Beethoven 250 Digital Festival
Beethoven der Dramaturg
In Zusammenarbeit mit dem Musikverein Klasik Keyifler, Ada Musik, Chamber Music Exchange und Üçhan Kunstproduktion
Özgecan Günöz, Violine
Çağlayan Çetin, Cello
Özgür Ünaldı, Klavier
Seine Lieblingsoper war die Zauberflöte von Mozart. Beethoven selbst war in Bonn als Schüler des Freimaurers Neefe, deshalb bestens unterrichtet darin, Musik durch die Verwendung von Symbolen auszudrücken. Damals war es gang und gäbe, Texte mit der Musik nachzubilden, und das Publikum liebte es, Vermutungen über den Text anzustellen, der das Musikstück inspiriert haben könnte.
Sosehr Freunde Beethovens gewisse Parallelen zwischen seinen Werken und bestimmten Szenen in Shakespeare‘schen Stücken bestätigen mögen, überließ der Komponist die Deutung strikt den einzelnen Zuhörer*innen. Zum Beispiel wird behauptet, dass die Geisterszene in Macbeth Beethoven zu seinem Geistertrio inspiriert habe. Zur Untermauerung dieser These wird auf die Entwürfe einer Opernbearbeitung dieses Stücks hingewiesen. Außer einigen wenigen namentlich genannten Werken bildeten für das kammermusikalische Werk Beethovens nicht nur die ernste und unterhaltende Literatur, sondern auch sein eigenes Leben und seine Freundschaften Inspirationsquellen. Doch der Komponist schwieg lieber über solche Bezüge.
Programm:
Sieben Variationen für Cello und Klavier über das Thema “Bei Männern, welche Liebe fühlen” aus der Oper „Die Zauberflöte“ von Mozart,
WoO 46
Sonate für Klavier und Violine Nr. 3 Op. 12 Nr. 3
Allegro con spirito
Adagio con molta espressione
Rondo; Allegro molto
Allegretto für Klaviertrio, WoO 39
Sonate für Klavier und Violine Nr. 4 Op. 23
Presto
Andante scherzoso, più Allegretto
Allegro molto
Klaviertrio in D-Dur, Op. 70 Nr. 1, „Geistertrio“
Allegro vivace e con brio
Largo assai ed espressivo
Presto