Tagung
Ruine und Glanz: Kunst, Politik und Geschichte bei Walter Benjamin

Plakat
© Plakat: Harman Şaner Çakmak/© Foto: Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, Akademie der Künste, Berlin, Walter Benjamin Archiv |

Goethe-Institut Ankara, Atatürk Bulvarı 131, Bakanlıklar Kızılay

Walter Benjamin ist ein außergewöhnlicher und vielseitiger Denker, der seine wegweisenden Werke zwischen den beiden Weltkriegen verfasste. Er ist für sein Leben im Schatten des Zweiten Weltkriegs bekannt. Es beschreibt mit der die Entwicklung vorantreibenden Kraft der Kritik die kapitalistische Gesellschaft, in der alles zur Ware geworden ist und die NS-Verfolgung beherbergt. Als Geschichtenerzähler ist Benjamin ein Beispiel für die Verschränkung von Theorie und Erfahrung, dem wir in seinen Gedanken und Werken folgen können. Er ist Schriftsteller, Kritiker, Soziologe und Revolutionär sowie ein einzigartiger Kulturtheoretiker. Sein Leben als Flüchtling endete mit seinem Selbstmord im Dorf Portbou an der französischen Grenze zu Spanien. Die Werke aus Walter Benjamins kurzem Leben mit seinem reichen intellektuellen Hintergrund haben weltweit die Kultur- und Sozialwissenschaften  geprägt und werden auch in der in der Türkei stark rezipiert.

Das Goethe-Institut Ankara und ViraVerita laden dazu ein, Walter Benjamin`s philosophische, politische, kulturelle und gesellschaftliche Perspektive in interdisziplinärer Hinsicht einzunehmen und sein Werk neu zu interpretieren. Benjamin war selbst auf der Flucht, ein “Flüchtling” mit einem tragischen Ende. Wir befinden uns in einer Flüchtlingskrise und können nur von seinen Erfahrungen der Moderne als weit verstreute Ruinen, seinen Erinnerungen und Reflexionen lernen, aber auch von seiner Melancholie, seinen Enttäuschungen sowie von seinen Utopien vom Reich der Freiheit. 
 

Programm

12.30-13.00 Eröffnungsreden

Friedrich Dahlhaus (Goethe-Institut)
Gülben Salman (ViraVerita)

13.00-14.30 I. Sitzung

Moderatorin: Toros Güneş Esgün

Referent*innen:

Aykut Çelebi: „Statt des alten Guten muss man sich auf das neue Böse beziehen“: Thesen zu Walter Benjamin und dem Geschichtsbegriff

M. Ertan Kardeş: Walter Benjamins Begriffe der "Ersten Technik" und "Zweiten Technik" im Zusammenhang mit dem kollektiven Körper und der Befreiung

14.30-14.45 Pause

14.45-16.15 II. Sitzung:

Moderator: Çetin Türkyılmaz

Redner*innen:

Cana Bostan: Benjamins Ontologie des Klangs von Arion dem Sprachlosen bis Odradek dem Tauben

Fatma Erkek: Die Ästhetisierung von Politik und Krieg

16.15-16.30 Pause

16.30-18.00 III. Sitzung

Moderatorin: Çağla Karabağ

Referent*innen:

Leyla Bektaş: Das Recht auf Stadt, Geschlecht und Erfahrung: Erinnerung an Benjamin

Aslı Odman: Raumruineforschung in der Türkei im Anschluss an Benjamin: Dokumentation von Aufschwung und Niedergang


Organisationskomitee:

Ahmet Terkivatan, Çağla Karabağ, Çetin Türkyılmaz, Deniz Gürsoy, Gülben Salman, İlkay Özküralpli, Linda Rödel, Meriç Kükrer, Özgür Uçar, Şeyma Sağdıç, Toros Güneş Esgün.
 











 

Details

Goethe-Institut Ankara, Atatürk Bulvarı 131, Bakanlıklar Kızılay



Sprache: Türkisch
Preis: Eintritt zur Veranstaltung ist mit einem HES Code möglich.

Ahmet.Terkivatan@goethe.de