musiktheorie und elektroakustischer Musik bei zahlreichen internationalen Konferenzen auf und unterrichtete von 2003-2005 Harmonielehre und Komposition am Brooklyn College Conservatory of Music. Tolga Tüzün arbeitete von 2005-2006 im Komposition- und elektroakustischen Musikbereich des IRCAM (Forschungsinstitut für Akustik/Musik) in Paris.
Neben seinem kompositorischen Schaffen ist er auch in der experimentellen Jazz- und elektronischen Musikszene aktiv, und zwar sowohl als Solokünstler als auch in Bands. Er hat gearbeitet mit renommierten Musikern wie Oguz Büyükberber, Korhan Erel, Nora Krahl und Ned Mc Gowan, sowie Bob Ostertag, Frank Gratkows, Nicolas Crosse, Sam Briton und Anil Eraslan.
Tolga Tüzün ist als Professor an der Bilgi Universität tätig und unterrichtet dort Komposition und elektronische Musik. Seit 2010 ist er Leiter der Abteilung für Musikwissenschaften.
Sevket Akıncı
Der Gitarrist, Komponist, Arrangeur und Produzent Sevket Akinci wurde 1972 in Izmir geboren. Er studierte Komposition am Berklee College of Music. 1996 erschien sein Album Ucurumda Açan. Seine Musik reicht von traditionellem Jazz (Neset Ruacan Trio) über freie Improvisation und Free Jazz (Wet Dog, Century, Totes Land, holy Ghost) sowie Fusion (Lifeline, Weed) bis hin zu türkischer Kunstmusik (Elektronik Kumpanya). Akinci‘s Projekte verbinden Musik mit verschiedenen Disziplinen wie Literatur, Tanz, Theater, Architektur, Bildende Kunst und Malerei, so zum Beispiel seine Arbeit mit Sirin Soysal, Mugwump, Sputnik Sweetheart, Mutant, Konjunktur.
Sevket Akinci nahm an verschiedenen Festivals für Freie Improvisation in den USA und in Japan teil und trat auf mit namhaften Musikern wie Ernst Reijseger, Tristan Honsinger, Anthony Coleman, Mark O'Leary, Eugene Chadbourne, Luc Ex, Wolter Wierbos und Le Quan Ninh.
Sevket Akıncı veröffentlichte mehr als zwanzig Alben und moderiert seit 2006 das Programm „Der andere Jazz“ über freien Jazz und freie Improvisation im Acık Radio. Sein Buch „Der andere Jazz“, erscheint in Kürze im Pan Verlag. Seine Gedichte wurden bei AlDzine und Moal O veröffentlicht und sein Gedichtband ‚Hezeyan Sözlügü“ erschien beim Artshop Verlag. Er unterrichtet Jazzgeschichte und experimentelle Improvisation und Hamonielehre an der Jazzakademie der Bahcesehir Universität.
Volkan Hürsever absolvierte sein Kontrabass-Grundstudium am Konservatorium der Istanbul-Universität; sein Master-Studium schloss er in der „Tambour“-Abteilung des Haliç University Turkish Music Conservatory ab.
Bei zahlreichen Konzerten und Festivals spielte er mit renommierten Musiker aus der Türkei und aus dem Ausland. Unter anderem schloss er sich dem Ricky Ford’s Jazz Collective Project an und spielte mit Roy Haynes, Kenny Garret, Nicholas Payton und Dave Kikovski im Rahmen von Roy Haynes Projekt namens "Birds of a Feather".
Er arbeitete mit weltweit renommierten Musikerinnen und Musikern wie Alan Harris, Laverne Buttler, Marion Cowings, Billy James, Harvey Thompson und Clifford Jarvis zusammen. 2009 schloss er sich „Incesaz“, einer bekannten türkischen Folk Band, die von Cengiz Onural, Murat Aydemir und Derya Türkan gegründet wurde, an. Hürsevers Solo-Album „Hediye“ erschien 2009 bei der A.K. Music Corporation.
Neben seinem Engagement in zahlreichen Jazz-Bands und im Rahmen von Projekten mit einem Schwerpunkt auf Osmanisch-Türkische Musik verfasst er derzeit seine Doktorarbeit an der Halic-Universität. Zudem lehrt er an der Modern Music Academy in Istanbul.
Christian Thomé / Schlagzeug wurde 1970 in Düsseldorf geboren. Der Schlagzeuger, Komponist, Arrangeur, Produzent und Pädagoge lebt seit 1997 in Köln. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Weiterentwicklung seines unkonventionellen, facetten- und klangfarbenreichen Schlagzeugspiels. Er ist festes Mitglied des Trio Ivoire von Hans Lüdemann, der Gruppe Quadrivium um Markus Stockhausen, der Band Nanoschlaf, dem Trio Momentum von Katrin Scherer und der Band der Sängerin Niobe. Christian Thomé ist Lehrbeauftragter für Jazzschlagzeug, Jazzensemble und Fachdidaktik am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück.
Details
bomontiada
Merkez Mah., Silahşör Cad., Birahane Sok., Tarihi Bomonti Bira Fabrikası, No: 1, Şişli
İstanbul
Preis: Eintritt frei
Alt Avlu