Beethoven 250 Digital Festival
BEETHOVEN DER VIRTUOSE

Beethoven der Virtuose
© M. Gökhan Bağcı

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In Zusammenarbeit mit dem Musikverein Klasik Keyifler, Ada Musik, Chamber Music Exchange und Üçhan Kunstproduktion

BEETHOVEN DER VIRTUOSE

Özgür Baskın, Violine
Indira Rahmatulla, Cello
Çağdaş Özkan, Klavier
 

Virtüöz Beethoven
 

Als Beethoven 1792 nach Wien zog, war er einer der ersten Virtuosen des modernen Klaviers. Im Grunde genommen wuchsen Beethoven und das Klavier zusammen heran, und auch das Klangvolumen der anderen Instrumente erweiterte sich in dieser Zeit fast um das Doppelte.
 
Beethoven bezauberte seine Zuhörer*innen nicht nur durch seine technische Eloquenz am Klavier, sondern auch durch den Ausdrucksreichtum seines Musizierens. Czerny sagte über seine Art zu spielen: „In der Schnelligkeit kann niemand mit ihm konkurrieren.“ Aber auch sein gesangähnliches Spiel und die Vielfalt seiner Farben und Ideen machten einen tiefen Eindruck auf seine Zuhörer*innen. Die bahnbrechende Verwandlung in der Instrumentalmusik betraf nicht nur das Klavier. Beethoven spielte die folgende Cellosonate aus seiner Frühphase zum ersten Mal mit dem französischen Virtuosen Duport zusammen. Auch wenn dieses Werk bei seiner ersten Drucklegung als eine Klaviersonate mit Cellobegleitung bezeichnet wurde, handelt es sich bei seiner Cellopartitur keineswegs um eine sekundäre Stimme. Ja, es erinnert in stilistischer Hinsicht eher an ein Konzert. In dem ersten von Beethoven publizierten Trio stellt er eine höchst feine Textur der drei Partitionen her, deren Interpretation jeweils einer großen Virtuosität bedarf. Die brillante Violinsonate in unserem Programm schließlich war Rodolphe Kreutzer gewidmet, einem der Gründer des französischen Konservatoriums. Er fand sie jedoch unspielbar und spielte sie nie. Die Uraufführung der Sonate fand mit dem Virtuosen Bridgetower statt. Jedoch kam es später zu einem Streit zwischen den beiden – wegen eines Mädchens laut Bridgetower –, und Beethoven änderte die ursprüngliche Widmung.
 
 

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Sibel.Ekmekcioglu@goethe.de