Vortrag
Die zwei Seiten der Front
Romane des Ersten Weltkriegs in deutscher, spanischer und französischer Sprache
Anlässlich der 57. Bibliothekswoche findet eine literarische Veranstaltung statt, und zwar in Zusammenarbeit zwischen dem Goethe-Institut, dem Institut Cervantes und dem Institut Français.
Vortrag: Dr. Gökhan Yavuz Demir
Der Erste Weltkrieg war der erste Krieg in der Geschichte, in dem moderne Technologien wie Flugzeuge, Panzer und chemische Gase ausgiebig eingesetzt wurden. Die am Krieg beteiligten Länder dachten anfangs, dass der Krieg schnell vorbeisein würde: Er dauerte jedoch vier lange Jahre. Waffen, die mit moderner Technologie viel tödlicher wurden, zwang Armeen auf beiden Seiten der Front in Schützengräben. Der Erste Weltkrieg ist somit wohl auch der erste große Grabenkrieg. Helden sowie Opfer des Krieges, seine Gewinner und Verlierer, erlebten zum ersten Mal eine solche Brutalität. Viele Schriftsteller wie zum Beispiel Hemingway und Jünger, die an verschiedenen Fronten gekämpft hatten, verarbeiteten dieses Grauen dann auch in ihren Romanen. Anhand drei großer Schriftsteller aus den drei großen europäischen Literaturen werden wir in einer parallelen Lesung Eindrücke, Vorhersagen und die Schrecken des Kriegs, auf beiden Seiten der Front, diskutieren.
Erich Maria Remarque (1898-1970), Im Westen Nichts Neues (1929)
André Malraux (1901-1976), Die Nussbäume der Altenburg (1943)
Vicente Blasco Ibañez (1867-1928), Die apokalyptischen Reiter (1916)