Gespräch, Diskussion
Projekt LiteraTür / Neues Thema: Heimat

LiteraTür / Heimat
© Goethe-Institut Istanbul

Yapı Kredi Kültür Sanat Merkezi

Was verstehen wir von dem Begriff Heimat?
Wie hat sich Heimat Diskurs entwickelt?


Kurartiert von der Autorin Olga Grjasnowa und von der Literaturkritikerin und Autorin Sibel Oral beantwortet LiteraTür die Fragen zum neuen Thema dieses Projekts.

Anlässlich des Jubiläums 60 Jahre Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei hat das Projekt LiteraTür aus der literarischen Perspektive das Thema „Heimat“ bearbeitet. Die beiden Konzepte werden in einer Paneldiskussion mit Teilnahme von Mohamed Amjahid, Enrico Ippolito, Başak Baysallı und Kemal Varol in Yapı Kredi Kültür Sanat Merkezi diskutiert.
Die Veranstaltung wird von Ali Aslan moderiert.


Im Rahmen der Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen bitten wir Sie, uns Ihren Impfnachweis oder im Falle einer Covid-Erkrankung die Genesungs-Dokumente per E-Mail zukommen zu lassen.


Anmeldung: Ebru Temür 
Ebru.Temuer@goethe.de



Die Veranstaltung wird auch über YouTube Kanal des Goethe-Instituts gestreamt



Sprecher*innen:

Olga Grjasnowa
Olga Grjasnowa | © privat
Olga Grjasnowa
, geboren 1984 in Baku, Aserbaidschan, hat bislang vier Romane und ein Sachbuch über Mehrsprachigkeit veröffentlicht. Für ihr viel beachtetes Debüt Der Russe ist einer, der Birken liebt (2012) wurde sie mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und dem Anna Seghers-Preis ausgezeichnet. 2014 folgte Die juristische Unschärfe einer Ehe, 2017 Gott ist nicht schüchtern. Zuletzt erschienen von ihr der Roman Der verlorene Sohn (2020) und Die Macht der Mehrsprachigkeit. Über Herkunft und Vielfalt (2021). Ihre Werke wurden in 15 Sprachen übersetzt, für die Bühne und das Hörspiel adaptiert, mehrfach ausgezeichnet und verfilmt.

Sibel Oral
Sibel Oral | © Neyzen Tevfik Savrın
Sibel Oral
wurde 1979 in Istanbul geboren. Ihre Bücher sind unter den Titeln Beni Beklerken (2006), Zayi (2011) und Toprağın Öptüğü Çocuklar (2015) sowie “İşitiyor musun Memet?” (2021) erschienen. Sie hat für zahlreiche Zeitschriften und Tageszeitungen Artikel und Reportagen verfasst und als Redakteurin gearbeitet. In den Jahren 2015-2019 war Sibel Oral Chefredakteurin von K24, eines Online-Magazins für Literatur, Kultur und Kritik. Sie lebt und arbeitet in Istanbul und setzt ihre journalistische und verlegerische Arbeit fort. ​ 



Mohamed Amjahid
Mohamed Amjahid | © A. Langer
Mohamed Amjahid
wurde als Sohn sogenannter Gastarbeiter*innen 1988 in Frankfurt am Main geboren. Die Schule besuchte er bis zum Abitur in Marokko. In Berlin und Kairo studierte er Politikwissenschaften und forschte an verschiedenen anthropologischen Projekten in Nordafrika. Schon während des Studiums arbeitete er als Journalist unter anderem für die taz, die Frankfurter Rundschau und den Deutschlandfunk. Amjahid volontierte nach seinem Master-Abschluss beim Tagesspiegel in Berlin. Danach arbeitete er als politischer Reporter für die Wochenzeitung Die Zeit und das Zeit Magazin. Derzeit schreibt er an mehreren neuen Buchprojekten. Anthropologisch und journalistisch fokussiert er sich auf die Themen Menschenrechte, Gleichberechtigung und Umbrüche in den USA Europa den Nahen Osten und Nordafrika.

Ippolito Enrico
Ippolito Enrico | © Tobias Brust
Enrico Ippolito
, Jahrgang 1982, ist Journalist und Autor. Von 2011 bis 2015 arbeitete er bei der taz in Berlin. Er war von 2015-2020 Ressortleiter Kultur bei SPIEGEL ONLINE und ist nun Autor beim SPIEGEL. 2017 veröffentlichte er seine Short Story Beleidigung  in der Anthologie "Eure Heimat ist unser Albtraum". Im September 2021 erschien sein Debütroman "Was rot war" (Kindler). Er lebt in Berlin.

Kemal Varol
Kemal Varol | © privat
Kemal Varol
wurde 1977 geboren. Er begann die Literatur mit Poesie. Seine Gedichtbände Yas Yüzükleri (2001), Kin Divanı (2005), Temmuzun On Sekizi (2007) wurden als Sammelgedichte unter dem Namen Bakiye veröffentlicht. Er hat fünf Romane namens Jar (2011), Haw (2014), Ucunda Ölüm Var (2016), Âşıklar Bayramı (2019) und Kara Sis (2021), ein Erzählband namens Sahiden Hikâye (2017) und zwei Antologien namens Demiryolu Öyküleri (2010) und Memleket Garları (2012) veröffentlicht. Er gewann für seinen Roman Haw 2014 den Cevdet Kudret Romanpreis, 2014 Roman des Jahres von Sabit Fikir, 2015 Friedenspreis des Verbands Zeitgenössicher Journalisten, 2017 Pen America Translation Support Award und 2021 Literaturpreis Frankreich-Türkei bekommen. Er gewann mit seinem Buch Sahiden Hikâye  2018 den Sait Faik Novellenpreis und 2019 den Literaturpreis der Absolventen des Lyzeums Notre Dame de Sion bekommen. Sein Roman Âşıklar Bayramı wurde 2019 vom Verlag Dünya Kitap als  Buch des Jahres zum Übersetzen und mit dem 5. Attilâ İlhan Romapreis ausgezeichnet. Dieser Roman diente dem Regisseur Özcan Alper als Vorlage für ein Netflix-Spielfilm.

Başak Baysallı
Başak Baysallı | © privat
Başak Baysallı
wurde 1981 in Denizli geboren. 2003 schloss sie ihr Studium an der Mimar Sinan Universität, Fakultät für türkische Sprache und Literatur, ab. Ihre Schriften über Literatur und Erzählungen sind in verschiedenen Zeitungen, Zeitschriften und Antologien erschienen. Im Jahr 2018 gewann ihre Kurzgeschichte Ölü Kırlangıç den zweiten Preis beim Fakir Baykurt Novellenpreis, organisiert von der Stadteilverwaltung Sarıyer in Istanbul und ihre Kurzgeschichte Ağıt gewann den großen Preis beim Novellenpreis Schriftstellerin des Jahres Sevgi Soysal, der von der Stadtteilverwaltung Nilüfer in Bursa organisiert wurde. Ihr Dosiier namens Tarlakuşu Mahallesi, bestehend aus Kindergeschichten, wurde vom Bilgi-Verlag beim Muzaffer İzgü Kindergeschichtenwettbewerb 2019 mit dem ersten Preis ausgezeichnet und im Oktober 2020 veröffentlicht. Sie gewann 2020 den ersten Platz beim Smyrna Literaturpreis mit ihrer Kurzgeschichte Taş Plak und 2020 mit ihrer Kurzgeschichte Kuş Tamircisi ein Preis beim Tanpınar Novellenpreis. Ihr Geschichtenband Fresko Apartmanı wurde im September 2020 bei Everest Verlag veröffentlicht.

Ali Aslan
Ali Aslan | © privat
Der international bekannte TV-Moderator und Journalist Ali Aslan war in den USA und Europa bereits für namhafte Sender wie CNN, ABC News und Deutsche Welle TV tätig. Zudem ist Aslan weltweit als Moderator hochkarätiger Veranstaltungen gefragt, unter anderem für die UNO, die G20 und die EU. Sein Master-Studium in Politikwissenschaft, Internationalen Beziehungen und Journalismus absolvierte Aslan an der Columbia University in New York und der Georgetown University in Washington DC.




 

Details

Yapı Kredi Kültür Sanat Merkezi

İstiklal Cad. 161, Beyoğlu
Istanbul

Sprache: Deutsch und Türkisch, mit Simultanübersetzung
Preis: Eintritt frei mit vorheriger Anmeldung:

ebru.temuer@goethe.de