Film
Film am Montag

Mein wunderbares West-Berlin
©Galeria-Alaska-Productions

Beyoğlu Pera Sineması

Mein wunderbares Westberlin
Regie: Jochen Hick
Deutschland, Farbe und s/w, 2017, 98’
Dokumentarfilm

 
​Jochen Hick beginnt seinen Dokumentarfilm MEIN WUNDERBARES WEST-BERLIN mit Verweisen auf die sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, auf eine Zeit, in der West-Berlin in vielerlei Hinsicht eine Ausnahmestellung zukam – nicht nur politisch. Schon in den sechziger Jahren herrschte im Westteil Berlins eine Liberalität, die es im Bundesgebiet nicht gab. So gab es in den Sechzigern auch keine andere deutsche Stadt, in der Männer öffentlich mit Männern tanzen durften. West-Berlin wurde zum Zufluchtsort und zum Magnet der deutschen Schwulen. Viele der Zeitzeugen, die der Filmemacher Jochen Hick zu Wort kommen lässt, sind keine gebürtigen Berliner. Am spannendsten wirkt Jochen Hicks Dokumentarfilm, wenn er sich auf historische und politische Querverbindungen einlässt; zum Beispiel auf eine Demonstration zum 1. Mai 1972, bei der ein „Schwuler Block“ eher naiv an der „Seite der Arbeiterklasse“ kämpfen wollte. Dabei waren die meisten der linken Heteros keineswegs Freunde der Schwulen-Bewegung, schon gar nicht in der Arbeiterschaft.
 

Details

Beyoğlu Pera Sineması

İstiklal Cad., Halep Pasajı, No: 140, Beyoğlu
Istanbul

Sprache: Originalfassung mit türkischen Untertiteln
Preis: Eintritt frei

fuegen.ugur@goethe.de