Beethoven 250 Digital Festival
Beethoven der Reisende

Beethoven der Wanderer
© M. Gökhan Bağcı

Online

In Zusammenarbeit mit dem Musikverein Klasik Keyifler, Ada Musik, Chamber Music Exchange und Üçhan Kunstproduktion

Beethoven der Wanderer

Ana Albero, Violine
Ozan Evrim Tunca, Cello
Cem Babacan, Klavier


Beethoven der Wanderer
 

„Wie froh bin ich einmal in Gebüschen, Wäldern, unter Bäumen, Kräutern, Felsen wandeln zu können, kein Mensch kann das Land so lieben wie ich – geben doch Wälder, Bäume, Felsen den Widerhall, den der Mensch wünscht.“ So drückte Beethoven den unvergleichlichen Trost und Frieden aus, den er in der Natur fand.
 
Als ihm einerseits das gesellschaftliche Leben immer schwerer fiel, und sein Hörvermögen andererseits nachließ, unternahm er ausnahmslos täglich einen langen Spaziergang in den Wäldern und Weinbergen vor Wien. Außerdem verbrachte er seine Sommer in einem Dorf oder Kurort, um dem Stadtleben fernzubleiben. Die innere Unruhe, die ihn in die Natur trieb, war so stark, dass er in seinem Leben siebzig- bis achtzigmal die Wohnung wechselte, wie Musikhistoriker schätzen.
 
Die erste Violinsonate Beethovens bringt nach einer lebhaften Öffnung eine rollende Basslinie, um mit einem Satz voller sonnenbeschienenen pastoralen Melodien zu enden.
So steht dieses Werk für die Lust am Entdecken des Unerwarteten. Die vierte Cellosonate gleicht einer Wanderung durch die Natur einer Traumwelt. Hier wechseln sich zeitlose Passagen mit einer kampfeslustigen Musik ab, doch geht das Werk in einer festlichen Stimmung zu Ende. Das folgende Klaviertrio entstand im selben Jahr wie die Pastoralsymphonie und enthält eine Fülle von Volksliedern und -tänzen.
 

Programm:

Sonate für Klavier und Violine  No. 1 Op. 12 No. 1 (1798)  
Allegro con brio
Tema con variazioni. Andante con moto
Rondo; Allegro
 
Sonate für Klavier und Cello Nr. 4 Op. 102 Nr. 1 (1815)  
Andante - Allegro vivace
Adagio - Allegro vivace
  
12 Variationen für Klavier und Cello über ein Thema aus Händels Oratorium „Judas Maccabeus“ (1796)  
 
Klaviertrio Es-Dur, Op. 70 Nr. 2 (1808)
Poco sostenuto - Allegro ma non troppo
Allegretto
Allegretto ma non troppo
Finale. Allegro
 


 

Details

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Sibel.Ekmekcioglu@goethe.de